Neue Spielzeit am Schauspiel Dortmund, KJT und Akademie für Theater und Digitalität

Spielpläne 2026/27 setzen verstärkt auf neue Räume und Perspektiven

Gruppenbild des Schauspiel Ensembles
Auf dem Spielplan 2026/2027 des Schauspiel Dortmund stehen acht Premieren zwischen Kokerei Hansa, neuer Raumbühne im ehemaligen C&A-Gebäude und der Internationalen Gartenausstellung 2027 . Foto: Jan Philip Welchering

Das Theater Dortmund hat die Spielpläne für die Saison 2026/2027 vorgestellt. Schauspiel Dortmund, Kinder- und Jugendtheater (KJT) sowie die Akademie für Theater und Digitalität setzen jeweils eigene Schwerpunkte. Im Zentrum stehen neue Spielorte, gesellschaftliche Fragestellungen und digitale Entwicklungen. Die Programme reichen von klassischen Stoffen bis hin zu experimentellen Formaten.

Schauspiel Dortmund: Stadtraum, Machtfragen und neue Spielorte

Das Schauspiel Dortmund stellt seine Spielzeit unter das Leitmotiv eines sich wandelnden Heimatbegriffs. Schauspielintendantin Julia Wissert erklärt dazu: „Heimat ist kein gegebener Zustand, sondern eine Aushandlung“. Die neue Spielzeit des Schauspiel Dortmund versteht die Interimszeit als Bewegung durch die Stadt selbst und nutzt unterschiedliche Orte wie das Schauspielhaus, die Kokerei Hansa und die neue Raumbühne im ehemaligen C&A-Gebäude. Insgesamt sind fünf Premieren, zwei Wiederaufnahmen sowie ein erweitertes Rahmenprogramm vorgesehen.

Außenansicht des Gebäudes am Ostenhellweg
Der frühere Standort von C&A am Ostenhellweg soll die Interimsspielstätte des Schauspiels werden. Foto: Anja Cord für Nordstadtblogger.de

Im September 2026 eröffnet die Spielzeit im Studio im Schauspielhaus mit Einar Schleefs „Salome“ in der Regie von Regieassistentin Madita Scülfort. Die Inszenierung richtet den Blick aus der Perspektive der Mutter Herodias auf Themen wie Körper, Begehren und Macht. Parallel baut das Schauspiel Dortmund seine inklusive Theaterpraxis weiter aus und intensiviert Kooperationen mit inklusiven Künstler:innen sowie Expert:innen für Barrierefreiheit unter dem Titel „Theater für Viele“. Mit „Studio Hurra!“ entsteht zudem ein zweistufiges Residency-Programm für inklusive künstlerische Praxis, dessen Ergebnisse Ende November 2026 in einer Werkschau präsentiert werden.

Im November 2026 wird die Kokerei Hansa mit Bertolt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ in der Regie von Ariane Kareev zu einem zentralen Spielort der ersten Spielzeithälfte. Die Inszenierung mit dem Ensemble des Schauspiel Dortmund setzt sich mit ökonomischer Gewalt, Moral und Verantwortung auseinander und bezieht auch Zirkusartistik sowie den Sprechchor Dortmund ein. Die Industriearchitektur von Waschkaue und Kompressorenhalle wird dabei selbst zum Spielraum. Bereits im Oktober kehrt zudem „Die Dreigroschenoper“ in der Regie von Julia Wissert ins Salzlager zurück und vertieft das Thema Ökonomie und Macht.

Die neue Raumbühne im ehemaligen C&A-Gebäude wird als zusätzlicher Spielort für zeitgenössisches Erzählen im Stadtraum eröffnet. Den Auftakt macht „Die blutige Kammer“ nach Angela Carter in der Regie von Julia Wissert, in der Märchen als ursprüngliche Ordnungen von Welt und Bilder von Angst, Begehren und Kontrolle neu verhandelt werden. Die Bearbeitung von Şeyda Kurt überführt diese Stoffe in eine zeitgenössische theatrale Form. Im weiteren Verlauf der Saison folgen weitere Produktionen sowie das „Sommernacht Festival“ im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027.

Kinder- und Jugendtheater: Neue Perspektiven und bekannte Stoffe

„Alles bleibt erstaunlich“ beschreibt die Haltung des Kinder- und Jugendtheaters Dortmund für die Spielzeit 2026/2027, Geschichten nicht als fertige Antworten zu verstehen, sondern als Einladung, die Gegenwart immer wieder neu zu betrachten. Die Saison verbindet große Erzählstoffe mit neuen Perspektiven und gesellschaftlichen Bezügen und fragt danach, wie Theater Räume schaffen kann, in denen Welt gemeinsam neu wahrgenommen wird.

Gruppenbild des KJT Ensembles
Das KJT zeigt in der neuen Spielzeit „Geschichten, die uns anders sehen lassen und neue Perspektiven eröffnen“. Foto: Jan Philip Welchering

Die Spielzeit beginnt im Nahen, in Familien, Erinnerungen und biografischen Brüchen. Die Uraufführung „Oma Monika – was war?“ von Milan Gather in der Regie von Antje Siebers thematisiert beginnende Demenz aus kindgerechter Perspektive und stellt Fragen nach Erinnerung, Verlust und familiärer Veränderung. Mit „Hänsel und Gretel“ sowie „Die Odyssee“ werden bekannte Stoffe in die Gegenwart übertragen und aus heutigen Lebensrealitäten neu betrachtet – mit Fokus auf Orientierung, Zusammenhalt und sich wandelnde Perspektiven.

