Zum Tag der gesunden Ernährung: Dortmund stärkt gutes Essen im Alltag

Projekte fördern regionale, nachhaltige und gesunde Mahlzeiten

Gemüse auf dem Schneidebrett
Die Stadt Dortmund stärkt gesunde Ernährung vor allem in Kitas und Schulen. Foto: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Der Tag der gesunden Ernährung am 7. März rückt die Bedeutung von ausgewogener Ernährung für Gesundheit, Klima und gesellschaftliche Chancengleichheit in den Fokus. Die Stadt Dortmund nutzt den Tag, um Initiativen für gesunde, nachhaltige und regionale Lebensmittel sichtbar zu machen. Von Kitas über Schulen bis zum Wochenmarkt sollen alle Dortmunder:innen Zugang zu guter Ernährung haben – unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft.

Gesunde Verpflegung beginnt in Kitas und Schulen

Die Stadt Dortmund legt besonderen Wert auf das Mittagessen in Kitas und Schulen. Täglich versorgen die Einrichtungen viele Kinder und Jugendliche. „Gesunde Ernährung soll für alle selbstverständlich sein“, sagt Stefan Szuggat, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen. „Dafür schaffen wir konkrete Angebote vor Ort und setzen politische Beschlüsse Schritt für Schritt um.“

Der Rat der Stadt hatte 2025 verbindliche Qualitätsstandards beschlossen, die gesundes, kindgerechtes und nachhaltiges Essen im Ganztag sichern.

Die Stadt berät Träger und Cateringbetriebe und unterstützt Küchen bei der Umstellung. Unter dem Motto „Dortmund tischt auf!“ kommen mehr pflanzenbetonte Gerichte mit regionalen Bio-Zutaten auf den Teller. So profitieren alle Kinder gleichermaßen, unabhängig vom Geldbeutel der Familien.

Regionale Bio-Produkte: Die „DOtoffel“

Ein Beispiel für kurze Wege ist die Dortmunder Bio-Kartoffel „DOtoffel“. Sie wächst auf Feldern in Dortmund, wird frisch verarbeitet und an Küchen der Gemeinschaftsverpflegung geliefert.

Die städtischen FABIDO-Kitas treiben den Ausbau voran: Schon 42 Einrichtungen kochen mit der „DOtoffel“, bis Ende 2026 folgen alle 49 Wirtschaftsküchen.

Die Stadt baut lokale Verarbeitung und Logistik weiter aus, damit noch mehr Einrichtungen regionale Bio-Lebensmittel nutzen können. Motto: viel Geschmack, kurze Wege und hohe Qualität.

Vom Acker bis zum Teller: Projekte vor Ort

Gemeinsam mit Partner:innen baut die Stadt ein gesundes, regionales und nachhaltiges Ernährungssystem in Dortmund auf. Dazu gehören unterschiedliche Projekte, die Bildung, Praxis und wissenschaftliche Grundlagen verbinden.

Wraps angerichtet auf dem Tisch
Projekte fördern regionale, nachhaltige und gesunde Mahlzeiten in Dortmund. Foto: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

So besuchen Kinder und Jugendliche im Rahmen der „Gesunden Marktfrühstücke“ den Wochenmarkt und erfahren vor Ort, was gutes Essen ausmacht. Der „Weltacker“ zeigt, als neuer Lernort anschaulich, wie globale Ernährung und lokale Entscheidungen zusammenhängen.

Ergänzend dazu liefert eine städtische Studie zum Thema Ernährungsarmut wichtige Daten, damit Unterstützungsangebote gezielter entwickelt und eingesetzt werden können. Diese Aktivitäten gehören zu den Projekten „Turn the Tables“ und „FoodConnectRuhr“, bei denen die Stadt mit mehreren Partner:innen zusammenarbeitet. Ziel ist ein Ernährungssystem, das Gesundheit, Umwelt und regionale Wirtschaft zusammenbringt.

Dauerhafte Strukturen für gutes Essen

Dortmund überlässt gesundes und klimafreundliches Essen nicht dem Zufall. Die Stadt baut dauerhafte Strukturen in Bildung, Versorgung und regionaler Landwirtschaft auf, von denen Menschen, Gemeinschaft und Umwelt gleichermaßen profitieren.

Viele Ämter arbeiten gemeinsam an dem Thema, federführend ist die Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimafolgenanpassung im Umweltamt. Mit ihren Aktivitäten setzt die Stadt insbesondere Teile aus dem Handlungsprogramm Klima-Luft 2030 um.

Ernährung verursacht in Deutschland rund 15 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen – fast so viel wie die Mobilität (ohne Flugreisen). Etwa 70 Prozent davon entstehen durch den Konsum tierischer Produkte wie Fleisch, Milch oder Käse. Mehr zu allen Themen rund um die gesunde Ernährung gibt es unter: dortmund.de/ernaehrungswende.

Unterstütze uns auf Steady

Reaktion schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert