
Historische Infrastruktur, verborgene Orte und neue Perspektiven stehen beim Tag des offenen Denkmals 2026 im Mittelpunkt. Im Alten Hafenamt trifft die Geschichte des Dortmunder Hafens auf eine Ausstellung von Design-Studierenden der Fachhochschule Dortmund. Auch sonst gewährt das Programm Einblicke in Orte, die normalerweise verschlossen bleiben. Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.
Denkmalschutz mehr als nur alte Gebäude
Mehr als 50 Orte öffnen in Dortmund zum „Tag des offenen Denkmals“ am 13. September 2026 ihre Türen. Erste Programmpunkte beginnen bereits am Samstag, 12. September. Besucher*innen erwartet im gesamten Stadtgebiet ein umfangreiches Programm mit Führungen, Ausstellungen, Konzerten und Angeboten für Kinder. Einige Veranstaltungen ermöglichen dabei Einblicke in Orte, die sonst nicht oder nur selten öffentlich zugänglich sind.

Das bundesweite Motto lautet in diesem Jahr „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Mittelpunkt stehen historische Verbindungen aus Bereichen wie Verkehr, Versorgung und Kommunikation. Für Dortmund sei das besonders passend, sagt Ingmar Luther, Leiter der Unteren Denkmalbehörde bei der Stadt Dortmund. „Wir haben hier den Knotenpunkt von Straße, Schiene und Wasser. Das steht sinnbildlich für das Motto.“
Dabei geht es nach Luthers Worten nicht nur um den Blick zurück. Denkmalschutz müsse sich auch mit der Frage beschäftigen, welche Bauten der Gegenwart einmal historische Bedeutung entwickeln könnten. „Wir müssen heute erkennen und bewerten, was Zeugnis in der Zukunft sein kann“, so Luther. Als Beispiel nennt er die Dortmunder H-Bahn. Sie steht derzeit nicht unter Denkmalschutz, könnte aus seiner Sicht aber künftig als historisches Zeugnis an Bedeutung gewinnen.
Das Programm spannt einen weiten historischen Bogen. „Ein Netzwerk aus 1800 Jahren, das wir mit der Veranstaltung abdecken“, beschreibt Luther die Vielfalt der beteiligten Orte. Zugleich verweist das Motto auch auf die Arbeitsweise des Denkmalschutzes selbst. „Denkmäler bilden nicht nur Netzwerke ab – Denkmalschutz funktioniert auch nur als Netzwerk“, erklärt Luther. Viele Menschen müssen gemeinsam an dem Erhalt arbeiten.
Historisches Hafenamt trifft auf studentische Ausstellung
Besonders anschaulich wird das diesjährige Motto im Dortmunder Hafen. Hier treffen Straße, Schiene und Wasser aufeinander. Mitten in diesem infrastrukturellen Knotenpunkt steht das Alte Hafenamt. Dessen Bau begann mit dem ersten Spatenstich zum Bau des Dortmunder Hafens 1895. Nach dreijähriger Bauzeit wurde das Gebäude eröffnet. Ralf Herbrich von der Unteren Denkmalbehörde hebt seine besondere Bedeutung hervor: „Wir haben hier ein historisch bedeutendes, einzigartiges Gebäude.“ Fast wäre das Gebäude in den 1950er Jahren abgerissen worden. Doch es blieb bestehen. Derzeit wird es nur für Trauung und Sitzung der Hafen AG genutzt. Ansonsten steht es leer.

Zum Tag des offenen Denkmals trifft die Geschichte des Gebäudes auf zeitgenössische Gestaltung. Studierende des Fachbereichs Design der Fachhochschule Dortmund präsentieren im Alten Hafenamt die Ausstellung „Aufbruch“. Darin setzen sie sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema auseinander. Einige entwickeln und sammeln beispielsweise Ideen dazu, wie das Hafenamt künftig genutzt und bespielt werden könnte.
Andere beschäftigen sich mit persönlichen Umbrüchen oder mit Unsicherheiten der Zukunft, etwa durch Krieg und Bedrohung. Eine weitere Gruppe widmet sich anlässlich des 200. Geburtstags der Fotografie intensiv dem Medium selbst. Zudem setzen sich Studierende kritisch mit der Kolonialgeschichte des Hafens auseinander.
So treffen im Hafenamt unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Ein Gebäude, das für die Entwicklung des Dortmunder Hafens und seiner Infrastruktur steht, wird zum Schauplatz junger gestalterischer Positionen über Veränderung, Bewegung und Zukunft. Das Denkmal dient damit nicht nur als Zeugnis der Vergangenheit, sondern zugleich als Raum für eine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung. Herbrich freut sich über dieses Zusammenspiel und kündigt einen ungewöhnlichen, künstlerisch inszenierten Anblick an. „Am Tag des offenen Denkmals werden Sie hier etwas sehen, was Sie diesem Ort nie wünschen: einen Wassereinbruch im Gebäude.“
Film Casino, Burg Husen und archäologische Ausgrabungen

Neben dem Alten Hafenamt gibt es zahlreiche weitere besondere Programmpunkte. Zu den Highlights gehört das seit dem Jahr 2000 leerstehende Film Casino am Ostenhellweg. Das ehemalige Lichtspielhaus ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
Erstmals dabei ist außerdem das ehemalige Hauptzollamt an der Hainallee. Das Gebäude ist ein markantes Zeugnis der Architektur der 1950er-Jahre und erinnert an die vielfältigen Aufgaben der Zollverwaltung, die von dort aus einst wahrgenommen wurden.
Im Südosten Dortmunds können Besucher*innen unter anderem die Evangelische Kirche St. Peter auf dem Syberg sowie erstmals die ehemalige Burg Husen erkunden. In Aplerbeck gibt es stündliche Führungen durch die romanische Georgskirche sowie ein historisches Kinderprogramm im Wasserschloss Haus Rodenberg.
Im Nordwesten stehen unter anderem die Kokerei Hansa, der neue Kokereipark und der Bahnhof Mooskamp im Mittelpunkt. In Mooskamp fällt bereits am Samstag, 12. September, um 17 Uhr, der offizielle Startschuss für den Dortmunder Denkmaltag.
Einige weitere Angebote sind erst nach Redaktionsschluss des gedruckten Programms hinzugekommen. Dazu gehören auch Führungen zu aktuellen archäologischen Ausgrabungen nahe dem Wasserschloss Haus Dellwig. Ein solcher Programmpunkt lasse sich nur schwer langfristig planen, erklärt Luther.
Verschiebungen hätten nun dazu geführt, dass die Grabungen zeitlich mit dem Tag des offenen Denkmals zusammenfallen. Besuche*innen bekommen dadurch einen seltenen Einblick in die Arbeit der Archäolog*innen sowie in die aktuellen Funde.
Für einige Führungen ist eine Anmeldung nötig
Für mehrere Veranstaltungen und Sonderführungen ist wegen begrenzter Kapazitäten eine vorherige Anmeldung erforderlich. Das gilt beispielsweise für das Film Casino, Führungen im Alten Hafenamt und den Skywalk auf PHOENIX-West. Auch die Führungen zu den archäologischen Ausgrabungen am Wasserschloss Haus Dellwig sind anmeldepflichtig.

Die Anmeldefrist läuft vom 24. August bis zum 10. September 2026. Buchungen sind montags bis donnerstags jeweils von 9 bis 14 Uhr telefonisch unter (0231) 952 965 83 oder per E-Mail an [denkmaltag@stefan-nies.de](mailto:denkmaltag@stefan-nies.de) möglich.
Die gedruckte Programmbroschüre liegt kostenlos unter anderem im Rathaus, in der Tourist-Information an der Kampstraße, in den Bezirksverwaltungsstellen, den DSW21-Kundencentern und in den Bibliotheken aus. Das aktuelle Programm sowie Ergänzungen und kurzfristige Änderungen veröffentlicht die Stadt unter dortmund.de/denkmaltag.
Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!
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Reaktionen
Tag des offenen Denkmals 2026: Emschergenossenschaft öffnet Türen in Dortmund – Lesung mit Daniel Schreiber, Silent Reading Party und Führungen im Pumpwerk Evinger Bach (PM)
Dortmund. „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. – so lautet das Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals. Am 12. und 13. September können Besucherinnen und Besucher Denkmale auf eine besondere Weise erleben. Die Emschergenossenschaft öffnet am Tag der bundesweiten und von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordinierten Kulturveranstaltung die Türen des Pumpwerks Evinger Bach für die Öffentlichkeit.
Im Vordergrund des diesjährigen Aktionstags steht die verbindende Kraft der Netzwerke, die sich sowohl in gebauten Infrastrukturen als auch in gesellschaftlichen Zusammenhängen zeigt. Netzwerke ermöglichen Austausch und Zusammenhalt. Sie vermitteln, Teil einer Gemeinschaft zu sein. In Form von gebauter Infrastruktur bilden sie die Grundlange für eine funktionierende Gesellschaft.
Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Emschergenossenschaft mit einem ausgewählten Programm im Pumpwerk Evinger Bach auf der Münsterstraße 272, Ecke Beethovenstraße in der Dortmunder Nordstadt: Am 12. September wird der renommierte Schriftsteller Daniel Schreiber zusammen mit Dr. Agnes Sawer (Kuratorische Leitung bei EGLV) über sein neues Buch „Liebe! Ein Aufruf“ sprechen. Daniel Schreibers Buch behandelt das Thema Liebe als politische und gesellschaftliche Kraft und zeigt anhand philosophischer und sozialhistorischer Beispiele, welche Möglichkeiten eine von Liebe geprägte Annäherung an die Welt eröffnet. Im Anschluss an die Lesung findet eine Silent Reading Party statt.
Dafür können eigene Bücher mitgebracht werden. Einen Büchertisch organisiert die Dortmunder Buchhandlung transfer.bücher und medien. Die Lesung beginnt um 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) und endet um 19 Uhr mit einem Get-Together bei Snacks und Getränken. Ab 20 Uhr schließt die Silent Reading Party das Programm ab. Die Veranstaltung ist kostenfrei und auf eine maximale Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Durch bergbauliche Senkungen floss der Evinger Bach in den 1920er-Jahren nicht mehr richtig ab. Behelfspumpwerke verhinderten das Versumpfen des umliegenden Geländes, bevor 1953 der Bau der heutigen Anlage erfolgte. Das Dortmunder Pumpwerk Evinger Bach sorgt für „trockene Füße“ in der Region. Mehr spannende Fakten zur Technik und baulichen Geschichte des Pumpwerks erhalten Besucher*innen in den 30-minütigen Führungen, die Mitarbeitende der Emschergenossenschaft am Sonntag (13.9.) zu jeder vollen Stunde zwischen 11 und 15 Uhr anbieten. Die Führungen sind ebenfalls kostenfrei und auf maximal 10 Teilnehmende beschränkt.
Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Besucher*innen das Pumpwerk über die Haltestelle Fredenbaumpark fußläufig in drei Minuten.
Tag des offenen Denkmals auf der Kokerei Hansa: Historische Netzwerke und neue Verbindungen erleben (PM)
Unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ lädt die Kokerei Hansa am Sonntag, 13. September, zum Tag des offenen Denkmals ein. Von 10 bis 16 Uhr erwartet die Besucher:innen ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen, Mitmachaktionen und spannenden Einblicken in die Geschichte und Entwicklung des Industriedenkmals.
Die Kokerei Hansa steht beispielhaft für das Zusammenspiel unterschiedlicher Netzwerke. 64 Jahre lang (1928–1992) stand sie im Zentrum der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie. Sie bezog Steinkohle von benachbarten Zechen, lieferte Koks an das Hüttenwerk Dortmunder Union, Nebenprodukte wie Teer, Benzol und Ammoniak an die chemische Industrie sowie Kokereigas an die Ruhrgas AG. Heute entstehen mit den Entwicklungen zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) Ruhrgebiet 2027 neue Verbindungen – zwischen Industriedenkmal, Natur und Stadtteil.
Zu jeder vollen Stunde bieten industriehistorische Führungen durch das Denkmal (letzter Rundgang um 15 Uhr) Einblicke in die Geschichte und Technik der ehemaligen Großkokerei und zeigen die Transformation vom Industriestandort zum Industriedenkmal. Der Rundgang führt vorbei an eindrucksvollen Maschinen und Produktionsanlagen und vermittelt anschaulich, wie auf der Kokerei einst Koks entstand. In der Kompressorenhalle kann nachempfunden werden, wie die gigantischen Maschinen zu Betriebszeiten arbeiteten. Ihre Aufgabe bestand darin, das im Verkokungsprozess entstandene Gas zu verdichten, um es in das städtische Ferngasnetz Dortmunds einzuspeisen. Ein besonderes Highlight der Führungen ist der Schaubetrieb eines historischen Kompressors, der in Bewegung gesetzt wird und die Technik der ehemaligen Großkokerei eindrucksvoll erlebbar macht.
Mit den Entwicklungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) Ruhrgebiet 2027 entstehen an der Kokerei Hansa auch neue Verbindungen in den Stadtteil: Eine neue Parkanlage entsteht auf der nördlichen, zwischenzeitlich abgeräumten ehemaligen Betriebsfläche der Kokerei Hansa mit verschiedenen Aufenthaltsbereichen und Angeboten für Sport, Spiel und Erholung. Während der Gartenschau wird der Kokereipark zum eintrittspflichtigen Ausstellungsbereich gehören, danach wird die neue Grünanlage kostenlos für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Brücke Haldensprung und ein neuer Haupteingang vernetzen das Industriedenkmal städtebaulich besser mit seinem Umfeld und schaffen zusammen mit dem Park eine dauerhaft besondere öffentliche Verbindung für Freizeit und Erholung.
In zwei ca. zweistündigen Rundgängen über das Gelände wird das Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund die Planungen und die aktuellen Bauprojekte im Kokereipark vorstellen. Start ist um 10:00 Uhr und um 12:30 Uhr jeweils am Infopunkt der Kokerei. Die Führungen verlaufen teils direkt durch die Baustellenbereiche und sind nicht barrierefrei, festes Schuhwerk ist daher Voraussetzung für eine Teilnahme.
Ein fester Bestandteil am Tag des offenen Denkmals auf der Kokerei Hansa ist auch in diesem Jahr das Programm der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Die Eröffnung findet traditionell um 12 Uhr in der Kompressorenhalle mit Musik der Schülerinnen und Schüler statt. Anschließend präsentieren sie bis 15 Uhr ihre Projekte und laden mit kreativen Mitmachaktionen zum Entdecken und Mitmachen ein. Seit über 20 Jahren besteht diese Kooperation und zeigt, wie das Industriedenkmal als außerschulischer Lernort Geschichte lebendig vermittelt und junge Menschen für das industrielle Erbe begeistert.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Der Biergarten auf der Kokerei Hansa lädt die Besucher:innen zum Verweilen ein und bietet Gelegenheit, den Tag des offenen Denkmals in besonderer Industriekulisse ausklingen zu lassen.
Der Eintritt am Tag des offenen Denkmals ist frei, alle Angebote sind kostenlos.
Tag des offenen Denkmals 2026 auf der Kokerei Hansa
Öffnungszeiten: 10 bis 16 Uhr
Programm
– Zu jeder vollen Stunde: Industriehistorische Führungen zum Denkmal (letzter Start um 15 Uhr)
– 10:00 Uhr und 12:30 Uhr: Führungen der Stadt Dortmund durch den Kokereipark „Die IGA 2027 sät Zukunft: Früher Koks, bald Park“ (Dauer ca. zwei Stunden)
– 12 bis 15 Uhr: Vielfältiges Programm und Mitmachaktionen der Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule
Adresse: Kokerei Hansa, Emscherallee 11, 44369 Dortmund
Weitere Informationen zum Standort und zum Programm der Stiftung: http://www.industriedenkmal-stiftung.de
Jetzt schnell sein: Letzte Chancen für Führungen beim Tag des offenen Denkmals in Dortmund Einiges schon ausgebucht – Was ist in welchem Stadtteil los? (PM)
50 Orte und noch mehr Programm beim Tag des offenen Denkmals: Manche Führungen, für die man sich vorher anmelden muss, sind bereits ausgebucht. Doch es gibt es gibt noch viele Alternativen. Die meisten Angebote benötigen keine Anmeldung.
Dortmund ist von Anfang an mit dabei – schon zum 33. Mal macht Dortmund beim Tag des offenen Denkmals mit – diesmal am Samstag und Sonntag (12. und 13. September). Das bundesweite Motto ist: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Dabei stehen historische Verbindungen aus den Bereichen Versorgung, Verkehr und Kommunikation besonders im Fokus.
Das umfangreiche Programm, aktuelle Updates und Änderungen, Anmeldemöglichkeiten – all das ist jederzeit auffindbar unter dortmund.de/denkmaltag. Die meisten Programmpunkte benötigen keine Anmeldung. Zu dem vielfältigen Programm zählen neben Führungen, Konzerten sowie einer Rad- und Bustour auch Angebote für Kinder, eine Lesung und eine Ausstellung Design-Studierender. Die Eröffnung mit Oberbürgermeister Alexander Kalouti im Nahverkehrsmuseum Mooskamp ist eine öffentliche Veranstaltung, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Beginn ist 17 Uhr.
Schon ausgebucht oder noch verfügbar?
Bereits ausgebucht sind der Skywalk auf PHOENIX West (Programmpunkt Nr. 11), Führungen im Westfalenpark mit Besichtigung des Florianturms sowie die Führungen durch das Film Casino (Nr. 37).
Noch wenige freie Plätze gibt es bei diesen anmeldepflichtigen Angeboten:
– Samstag: Familiengerechte Technikführung unter der Leitung der Denkmalpflegerin Dr. Alexandra Apfelbaum inklusive Fahrt mit der vollautomatisch gesteuerten Großkabinen-Hängebahn an der Universität (Nr. 17)
– Samstag & Sonntag: Begehung des Alten Hafenamtes mit dem Denkmalpfleger Ralf Herbrich inklusive Besichtigung der multimedialen Kunstausstellung „AUFBRUCH. HAFENAMT. DORTMUND“ (Nr. 21)
– Sonntag: Bustour mit einem historischen Linienbus durch Teile der Dortmunder Kirchenlandschaft (Nr. 2)
Besichtigung der ansonsten nicht zugänglichen Akademie in der Hörder Burg (Nr. 9)
– Sonntag: Kinder-Techniktour inklusive Seil- und Kleinbahnfahrten im Westfalenpark mit Dr. Alexandra Apfelbaum von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Dortmund (Nr. 28)
– Sonntag: Führung „Stadtkern – Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Dortmunder Innenstadt“ unter der Leitung des Denkmalpflegers Hendrik Gödecker (Nr. 38)
– Samstag & Sonntag: Führungen zur Ausgrabung einer spätkaiserzeitlichen Ansiedlung bei Haus Dellwig mit Dr. Eva Cichy, Wissenschaftliche Referentin beim LWL, und Tobias Zacharias von der Stadtarchäologe Dortmund (ohne Nr.): Nach einer kleinen Sondierungsgrabung 2024 wird dort eine größere Fläche auf einem Acker bei Haus Dellwig untersucht. Bereits bei der ersten Sondierung kamen Befunde zutage, die vermutlich in die spätkaiserliche Zeit der Römer datieren. Diese Epoche umfasst etwa das 3. bis frühe 5. Jahrhundert n. Chr. und markiert die letzte Phase der römischen Kaiserzeit. Zu den Funden zählen ein Brunnen mit römischen Tonscherben. Ein nicht alltäglicher Fund war der Überrest eines Töpferofens mit Fehlbränden, die in einer Grube entsorgt worden waren. Dieser Komplex zeigt gut den Prozess des Töpferhandwerks und veranschaulicht sowohl den Erfolg sowie als auch das Scheitern des Herstellungsprozesses.
Die Anmeldungen laufen über das Denkmaltag-Orgateam und müssen bis spätestens 10. September eintreffen – entweder per E-Mail: denkmaltag@stefan-nies.de oder unter der Telefonnummer 0231 / 95296583 (Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 14 Uhr).
Kostenfreie Highlights auf der Kokerei Hansa und im Zukunftsgarten
An der Kokerei Hansa von 10 bis 16 Uhr erwartet die Besucher*innen ein abwechslungsreiches Programm. Die Kokerei Hansa steht beispielhaft für das Zusammenspiel unterschiedlicher Netzwerke. 64 Jahre lang (1928–1992) stand sie im Zentrum der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie. Sie bezog Steinkohle von benachbarten Zechen, lieferte Koks an das Hüttenwerk Dortmunder Union, Nebenprodukte wie Teer, Benzol und Ammoniak an die chemische Industrie sowie Kokereigas an die Ruhrgas AG.
Zu jeder vollen Stunde bieten industriehistorische Führungen durch das Denkmal (letzter Rundgang um 15 Uhr) Einblicke in die Geschichte und Technik der ehemaligen Großkokerei und zeigen die Transformation vom Industriestandort zum Industriedenkmal. Der Rundgang führt vorbei an eindrucksvollen Maschinen und Produktionsanlagen und vermittelt anschaulich, wie auf der Kokerei einst Koks entstand.
In der Kompressorenhalle kann nachempfunden werden, wie die gigantischen Maschinen zu Betriebszeiten arbeiteten. Ihre Aufgabe bestand darin, das im Verkokungsprozess entstandene Gas zu verdichten, um es in das städtische Ferngasnetz Dortmunds einzuspeisen. Ein besonderes Highlight der Führungen ist der Schaubetrieb eines historischen Kompressors, der in Bewegung gesetzt wird und die Technik der ehemaligen Großkokerei eindrucksvoll erlebbar macht.
Mit den Entwicklungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) Ruhrgebiet 2027 entstehen an der Kokerei Hansa auch neue Verbindungen in den Stadtteil: Eine neue Parkanlage entsteht auf der nördlichen, zwischenzeitlich abgeräumten ehemaligen Betriebsfläche der Kokerei Hansa mit verschiedenen Aufenthaltsbereichen und Angeboten für Sport, Spiel und Erholung.
Während der Gartenschau wird der Kokereipark zum eintrittspflichtigen Ausstellungsbereich gehören, danach wird die neue Grünanlage kostenlos für die Öffentlichkeit freigegeben. In zwei ca. zweistündigen Rundgängen über das Gelände wird das Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund die Planungen und die aktuellen Bauprojekte im Kokereipark vorstellen. Start ist um 10 Uhr und um 12:30 Uhr jeweils am Infopunkt der Kokerei. Die Führungen verlaufen teils direkt durch die Baustellenbereiche und sind nicht barrierefrei, festes Schuhwerk ist daher Voraussetzung für die Teilnahme.