Mit „Miau. Oder wir könnten es so schön haben“ nach Motiven von Erich Kästners „Die Konferenz der Tiere“ setzt das KJT zudem auf eine neue Handschrift: Ensemblemitglied Sar Adina Scheer übernimmt hier erstmals die Regie. Darüber hinaus entsteht mit „Oh, schöne neue Welt“ ein multimediales Projekt, das im Rahmen der IGA 2027 auf der Kokerei Hansa entsteht und die Frage stellt, wie Zukunft überhaupt bewohnbar bleiben kann.

Ein wichtiger Bestandteil der Spielzeit sind partizipative Formate. Das Projekt „Superkraft: Migrakind!“ unter der Leitung von Regieassistentin Israa Habasch thematisiert Mehrsprachigkeit und Identität. Auch der Jugendclub bringt eine eigene Produktion auf die Bühne. Auch ausgewählte Produktionen aus dem Repertoire kehren zurück und ergänzen die neue Saison, darunter das beliebte Theatererlebnis „Wir Tiere“ in Koproduktion mit JuBB, „Käpten Knitterbart und seine Bande“, „Job Safari“ und „Super – der Markt für alle“.

Akademie für Theater und Digitalität: Kunst, KI und neue Interaktionen

In der Spielzeit 2026/27 begreift die Akademie für Theater und Digitalität digitale Transformation nicht ausschließlich als technologische Entwicklung, sondern explizit als künstlerisches Handlungsfeld. In Zusammenarbeit mit lokalen, nationalen und internationalen Partner:innen entstehen Projekte, die künstlerische Praxis, technologische Entwicklung und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verbinden.

Choreografin posiert auf Treppe
Künstlerin und Choreografin Silke Grabinger Foto: SILK

Das dreijährige Projekt „[Who] Rules To Encounter“ untersucht, wie Begegnungen mit humanoiden Robotern künftig ästhetisch, ethisch und körperlich erfahrbar gemacht werden können. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Choreografin Silke Grabinger, Tänzer:innen des NRW Juniorballett und des JugendTanzTheater (beide am Theater Dortmund) sowie Studierenden und inklusiven Gruppen entstehen neue Formen der Interaktion, die mithilfe generativer KI analysiert und weiterentwickelt werden und zugleich Grundlage neuer choreografischer Ansätze sind.

Parallel wird der Prozess durch Forschende aus Dortmund (Fraunhofer IML), Wien (TU Wien) und Linz (JKU Linz) begleitet. Aus der Verbindung von künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion entstehen Performances, die Begegnungen mit humanoider Robotik sinnlich erfahrbar machen und grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Technologie aufwerfen.

Vor dem Hintergrund zunehmend digitaler und hybrider Erfahrungsräume richtet sich die Akademie für Theater und Digitalität stärker auf datenbasierte Innovationsprozesse sowie die Erforschung der Beziehungen zwischen Mensch und KI-gestützten Systemen aus. Im Horizon-Europe-Projekt „EXCENTRIC“ wird gemeinsam mit den Dortmunder Philharmonikern untersucht, wie das Publikum stärker in die darstellenden Künste einbezogen werden kann, indem ko-kreative Aufführungsformate entstehen, in denen Publikumsbeiträge den Verlauf von Live-Musik und Theater mitgestalten und Daten als künstlerisches Material genutzt werden. Dafür wird ein prototypischer Ansatz entwickelt, bei dem KI-gestützt Publikumsdaten in Echtzeit in musikalische Parameter übersetzt und in kompositorische Prozesse einfließen.

Mehr Informationen:

  • Abonnements für die neue Spielzeit können ab dem 21. April 2026 im Abo-Service im Kundencenter gebucht werden. Der reguläre Vorverkauf für Einzelkarten beginnt am 30. Juni 2026 um 10 Uhr. Abonnent:innen können bereits ab dem 16. Juni 2026 Karten erwerben, die Theatercard ist ab dem 23. Juni 2026 erhältlich.
  • Das Programm von Schauspiel und KJT Dortmund gibt es auch unter: schauspiel.theaterdo.de und kjt.theaterdo.de.

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Reaktionen

  1. Der Sonntagskrimi wird Theater: Premiere von „Dortmunder Tatort“ im Institut (PM)

    Aufregung, Gemeinsamkeit und ein Mord. Oder doch nicht? Mit „Dortmunder Tatort“ bringt Linda Fisahn eines der bekanntesten Rituale der deutschen Populärkultur auf die Bühne. Gemeinsam mit Ensemblemitglied Roberto Romeo verwandelt sie den Sonntagskrimi in einen Theaterabend voller Herz, Humor und Spannung. Die Premiere findet am Freitag, 26. Juni 2026, um 20 Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund statt.

    Nach ihren gefeierten Inszenierungen „Hurra, Romeo und Julia! Die Szene mit der Leiche, die habe ich gelöscht“ und „Sommernachtstraum. Oder was immer dich durch die Nacht bringt“ präsentiert Linda Fisahn ihre dritte Arbeit am Schauspiel Dortmund. Mit ihrem ganz besonderen „Dortmunder Tatort“ schafft sie eine ebenso liebevolle wie überraschende Annäherung an ein Format, das Generationen verbindet.

    Wenn der Fernsehabend zur Live-Erfahrung wird

    Was macht die Faszination des Tatorts aus? Ist es die Suche nach der Wahrheit, das Miträtseln oder das gemeinsame Schauen? „Dortmunder Tatort“ nimmt genau diese Fragen in den Blick und überträgt das vertraute Ritual in den Theaterraum. Verdachtsmomente entstehen, Spuren tauchen auf und immer wieder nimmt die Geschichte unerwartete Wendungen. Dabei geht es nicht nur um Spannung, sondern auch um Gemeinschaft. Aus dem bekannten Fernsehabend wird ein unmittelbares Bühnenerlebnis, das das Publikum zum Mitfiebern einlädt und die besondere Atmosphäre des gemeinsamen Erlebens feiert.

    Das Team hinter dem Fall

    Für die Inszenierung arbeitet Linda Fisahn erneut mit Ensemblemitglied Roberto Romeo zusammen. Dramaturgisch begleitet wird die Produktion von Cosima Schubert. Die künstlerische Produktionsleitung für Access und Inklusion übernimmt Frauke Becker. Linda Fisahn arbeitet seit vielen Jahren in inklusiven künstlerischen Kontexten und prägt seit 2024 die Arbeit am Schauspiel Dortmund mit. „Dortmunder Tatort“ ist ihre dritte Regiearbeit am Haus.

    Termine und Tickets

    Die Premiere am Freitag 26. Juni 2026 ist bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen finden am Samstag, 4. Juli 2026, sowie am Samstag, 11. Juli 2026, jeweils um 20 Uhr im Institut statt. Karten sind im Kundencenter des Theater Dortmund, telefonisch unter 0231 50 27222 sowie online erhältlich.

  2. Neue Reihe „Unboxing Schauspiel“ eröffnet Einblicke in die Spielzeit 2026/27 – Lesungen, Gespräche und Begegnungen bringen das Schauspiel Dortmund im Juli in den Stadtraum (PM)

    Mit „Unboxing Schauspiel“ startet das Schauspiel Dortmund am Donnerstag, 2. Juli 2026, eine neue Veranstaltungsreihe. Bis zum 16. Juli laden Lesungen, Gespräche und Begegnungen dazu ein, erste Produktionen und künstlerische Handschriften der Spielzeit 2026/27 kennenzulernen. Die Reihe macht das Schauspiel im öffentlichen Raum sichtbar, eröffnet neue Perspektiven auf die kommende Spielzeit und schafft Gelegenheiten zum Austausch zwischen Ensemble, Regieteams, Publikum und Stadtgesellschaft.

    Der Titel ist Programm: Wie beim Auspacken eines Pakets öffnet sich das Schauspiel Schritt für Schritt und gibt Einblicke in Stoffe, Ideen und Arbeitsweisen der kommenden Spielzeit. Im Mittelpunkt stehen erste Begegnungen mit Texten, Regiekonzepten und den Künstler*innen, die sie auf die Bühne bringen – lange bevor die Produktionen Premiere feiern.

    Vier Termine, vier Ausblicke auf die neue Spielzeit

    Den Auftakt bildet am Donnerstag, 2. Juli um 19.00 Uhr, im domicil eine Lesung aus Dorota Masłowskas Roman „Im Paradies“. Vier Ensemblemitglieder geben einen ersten Vorgeschmack auf die Inszenierung von Regisseurin Jasmin Johann. Im anschließenden Gespräch berichtet sie über ihre künstlerische Annäherung an den Stoff.

    Am Donnerstag, 9. Juli um 19.00 Uhr, widmet sich die Reihe im Kaleidoskop mit „Aesthetics of Access“ inklusiven Arbeitsweisen. Regisseurin Linda Fisahn, die Ensemblemitglieder Ekkehard Freye und Roberto Romeo sowie Diversitätsmanagerin Ella Steinmann sprechen über die Produktionen „Hurra, Romeo und Julia! – Die Szene mit der Leiche habe ich gelöscht“ und „Dortmunder Tatort“, ihre Zusammenarbeit sowie inklusive Angebote der Spielzeit 2026/27.

    Mit einer Lesung aus Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ geht es am Mittwoch, 15. Juli um 19.00 Uhr, im Café Plus weiter. Gemeinsam mit dem Publikum gibt das künstlerische Team Einblicke in eine queere, zeitgenössische Lesart des Klassikers und die Inszenierung, die in der kommenden Spielzeit im Zukunftsgarten der IGA auf der Kokerei Hansa zu sehen sein wird.

    Den Abschluss bildet am Donnerstag, 16. Juli um 18.00 Uhr, beim Migrantinnenverein e. V. eine Lesung aus „Salome“ von Einar Schleef nach Oscar Wilde. Das Ensemble präsentiert Auszüge aus der Neudeutung des Stoffes, bevor Regisseurin Madita Scülfort ihre Konzeption und einen Ausblick auf die Premiere am 20. September 2026 im Studio vorstellt.

    Tickets und Infos

    Der Eintritt ist frei. Alle Termine, Veranstaltungsorte und weitere Informationen gibt es auf der Website des Theater Dortmund.

  3. Wenn Erinnerung zur Stimme wird – „Ghost Stories“: Lesung mit dem Sprechchor Dortmund und Rose Lohmann (PM)

    Wie lässt sich von einem Verlust erzählen, der sich jeder Sprache entzieht? Mit „Ghost Stories“ hat Siri Hustvedt ein Buch geschrieben, das genau dieser Frage nachgeht. Am 3. und 10. Juli bringt das Schauspiel Dortmund den Text als Lesung mit dem Sprechchor Dortmund sowie Ensemblemitglied Rose Lohmann ins Institut des Schauspiel Dortmund. In einer Verbindung aus Lesung, Chor und Gesang entsteht eine vielstimmige Annäherung an Erinnerung, Trauer und die Kraft der Sprache.

