
Bei der zweiten „Science Night“, der Dortmunder Nacht der Wissenschaften, verwandelt sich das Dortmunder U am Freitag, 25. September, in ein großes Forschungslabor. Rund 50 Partner bringen Experimente, Roboter, Künstliche Intelligenz, Musik, Kunst und Wissenschaft auf alle Etagen, von 16 Uhr bis tief in die Nacht.
Gelegenheit für eine Entdeckungsreise
Eine Woche nach der Museumsnacht bekommt Dortmund die nächste Gelegenheit für eine Entdeckungsreise: Die „Science Night“ verbindet Wissenschaft mit Unterhaltung und Mitmachen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können experimentieren, tüfteln, diskutieren, staunen und Wissenschaft auf andere Weise erleben. Die Angebote sind kostenlos und mit wenigen Ausnahmen ohne Anmeldung zugänglich.
Rund 50 Programmpartner gestalten die „Science Night“ gemeinsam, von der Akademie für Theater und Digitalität bis zum Zoo Dortmund. Die Dortmunder Hochschulen und wissenschaftlichen Institute sowie zahlreiche weitere Bildungspartner bieten bis in die Nacht Vorträge, Konzerte, Mitmachaktionen, Exkursionen und Workshops an. Die Technische Universität Dortmund und die Fachhochschule Dortmund sind mit einer ganzen Palette von Aktivitäten dabei.
Es gibt ein Programm für alle Generationen
Gerade für Familien gibt es viel zu entdecken. Kinder und Jugendliche können unter anderem einen Roboter programmieren, mit 3D-Druck experimentieren, ein faltbares Mikroskop bauen und damit kleinste Dinge untersuchen, digitale Welten erleben, einen Schaltkreis löten oder eine Hautcreme anmischen. MINT-Stationen laden zum Tüfteln, Löten und Entdecken ein. Die Mitmachstationen sind von 16 bis 21 Uhr geöffnet.
Beim Bio-Quiz um 18:30 Uhr können Teams ihr Wissen testen: Der Dortmunder Zoo, das Naturmuseum und der Botanische Garten Rombergpark haben nach eigenen Angaben Fragen aus der Welt der Tiere und Pflanzen vorbereitet.
Die PHÄNOMENTA aus Lüdenscheid bringt neben analogen und digitalen Experimentierstationen auch die Roboterdame Lüdia mit, begleitet von Roboterhund Eddie. Die KinderUni der TU Dortmund zeigt ab 16 Uhr, wie eine Stadt und ihre Gebäude wissenschaftlich erkundet werden können, am Beispiel des Dortmunder U, das in diesem Jahr 100 Jahre alt wird.
Auch die Feuerwehr Dortmund ist beteiligt und präsentiert nach eigenen Angaben, wie innovative Technologien Einsatzkräfte schützen und unterstützen sollen. Das MitMachMobil der Stadt Dortmund ist ebenfalls vor Ort, ein mobiler Maker Space mit Zukunftstechnologien zum Ausprobieren.
Um 16 Uhr startet das Bühnenprogramm im Brauturm unter anderem mit einem Dortmund-Quiz und einer Wissenschaftsshow der „Physikanten“, die zudem mit ihrer interaktiven Straßenshow „Street Physics“ über den Abend verteilt auf dem Vorplatz zum Mitmachen einladen.
Schwerpunkt Künstliche Intelligenz – Anschauen und Ausprobieren
Diskussionen und Vorträge laden zum Nachdenken und Mitreden über Künstliche Intelligenz ein: Welche Chancen und Risiken birgt KI für die Gesundheit, und wer stellt die besseren Diagnosen, Mensch oder Maschine? Wie verändert KI die Gesellschaft, und welchen Einfluss hat sie auf die Kunst? Darüber wird ab 18 Uhr im Brauturm diskutiert.
Im Immersiven Raum können Besuchende das Immunsystem nach einem Herzinfarkt als dreidimensionales Erlebnis in Bild und Klang wahrnehmen, ein gemeinsames Projekt der FH Dortmund und des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS). Das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund gibt erstmals Einblicke in die digitale Produktion von Bild, Sound und Programmierung. Für eine Pause sorgt ein Eiswagen, den die TU-Teilchenphysiker*innen des Exzellenzclusters „Color meets Flavor“ organisiert haben und der bereits bei der Premiere 2024 gut ankam.
Stadtteil-Spaziergänge zu Wohnungslosigkeit und Zuwanderung
Zwei Stadtteil-Spaziergänge führen ab 16 Uhr durch die Nordstadt und beschäftigen sich mit Wohnungslosigkeit und Zuwanderung. Menschen mit eigenen Erfahrungen geben Einblicke in ihren Alltag und ihre Perspektiven. Anschließend geht es gemeinsam ins Gespräch, unter anderem über die Frage, was partizipative Forschung bedeutet und wie sie helfen kann, Stadtentwicklung neu zu denken. Organisiert wird das Angebot vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, der strategischen Sozialplanung der Stadt Dortmund sowie BODO/Das Straßenmagazin und dem Verein Romano Than e.V.
Kunst trifft Forschung
Erstmals beteiligen sich die Kunsthalle Dortmund und das Museum Ostwall mit interaktiven Sonderführungen am Programm. Die Kunsthalle nimmt Jugendliche um 18 Uhr mit auf eine Reise über die „Neuen Seidenstraßen“, die das Ruhrgebiet mit weit entfernten Produktionsstätten verbinden. Im Museum Ostwall können Besuchende ab 16 Uhr Eindrücke zum Werk „Wolf im Schafspelz – Schaf im Wolfspelz: Ein Verwandlungskunststück“ von Tim Ulrichs hinterlassen, die aufgenommenen Audio-Schnipsel wachsen zu einer Soundcollage zusammen.
Unterhaltung bis in die Nacht im Kino im U
Das Gitarrenensemble der TU Dortmund präsentiert um 16 Uhr Kompositionen unterschiedlicher Stilrichtungen, von klassisch bis modern. Ab 18 Uhr geht es um den Videospiel-Klassiker „The Stanley Parable“ (2013), bei dem das Publikum live mitentscheiden darf, wie gespielt wird. Im Anschluss lädt das Team des Game Labs der TU Dortmund zur Diskussion ein.
Das Comedyformat „Lesen für Bier“ kommt in einer Wissenschaftsausgabe: Texte, die das Publikum mitbringt, werden vorgelesen und in Szene gesetzt, von der Seminararbeit bis zum Mensa-Menü.
Höhepunkte im ehemaligen Brauturm
Beim Science Slam ab 21 Uhr bringen Forschende ihre Erkenntnisse mit Mitteln der Kunst auf den Punkt, moderiert von Rainer Holl. Im Anschluss treten die Teilnehmenden beim Pub Quiz in spontan zusammengestellten Teams gegeneinander an. Quizmaster ist Prof. Sascha Pöhlmann von der Fakultät Kulturwissenschaften der TU Dortmund.
Alle Programmpunkte sind kostenlos und meist ohne Anmeldung besuchbar. Ausnahmen bilden Sonderführungen und Exkursionen mit begrenzter Teilnehmerzahl, für die sich Interessierte vorab einen Platz reservieren können. Die Science Night ist ein Format des Masterplans Wissenschaft 2.0 mit Unterstützung der Dortmund-Stiftung. Das gesamte Programm und alle Informationen zur Veranstaltung gibt es auf dortmund.de/sciencenight und masterplan-wissenschaft.de.

