
Der jährliche Warntag findet in ganz Nordrhein-Westfalen am Donnerstag, 12. März, statt. Auch Dortmund nimmt teil und testet seine Warnmittel. Um 11 Uhr werden im Stadtgebiet Sirenen ausgelöst, gleichzeitig informieren Warn-Apps und digitale Anzeigen. Ziel ist es, die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren und die Funktionsfähigkeit der Systeme zu prüfen. Die Feuerwehr Dortmund begleitet den Probealarm außerdem mit einer Radiodurchsage.
Sirenen, Apps und Radiodurchsage im Einsatz
In Dortmund aktivieren die Behörden am Donnerstag um 11 Uhr unterschiedliche Warnmittel. Die Einsatzleitstelle der Feuerwehr Dortmund löst die derzeit 43 Sirenen im Stadtgebiet aus. Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton („Entwarnung“). Dieser bedeutet in der Regel, dass keine Gefahr besteht. Es folgt eine Minute lang der auf- und abschwellende Ton („Warnung“), der die Bürger:innen „aufwecken“ soll und dazu auffordert, feste Gebäude aufzusuchen, Fenster und Türen zu schließen, Radio/Fernseher einzuschalten und Ruhe zu bewahren. Zum Abschluss ertönt erneut der einminütige Dauerton („Entwarnung“).

Neben den Sirenen werden auch die Warn-Apps „NINA“ und „KATWARN“ sowie die bundesweite Cell-Broadcast-Warnnachricht ausgelöst. Die Warnmeldung wird direkt auf kompatible und eingeschaltete Smartphones gesendet – eine App ist hierfür nicht erforderlich. Bürgerinnen und Bürger sollten jedoch im Vorfeld ihre Geräteeinstellungen und die technischen Voraussetzungen prüfen.
Zusätzlich wird auf allen digitalen Werbetafeln im Stadtgebiet ein Hinweis auf den Warntag eingeblendet. Auch im Radio wird der Probealarm begleitet: Die Leitstelle der Feuerwehr Dortmund spricht eine Warndurchsage im Programm von Radio 91.2 ein, die gegen 11.05 Uhr gesendet wird.
Notruf nur für echte Notfälle
Die Feuerwehr Dortmund weist darauf hin, dass der Notruf 112 während des Probealarms ausschließlich für tatsächliche Notfälle genutzt werden sollte. Rückfragen zum Warntag über den Notruf können die Leitstelle unnötig belasten.

Ein Schwerpunkt des Warntags liegt diesmal auf dem Thema „Selbstschutz“ – denn es ist wichtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger eigenständig vorbereiten. Individuelle Vorsorge kann Leben schützen, Schäden begrenzen und Einsatzkräfte entlasten.
Das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen hat hierzu die Broschüre „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ veröffentlicht. Darin werden auch Hinweise zu Notfallvorräten, Vorsorge bei Stromausfällen (Blackout) und weiteren Maßnahmen gegeben.
Modernisierung des Dortmunder Sirenennetzes
Parallel zum Warntag arbeitet die Stadt Dortmund gemeinsam mit der Feuerwehr Dortmund weiter am Ausbau eines modernen Sirenennetzes. Die Stadt setzt dabei auf eine flächendeckende Abdeckung in vier Ausbaustufen. Drei Stufen hat der Rat der Stadt bereits beschlossen.
Aktuell sind 43 Sirenen in Betrieb, 15 standen in der ersten Ausbaustufe, 35 in der zweiten. Das Ziel im Endausbau sind insgesamt 76 Anlagen. Besonders der Dortmunder Süden soll in den kommenden Jahren verstärkt versorgt werden.
Das System wird kontinuierlich erweitert, bis zur vollständigen Abdeckung des Stadtgebiets werden jedoch noch mehrere Jahre vergehen
Mehr Informationen:
- Die Selbstschutztipps für den Katastrophenfall gibt es online unter: im.nrw/selbstschutzguide.