    Ein literarisches Mosaik über Verlust und Liebe

    „Ghost Stories“ entstand nach dem Tod von Hustvedts Ehemann, dem Schriftsteller Paul Auster. Aus Tagebuchaufzeichnungen, Briefen, Erinnerungen, Essays und Notizen formt sie ein persönliches Mosaik über die letzten gemeinsamen Monate. Neben ihren eigenen Texten enthält das Buch auch Briefe Paul Austers sowie Fragmente seines letzten, unvollendeten Manuskripts.

    Die Inszenierung überträgt diese Vielstimmigkeit auf die Bühne. Intime Brief- und Tagebuchpassagen werden in solistischen Lesungen erfahrbar, während der Dortmunder Sprechchor einzelne Gedanken aufnimmt und in gemeinsame Sprachräume übersetzt. Zwischen individueller Erinnerung und kollektiver Stimme entsteht eine poetische Komposition aus Sprache und Gesang.

    Ein Raum für gemeinsame Erinnerung

    Hustvedts Reflexionen über Trauer, die Materialität von Erinnerung und die Erfahrung, dass geliebte Menschen in ihrer Abwesenheit gegenwärtig bleiben, entfalten dabei eine besondere Kraft. „Ghost Stories“ lädt dazu ein, Literatur als Resonanzraum zu erleben – einen Ort, an dem persönliche Erfahrungen geteilt und gemeinsam erinnert werden können.

    Tickets und Termine

    „Ghost Stories“ findet am 3. und 10. Juli jeweils um 20.00 Uhr im Institut des Schauspiel Dortmund statt. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Theater Dortmund unter http://www.theaterdo.de. Tickets sind erhältlich im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, telefonisch unter 0231 / 50-27222 sowie unter http://www.theaterdo.de.

  4. Das Ruhrgebiet spricht – Miteinander sprechen statt übereinander. Anmeldung zum Dialogevent bis zum 7. Juli noch möglich (PM)

    Muss es wieder eine Wehrpflicht geben? Wird KI unser Leben verbessern? Was macht dir Mut? – Vier Ruhrgebietsstädte laden zum Gespräch ein mit jemandem, den man noch nicht kennt. Die Vier-Augen-Gespräche von „Das Ruhrgebiet spricht“ findet am 11. Juli von 11.00 bis 12.30 Uhr in 4 verschiedenen Ruhrgebietsstädten statt. Es ist ein gemeinsames Projekt der evangelischen City- und Stadtkirchen in Bochum, Duisburg, Essen und Dortmund (in Kooperation mit der Diakonie und dem Theater Dortmund).

    Raus aus der eigenen Blase, rein in einen aufrichtigen Austausch. Darauf will die Initiative Lust machen. „Wie oft reden wir wirklich mit jemandem, den wir nicht kennen und der anders denkt als wir?“, fragen die Initiatoren. „Das Ruhrgebiet spricht“ macht genau das möglich: Es fördert ehrliche Gespräche zwischen Menschen, die sich nicht kennen und unterschiedliche Meinungen vertreten. Dabei geht es nicht darum, zu überzeugen, sondern eine andere Sicht kennen zu lernen. „Zuhören verbindet – und Verständigung ist möglich“, so die Überzeugung der Projektverantwortlichen.

    Die Teilnahme ist bewusst einfach gehalten: Ein paar kurze Fragen online beantworten, wie man zu wichtigen Fragen und Themen unserer Zeit steht: von Sicherheit in der eigenen Stadt über den Wohnungsmarkt bis zu Klimawandel und KI. Ein intelligenter Algorithmus findet anschließend die Person, mit der die spannendste Unterhaltung zu erwarten ist, weil sie anders „tickt“.

    Das persönliche Eins-zu-eins-Gespräch findet dann in den vier größten Städten des Ruhrgebiets statt. An öffentlichen Orten, unter vier Augen und doch zusammen. Vorkenntnisse oder Vorbereitung sind nicht nötig, außer sich offen und unvoreingenommen auf ein echtes Gespräch einzulassen. In Dortmund wird die Veranstaltung gemeinsam von der Stadtkirche St. Reinoldi, dem Theater Dortmund und der Diakonie Dortmund als Kooperationsprojekt realisiert.

    Die Gespräche finden an den nachfolgenden zentralen öffentlichen Orten statt – wobei sich natürlich auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Städten und Kommunen des Ruhrgebiets anmelden können:

    – Bochum: rund um die Pauluskirche in der Innenstadt
    – Dortmund: auf dem Opernvorplatz des Theaters Dortmund
    – Duisburg: auf der Wiese hinter der Salvatorkirche
    – Essen: rund um die Marktkirche in der Innenstadt

    Dass das Projekt berührt, zeigen die Stimmen derer, die bei der Premiere 2025 dabei waren: „Ich habe mit einer Person gesprochen, die ich sonst nie getroffen hätte. Das war total bereichernd, weil es meinen Kosmos erweitert hat.“ – Eine andere Teilnehmerin berichtet: „Die Zeit verging wie im Flug, wir hätten noch viel länger sprechen können. Das hätte ich nicht gedacht.“ – Und: „Ich habe gemerkt, wie sehr wir in unserer eigenen Bubble stecken und wie gut der Austausch über Stadtgrenzen hinweg ist, um Demokratie zu leben.“ – „Wir freuen uns über die große Unterstützung von starken Partnern aus der gesamten Region, die dieses Projekt überhaupt erst ermöglichen. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass starke Verbindungen zwischen den Menschen im Ruhrgebiet entstehen und der Dialog unsere Gesellschaft stärkt“, so die Organisatoren des Projekts.

    Anmeldung und weitere Informationen

    Die Anmeldung ist noch bis zum 7. Juli einfach online möglich. Teilnehmen können alle Personen ab einem Alter von 16 Jahren. Alle Details und der Link zur Registrierung stehen auf der Homepage dasruhrgebietspricht.de

  5. Zwischen Erinnern und Vergessen: „OMA MONIKA – WAS WAR?“ eröffnet die Spielzeit 2026/2027 des KJT – Regisseurin Antje Siebers inszeniert ein Stück über Demenz, Familie und die Geschichten, die ein Leben prägen

    Wenn Erinnerungen verblassen, bleiben gemeinsame Geschichten. In „OMA MONIKA – WAS WAR?“ erzählt das Kinder- und Jugendtheater Dortmund von der besonderen Beziehung zwischen Balthasar und seiner Oma Monika, die sich gemeinsam auf die Suche nach den Geschichten eines bewegten Lebens machen. Mit der Inszenierung von Antje Siebers eröffnet das Kinder- und Jugendtheater Dortmund am Freitag, 4. September 2026, seine Spielzeit 2026/2027. Das Stück für Zuschauer*innen ab acht Jahren feiert um 19 Uhr Premiere im Sckelly.

    Zwischen Vergessen und Erinnern

    Jeden Nachmittag verbringt Balthasar die Zeit bis zum Feierabend seiner Eltern bei seiner Oma Monika. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Doch als Balthasar eines Abends zum ersten Mal bei ihr übernachtet, bemerkt er, wie sehr sich seine Oma verändert hat. Worte kommen nur noch langsam, manche Erinnerungen scheinen verloren zu gehen.
    Gemeinsam begeben sich Enkel und Großmutter auf die Suche nach Monikas Vergangenheit. Wer war sie, bevor sie Oma wurde? Welche Geschichten, Begegnungen und Erlebnisse haben sie geprägt? „OMA MONIKA – WAS WAR?“ richtet den Blick auf das Leben mit Demenz und erzählt davon, wie Erinnerungen, Beziehungen und gemeinsame Erfahrungen auch dann weiterwirken, wenn sich vieles verändert.

    Antje Siebers kehrt mit neuer Inszenierung ins Sckelly zurück

    Regisseurin Antje Siebers arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren regelmäßig am Kinder- und Jugendtheater Dortmund. Nach „Käpten Knitterbart und seine Bande“ in der vergangenen Spielzeit kehrt sie mit „OMA MONIKA – WAS WAR?“ auf die kleine Bühne im Sckelly zurück. Die ausgebildete Schauspielerin arbeitet als freie Regisseurin unter anderem am Konzerthaus Berlin, am Theater Thikwa Berlin, an der Oper Dortmund und am Theater Koblenz. Außerdem ist sie Honorarprofessorin und Mentorin an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.

    Team und Ensemble

    Es spielen Johanna Weißert als Oma Monika und David Smith als Balthasar. Die Ausstattung übernimmt Julia Schiller, Dramaturgin ist Milena Noëmi Kowalski. Die Musik stammt von Michael Kessler.

    Premiere, Termine und Tickets

    Die Premiere von „OMA MONIKA – WAS WAR?“ findet am Freitag, 4. September 2026, um 19 Uhr im Sckelly des Kinder- und Jugendtheaters Dortmund statt und eröffnet die Spielzeit 2026/2027. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 6. September 2026, um 18 Uhr, am Sonntag, 20. September 2026, um 18 Uhr sowie am Dienstag, 29. September 2026, um 11 Uhr im Sckelly. Tickets kosten 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, und sind im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, online unter theaterdo.de oder telefonisch unter 0231 50 27222 erhältlich.

  6. Weltrettung und Regenbogen oder Menschheitsvernichtung: „MIAU!“ feiert Uraufführung am KJT – Ensemblemitglied Sar Adina Scheer gibt mit Anne Leppers neuem Auftragswerk ihr Regiedebüt (PM)

    Die Entscheidung ist gefallen: Die Menschheit muss weg. Zu viel Zerstörung, zu viel Krieg, zu viel Raubbau. Doch eine Schnecke stellt das Urteil bei der Konferenz von Tieren und Pflanzen infrage. Mit „MIAU!“ bringt das Kinder- und Jugendtheater Dortmund (KJT) am Freitag, 18. September 2026, um 19 Uhr ein neues Auftragswerk der vielfach ausgezeichneten Dramatikerin Anne Lepper zur Uraufführung. Ensemblemitglied Sar Adina Scheer führt erstmals Regie am KJT. Die Inszenierung ist für ein Publikum ab acht Jahren und in der Sckellstraße zu sehen.

