Zum„Tag gegen Lärm“: So setzt das Umweltamt Maßnahmen für ein leiseres Dortmund um

Lärmaktionsplan als Grundlage für weniger Verkehrslärm in der Stadt

Luftbild Dortmund
Lärm gehört zu den häufigsten Umweltbelastungen in Städten, in Dortmund ist der Straßenverkehr eine der Hauptquellen. Foto: depositphotos.com

Lärm ist belastend und kann krank machen. Darauf macht der jährliche „Tag gegen Lärm“ aufmerksam, der in diesem Jahr am 29. April stattfindet. In Dortmund wurden bereits verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung umgesetzt. Die Stadt arbeitet weiterhin intensiv daran, die Bürgerinnen und Bürger vor Lärm zu schützen und die Belastung zu senken.

Lärmaktionsplan als Grundlage für weniger Verkehrslärm

Lärm gehört in Städten zu den häufigsten Umweltproblemen und wirkt sich direkt auf Gesundheit aus. In Dortmund entsteht ein großer Teil der Lärmbelastung durch den Straßenverkehr. Den diesjährigen „Tag gegen Lärm“ nimmt das Umweltamt der Stadt Dortmund zum Anlass, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und bestehende Maßnahmen zur Lärmminderung zu erläutern.

„Lärm kann die Gesundheit beeinträchtigen und die Lebensqualität mindern. Mit gezielten Maßnahmen wollen wir die Belastung spürbar senken und Dortmund zu einer gesünderen und lebenswerteren Stadt machen“, sagt Viola Schulze Dieckhoff, Leiterin des Geschäftsbereichs Klima, Luft und Lärm im Umweltamt der Stadt Dortmund.

Grundlage ist der aktuelle Lärmaktionsplan, der vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen wurde. Der Schwerpunkt liegt auf dem Straßenverkehr als größte Lärmquelle. Geringere Geschwindigkeiten mit einer gleichzeitigen Anpassung der Ampelanlagen sollen den Verkehrslärm reduzieren und zugleich Schadstoffemissionen senken. Der Plan legt auch ruhige Gebiete wie Parks und Grünanlagen fest. Diese sind wichtig für Erholung und Gesundheit und sollen für möglichst viele Menschen gut erreichbar sein.

Stadt setzt auf Temporeduzierung und Schallschutzförderung

Bereits eingeführt hat die Stadt Dortmund Geschwindigkeitsreduzierungen, etwa auf Tempo 30, auf einigen Hauptverkehrsstraßen, so auf der Märkischen Straße, Willem-van-Vloten-Straße und Faßstraße. Weitere folgen schrittweise.

Geschwindigkeitsreduzierungen, etwa auf Tempo 30, wurden auf einigen Hauptverkehrsstraßen bereits eingeführt. Foto: Karsten Wickern für nordstadtblogger.de

Menschen, die an stark befahrenen Straßen leben, können sich außerdem den Einbau von Schallschutzfenstern fördern lassen. Das Förderprogramm hilft besonders dort, wo Lärm nicht direkt an der Quelle reduziert werden kann, beispielsweise dort wo Temporeduzierungen nicht möglich sind.

Beim Einbau schallgedämmter Fenster und Lüfter übernimmt das Umweltamt bis zu 75 Prozent der Kosten. Welche Gebäude für eine Förderung infrage kommen, kann online über dortmund.de geprüft werden.

Dortmund hat einen Beirat zur Lärmminderung

Der Beirat zur Lärmminderung begleitet die Überarbeitung des Lärmaktionsplans, die in den nächsten Jahren ansteht. Der Beirat wurde nach der Kommunalwahl neu besetzt.

In dem Gremium diskutieren die Mitglieder die Inhalte und Maßnahmen des Lärmaktionsplans. Vertreten sind dabei Personen aus den Ratsfraktionen, Verbänden aus den Bereichen Mobilität, Umwelt, Wirtschaft und Wohnen sowie Fachleute aus Gesundheit und Immissionsschutz. Die erste öffentliche Sitzung ist für den 8. Juni 2026 geplant.

Auch Bürgerinnen und Bürger können zur Lärmminderung beitragen. Wer das Auto häufiger stehen lässt, reduziert Lärm und Abgase und damit die Belastung für Anwohnende.

Unterstütze uns auf Steady

Reaktion schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert