„Call to Action“: Das 9. Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum NRW ruft zum Handeln auf

Die Auslandsgesellschaft organisiert das Treffen im Auftrag des Landes

Gruppenbild einiger Beteiligten
Auf dem Wirtschaftsforum (v.l.n.r.): Klaus Wegener,
Nathanael Liminski, S.E. Prince Shuaibu Abubakar Audu,
Heinz-Herbert Dustmann, Dr. Wolfgang Langen, Alexander Kalouti, Wulf-Christian Ehrich und Dr. Olumide Abimbola. Foto: Hartmann / Auslandsgesellschaft

Das neunte Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum NRW brachte nun wieder Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie in Dortmund zusammen. Organisiert wird die Konferenz seit 2010 von der Auslandsgesellschaft.de e.V. im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen. Bundesweit hat sie sich als eine der zentralen Plattformen für den wirtschaftlichen Dialog mit dem afrikanischen Kontinent etabliert.

Afrika im Fokus: Resilienz, neue Märkte und politische Impulse

In Zeiten militärischer Auseinandersetzungen, geopolitischer Verschiebungen und unsicherer globaler Lieferketten rückt Afrika als resilienter Partner in den Fokus. Nachhaltige Kooperationen, neue Märkte und strategische Partnerschaften können zur Diversifizierung internationaler Wirtschaftsbeziehungen beitragen.

Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, erklärte: „In Zeiten, in denen der Handel mit den USA und China unter Druck gerät, ist es für deutsche Unternehmen wichtig, Partnerschaften in die Welt zu vertiefen und neue Märkte zu erschließen. Der afrikanische Kontinent bietet große Chancen.“

Zwei Minister schütteln sich die Hände
Nathanael Liminski (Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen) mit
S.E. Prince Shuaibu Abubakar Audu (Minister für Steel Development. Nigeria). Foto: Hartmann / Auslandsgesellschaft

„Gleichzeitig können wir als Europa ein verlässlicher Partner sein. Mit dem Deutsch-Afrikanischen Wirtschaftsforum NRW unterstützt die Landesregierung eine bewährte Informationsplattform für interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer“, so Liminski.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des nigerianischen Ministers für Steel Development, S.E. Prince Shuaibu Abubakar Audu. Er stellte die aktuellen Entwicklungspotenziale Nigerias vor, insbesondere in der Stahl- und Rohstoffindustrie und erläuterte welche internationalen Handlungspartner das Land heute konkret sucht. Für deutsche Unternehmen ergibt sich damit die Möglichkeit, Marktpotenziale und Investitionsfelder aus erster Hand kennenzulernen und direkt in den persönlichen Austausch zu treten.

Polit-Talk zu Außenwirtschafts-Strategien

Auch die deutsche Politik war prominent vertreten. In einem hochrangig besetzten Polit-Talk diskutierten Vertreter:innen aus Landes- und Bundespolitik gemeinsam mit Wirtschaftsakteur:innen über die Wirksamkeit der Außenwirtschafts-Strategien für die deutsche Wirtschaft. Im Fokus standen Investitionssicherheit, Handelsabkommen, verlässliche Rahmenbedingungen und die konkrete Unterstützung beim Markteintritt. Ziel war ein praxisnaher Dialog darüber, wie politische Strategien und unternehmerische Realität enger verzahnt werden können.

Afrika zählt zu den dynamischsten Wirtschaftsregionen der Welt. Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Digitalisierung eröffnen vielfältige Geschäftsfelder – von erneuerbaren Energien über nachhaltige Lieferketten bis hin zu Industrie- und Bildungspartnerschaften. Wer frühzeitig strategische Allianzen aufbaut, kann sich Wettbewerbsvorteile in wachsenden Märkten sichern.

Staatssekretär Paul Höller betonte: „Starke Märkte entstehen durch verlässliche Rahmenbedingungen und internationale Kooperationen. Genau dafür steht das Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum NRW mit seinen Schwerpunkten auf innovative Technologien und nachhaltigem Sourcing.“

Wirtschaft fordert klare Strategien und mehr Umsetzung

Für Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft.de e.V., ist die strategische Perspektive klar: „Es gibt keine Alternative dazu, sich jetzt mit Afrika zu beschäftigen. Afrika ist der Kontinent der Zukunft. Wenn wir im globalen Wettbewerb mithalten wollen, müssen wir Afrika als unseren Partner verstehen.“

Blick in die Veranstaltung
Mehr als 350 Unternehmer:innen, CEOs, Politiker:innen sowie Vertreter:innen von Organisationen und Diplomatie waren Teil des internationalen Dialogs. Foto: Hartmann / Auslandsgesellschaft

Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der IHK zu Dortmund, ergänzte: „Afrika ist für die deutsche Wirtschaft längst mehr als ein Zukunftsmarkt. Es ist ein strategischer Partner für Wachstum, Resilienz und Innovation. Die Welt ordnet sich neu und die Erwartungen unserer Unternehmen sind klar: es braucht weniger Absichtserklärungen und mehr verlässliche Umsetzung.“

Unsere Stärken aus NRW – Industrie, Mittelstand und Technologie – sind in vielen afrikanischen Märkten gefragt. Auch afrikanisches Knowhow wird bei uns immer wichtiger. Jetzt ist der Moment, Chancen zu ergreifen, Partnerschaften zu vertiefen und vor allem: ins Tun zu kommen“, so Dustmann.

Auch Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund und Moderator der Veranstaltung, unterstrich: „Wer sich bereits vor Ort engagiert oder mit afrikanischen Partnern neu ins Geschäft kommen möchte, für den ist das Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum ein absoluter Pflichttermin. Diese Veranstaltungen bietet so viele Informationen und Dialogformate – unter anderem den Austausch mit den deutschen Auslandshandelskammern –, und hat sich seit 2010 völlig zurecht einen hervorragenden Ruf erworben. Es ist eine der wichtigen Veranstaltungen ihrer Art bundesweit.”

Mehr als 350 hochrangige Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Africa Business, CEOs, Politiker:innen sowie Repräsentanten namhafter Organisationen und Diplomat:innen waren beim Wirtschaftsforum Teil dieses internationalen Dialogs.

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