    Eine letzte Chance für die Menschheit

    Giraffe, Hamster, Löwe und Pflanze beraten über die Zukunft des Planeten. Die Schnecke schlägt vor, den Menschen eine letzte Chance zu geben: Das Kind soll beweisen, dass Menschen auch anders handeln können, als es die Tiere und Pflanzen von ihnen kennen. Gelingt der Beweis nicht, setzt eine Maschine das endgültige Urteil um.
    Aus der absurden Konferenz wird eine große Frage: Wie wollen wir miteinander leben? Anne Lepper erzählt mit Humor, Ironie und grotesken Figuren von Verantwortung, Macht und Verwandtschaft. Dabei weitet sie den Blick über die menschliche Perspektive hinaus und fragt, was es bedeuten könnte, Verwandtschaft größer zu denken – als Verbindung mit allem, was lebt.

    Sar Adina Scheer gibt ihr Regiedebüt am KJT

    Bereits 2022 gastierte Sar Adina Scheer am KJT und ist seit der Spielzeit 2023/2024 festes Ensemblemitglied. Mit „MIAU!“ führt Sar erstmals am KJT Regie. Die Inszenierung verbindet die großen Fragen des Stücks mit einem spielerischen und humorvollen Zugriff. Ferne und nahe Weltpolitik, ökologische Krisen und menschliche Verantwortung treffen dabei auf eine komische Konferenz, in der nicht die Menschen das letzte Wort haben.

    Anne Lepper schreibt neues Auftragswerk für das KJT

    „MIAU!“ ist ein neues Auftragswerk der vielfach ausgezeichneten Dramatikerin Anne Lepper. Bereits 2015 schrieb sie mit „Ach je, die Welt“ ihr erstes Jugendstück für das Kinder- und Jugendtheater Dortmund. Ihre Texte verbinden poetische Kraft und Ironie mit einer kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen und Machtstrukturen. Im Zentrum stehen häufig junge Figuren, die sich gegen bestehende Ordnungen behaupten und um Selbstbestimmung ringen.

    Team und Ensemble

    Es spielen Andreas Ksienzyk als Kind, Fabi ten Thije als Hamster, Sonia Glade als Schnecke, Bianka Lammert als Giraffe und Rainer Kleinespel als Löwe. Die Regie übernimmt Sar Adina Scheer. Bühne, Kostüm und Video gestalten Team LEN, Viviane Lennert und Stella Lennert. Dramaturgin ist Jacqueline Rausch. Für die Theatervermittlung ist Christine Appelbaum verantwortlich. Die Regieassistenz übernimmt Lennart Aufenvenne, der zudem neben Margarethe Zucker für Sound und Musik verantwortlich ist. Inspizienz macht Israa Habasch.

    Uraufführung und Termine

    Die Uraufführung von „MIAU!“ findet am Freitag, 18. September 2026, um 19 Uhr im KJT in der Sckellstraße statt. Eine weitere Vorstellung ist am Sonntag, 20. September 2026, um 16 Uhr geplant. Weitere Vorstellungen folgen. „MIAU!“ ist für Zuschauer*innen ab acht Jahren geeignet. Karten kosten 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, und sind im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, online unter theaterdo.de oder telefonisch unter 0231 50 27 222 erhältlich.

  7. Das KJT zeigt „Hänsel und Gretel – Das Märchen“ im FHH: Das Familienstück zur Weihnachtszeit ist in dieser Spielzeit im Haus der Jugend zu sehen – Vorverkauf startet am 17. September (PM)

    Das Knusperhäuschen bekommt eine neue Adresse: Mit „Hänsel und Gretel – Das Märchen“ bringt das Kinder- und Jugendtheater Dortmund (KJT) in dieser Spielzeit seinen Märchenklassiker zur Weihnachtszeit ins Fritz-Henßler-Haus.

    Anders als in den vergangenen Jahren findet das Familienstück damit nicht im Schauspielhaus, sondern im traditionsreichen Fritz-Henßler-Haus statt. Die Inszenierung von KJT-Intendant Andreas Gruhn nach dem Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm feiert am Freitag, 30. Oktober 2026, um 19 Uhr Premiere. Das Stück ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Der Vorverkauf startet am Donnerstag, 17. September 2026, um 10 Uhr.

    Hänsel und Gretel auf neuen Wegen

    Ein Geschwisterpaar, ein verführerisches Knusperhäuschen und eine gefährliche Hexe: In „Hänsel und Gretel – Das Märchen“ geraten die Geschwister in eine scheinbar ausweglose Situation und müssen sich aufeinander verlassen. Hunger, Kälte und Angst begleiten sie auf ihrem Weg, bis sie auf das Haus der Hexe stoßen.

    Mit Mut, Einfallsreichtum und Zusammenhalt versuchen Hänsel und Gretel, der Gefahr zu entkommen und nach Hause zurückzukehren. Andreas Gruhn verbindet die vertraute Märchenwelt mit einem Einstieg in der Gegenwart. Stimmungsvolle Bilder, Musik und eigenwillige Figuren machen den Klassiker zu einem Weihnachtsstück für die ganze Familie.

    Premiere und Vorverkauf

    Die Premiere findet am Freitag, 30. Oktober 2026, um 19 Uhr im Fritz-Henßler-Haus statt.
    Weitere Vorstellungen und alle Termine für Schulklassen sind auf der Website des Theater Dortmund zu finden. Der Vorverkauf startet am Donnerstag, 17. September 2026. Karten kosten 13 Euro, ermäßigt 7 Euro. Sie sind im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, online unter theaterdo.de oder telefonisch unter 0231 50 27 222 erhältlich.

    Das Fritz-Henßler-Haus

    Das Fritz-Henßler-Haus (FHH) ist ein wichtiger und traditionsreicher Ort kultureller Identitätsbildung in Dortmund. Seit sieben Jahrzehnten bietet die 1956 gegründete, größte zentrale Einrichtung des Jugendamts ein generationsübergreifendes und vielfältiges Programm – inklusiv, partizipativ und spartenübergreifend.
    Benannt ist das Haus nach dem Widerstandskämpfer gegen den Faschismus Fritz Henßler, der nach dem Zweiten Weltkrieg Dortmunds erster demokratisch gewählter Oberbürgermeister war. Seinem Namen verpflichtet, fördert das Haus der Jugend demokratische Bildung und Kultur für Kinder und Jugendliche.
    Seit 1998 steht das Fritz-Henßler-Haus unter Denkmalschutz.

  8. Spielzeiteröffnung im Schauspielhaus Dortmund – Premiere von „Salome“: Berühmter Stoff von Oscar Wilde als Geschichte über die Sehnsucht, gesehen zu werden (PM)

    Mit „Salome“ eröffnet das Schauspiel Dortmund seine Spielzeit 2026/27 und erzählt einen vermeintlich bekannten Mythos aus einer ungewohnten Perspektive: Nicht die Frage, warum Salome Johannes‘ Kopf fordert, steht im Zentrum, sondern die Frage, warum sie selbst nicht gesehen wird. Die Premiere findet am 20. September 2026 um 18 Uhr im Studio des Schauspielhaus Dortmund statt.

    Der Wunsch gesehen zu werden

    Alle Blicke sind auf Salome gerichtet: Tetrarch Herodes begehrt sie, der gefangene Prophet Johannes weist sie zurück, ihre Mutter Herodias versucht, die Kontrolle zu behalten. Als Salome für Herodes tanzt, setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die in einer der berühmtesten Szenen der Theatergeschichte endet. Doch unsere Salome fragt nicht, warum diese den Kopf des Johannes fordert. Sie fragt, warum niemand sie wirklich sieht.

    Jenseits der Femme fatal

    Erzählt wird die Geschichte aus der Erinnerung von Salomes Mutter Herodias. Im verlassenen Palast geht sie die verhängnisvolle Nacht noch einmal durch. Zeitsprünge und Rollenwechsel lassen die Figuren dieser brüchigen Welt immer wieder neu entstehen. Aus dem Mythos um die vermeintliche Verführerin wird eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Zuschreibungen, patriarchaler Gewalt und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. So erscheint Salome nicht als Femme fatale oder Heilige, sondern als junge Frau, die in einer Welt, in der alle über sie sprechen, um den einen Blick ringt, der sie als Menschen erkennt.

    Team und Ensemble

    Es spielen Sarah Quarshie als Salome und Herodias, Viet Anh Alexander Tran als Person, Johannes und Salome sowie Luis Quintana als Herodes und Narraboth. Madita Scülfort macht mit dieser Produktion ihr Regiedebüt am Schauspielhaus Dortmund. Jasco Viefhues ist Dramaturg, Slynrya Kongyoo übernimmt die Ausstattung und Karl Neukauf das Sounddesign. Beatrice Masala ist für die Choreografie verantwortlich und Samuel Abendroth ist der Regieassistent.

    Tickets und Termine

    Die Premiere findet am Sonntag, 20. September 2026 um 18 Uhr statt, Einführung ab 17:30 Uhr, anschließend Premierenfeier. Weitere Vorstellungen sind am Samstag, 26. September um 20 Uhr und Sonntag, 27. September um 18 Uhr. Weitere Termine folgen. Ort: Studio, Schauspielhaus Dortmund. Tickets sind im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge oder online unter http://www.theaterdo.de erhältlich.

  9. Wiederaufnahme des Monologstücks Nachrichten an meinen Sohn – Ein Soloabend über die ersten hundert Tage des Vaterseins mit Ekkehard Freye (PM)

    Die Inszenierung von Leonard Dick gibt einen intimen Einblick in das Vatersein. Ein Kind wird geboren, und mit ihm verschieben sich Wahrnehmung, Zeitgefühl und Realität. Nachrichten an meinen Sohn erzählt von den ersten hundert Tagen des Vaterseins, in denen Zärtlichkeit und Überforderung, Nähe und Schwermut eng miteinander verbunden sind. Die Wiederaufnahme findet am 25. September 2026 um 20 Uhr im Studio des Schauspielhaus Dortmund statt.

    Autobiografische Verarbeitung

    Mit nur einem Klavier, einem Fußball und einigen Büchern auf der Bühne nimmt Ekkehard Freye das Publikum mit in die ersten hundert Tage des Vaterseins. In Briefen, Fragmenten und Momentaufnahmen geht es um leise Wunder, absurde Routinen, Müdigkeit und wachsende Zärtlichkeit. Vom ersten Blick in die Augen eines Neugeborenen bis zu den gemeinsamen, unbeholfenen Krabbelversuchen entsteht eine persönliche Chronik. Alltag, Erinnerung und Sprache greifen ineinander. Autor Alejandro Zambra verbindet autobiografische Erfahrungen mit Reflexionen über das eigene Aufwachsen, über Fußball, Nähe und die Angst vor Entfremdung.

    Ekkehard Freyes erster Soloabend in Dortmund

    Für Ekkehard Freye markiert der Abend einen besonderen Moment: Er steht erstmals allein auf der Studiobühne des Schauspiel Dortmund. Seit 2010 prägt er das Ensemble und war in über 85 Produktionen zu sehen. Zuletzt stand er mit den Ted Haggard Monologen in einem Soloabend am Schlosstheater Moers auf der Bühne, die in der Spielzeit 2010/11 auch am Schauspiel Dortmund zu sehen waren.

    Tickets und Termine

    Die Wiederaufnahme ist am Freitag, 25. September um 20 Uhr, auf der Studiobühne. Karten kosten 17,- Euro, ermäßigt 9,- Euro, und sind im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, telefonisch unter 0231/50-27222 oder online unter http://www.theaterdo.de erhältlich. Weitere Vorstellungen finden am Sonntag, 04. Oktober und Sonntag, 25. Oktober jeweils um 18 Uhr statt. Weitere Termine folgen.

  10. Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund nimmt das Stück über Zukunftspläne, Geld und soziale Herkunft am 25. September wieder auf (PM)

    Was will ich später einmal werden? Ärztin? Anwältin? Rettungssanitäterin? Oder einfach reich und sorgenfrei? Für Leonore und Ranja beginnt die Zukunft als großes Spiel. In ihrer Job Safari probieren die beiden Freundinnen verschiedene Berufe und Lebensentwürfe aus. Doch je länger sie spielen, desto mehr geraten die Unterschiede zwischen ihren Lebenswelten in den Blick. Mit Job Safari widmet sich das Kinder- und Jugendtheater Dortmund (KJT) der Frage, wie sehr unsere Zukunft davon abhängt, woher wir kommen und welche Möglichkeiten wir haben. Am Freitag, 25. September 2026, um 11 Uhr kehrt das Stück auf die Bühne des KJT zurück.

    Zwei Freundinnen, zwei Ausgangslagen

    Leonore und Ranja sind beste Freundinnen und haben große Pläne. Ranja soll später einmal in die Fußstapfen ihrer Mutter treten, die Ärztin ist. Leonore wächst dagegen bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die mit den Herausforderungen des Alltags zu kämpfen hat.

    In ihrem gemeinsamen Spiel verschwimmen zunächst die Grenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Sie werden Psychologinnen, Bäckerinnen oder Mechanikerinnen, träumen von Geld und Erfolg und erfinden sich immer wieder neu. Doch irgendwann lässt sich die Realität nicht mehr ausblenden: Nicht jede hat die gleichen Möglichkeiten, wenn es um die eigene Zukunft geht.

    Unter der Regie von Benedikt Grubel erzählt Job Safari mit Humor und Fantasie von zwei jungen Menschen, die herausfinden wollen, was sie vom Leben erwarten können und was von ihnen erwartet wird. Die Rolle der Ranja übernimmt dabei Sonia Glade, die seit dieser Spielzeit neu zum Ensemble des KJT gehört. Dabei geht es um Geld und Herkunft, aber auch um Freundschaft, Selbstbestimmung und die Frage, wie viel Einfluss die eigenen Lebensumstände auf die Zukunft haben.

    Jugendliche als Impulsgeber

    Entstanden ist Job Safari als Auftragswerk der Autorin Elisabeth Pape in Zusammenarbeit mit der Marie-Reinders-Realschule Dortmund. Schüler*innen einer 7. Klasse beschäftigten sich in Workshops mit ihren Vorstellungen von Arbeit, Geld und Zukunft. Was bedeutet ein gutes Leben? Welche Berufe sind attraktiv und warum? Und welche Rolle spielt Geld bei den eigenen Vorstellungen vom Erwachsensein? Ihre Gedanken und Erfahrungen flossen in die Entwicklung des Stücks ein. So treffen auf der Bühne nicht nur die großen Zukunftsträume von Leonore und Ranja aufeinander, sondern auch Perspektiven aus der Lebenswelt Dortmunder Jugendlicher.

    Wiederaufnahme und Tickets

    Die Wiederaufnahme von Job Safariist am Freitag, 25. September 2026 11 Uhr, im Kinder- und Jugendtheater Dortmund. Weitere Vorstellungstermine und alle Termine für Schulklassen finden sich auf der Website des Theater Dortmund unter theaterdo.de. Tickets kosten 8 Euro, ermäßigt 4 Euro und sind im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, online unter theaterdo.de oder telefonisch unter 0231 50 27 222 erhältlich.

  11. „Ein König zu viel“ kehrt auf die Bühne des Kinder- und Jugendtheaters zurück (PM)

    Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund nimmt am Mittwoch, 30. September, um 10 Uhr das Stück „Ein König zu viel“ von Gertrud Pidor wieder auf. Der humorvolle Theaterstreit richtet sich an Kinder ab vier Jahren und beschäftigt sich mit Macht, Rechthaben und der Frage, was einen König eigentlich zum König macht.

    Auf einer einsamen Insel stranden mit Fritz und Karl gleich zwei Könige. Beide halten sich für den einzig wahren Herrscher und wollen bestimmen – doch niemand ist da, der ihre Befehle ausführt, die Umhänge wäscht oder die Kronen poliert. So beginnt ein Wettstreit um Macht und Vorherrschaft.

    Johanna Weißert spielt König Fritz, Bianka Lammert übernimmt die Rolle von König Karl. Während die beiden um Krone und Thron streiten, beobachten die Inseltiere das Gerangel mit Vergnügen. Weitere Termine veröffentlicht das Theater Dortmund online. Gruppen können unter gruppen@theaterdo.de oder 0231 50-27680 buchen.

    http://www.theaterdo.de/

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