Dortmunds 100. Kita eröffnet: FABIDO richtet größte Einrichtung mit 200 Plätzen ein

3348 Quadratmeter stehen Kindern am Burgweg nun zur Verfügung

Gruppenbild zur Eröffnung mit Luftballons
Die FABIDO-Kita am Burgweg hat ihren Betrieb aufgenommen. Mittendrin: die Leiterin der Kita Teresa Lammering-Kleff und der Geschäftsführer von Fabido FABIDO, Daniel Kunstleben. Foto: Stadt Dortmund / Leopold Achilles

Dortmunds größter Anbieter frühkindlicher Bildung FABIDO eröffnet seine 100. Kita am Burgweg und schafft damit Platz für 200 Kinder in zehn Gruppen. Die neue Einrichtung ist die größte Kita in Dortmund und sie liegt da, wo sie besonders hilft – Einzugsgebiete sind Innenstadt-Nord und Eving. „Wir reagieren hier auf den hohen Bedarf in dem Sozialraum. Mit dem Standort und der Größe der Kita entspannen wir die Situation für die Eltern und ihre Kinder“, sagt Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie. Dazu trägt auch die gute Verkehrsanbindung bei: Mit der Haltestelle Fredenbaum ist die Kita auch mit Bus und Bahn gut zu erreichen.

Moderne Ausstattung, große Räume und wegweisendes Farbkonzepte

Die Kita am Burgweg ist nicht nur die 100. Einrichtung des Trägers, sondern auch die größte Kita in Dortmund. Auf 3.348 Quadratmetern Nutzfläche werden 200 Plätze in zehn Gruppen angeboten. Alle Räume sind hochmodern und großzügig. Breite Flure führen zu den zehn Gruppenräumen.

Blick in den Flur
Großzügig angelegte Flure: hier können Kinder auch mal spielen. Foto: Stadt Dortmund / Leopold Achilles

Die zehn Gruppen sind auf zwei Gebäudeteile unter einem Dach aufgeteilt. Es gibt zwei Eingänge, über die die Kinder ihre Gruppen erreichen können. Den Weg weisen Farbkonzepte: Im orangefarbenen Teil der Kita Burgweg sind auf drei Etagen sechs Gruppen untergebracht, im gelben Teil verteilen sich vier Gruppen auf zwei Etagen.

Etwa 60 Personen in Pädagogik und Hauswirtschaft kümmern sich um das Wohlergehen der Kinder. „Wir nutzen hier die organisatorischen Vorteile, die sich durch den großen Standort ergeben“, sagt Daniel Kunstleben, Geschäftsführer von FABIDO. Die große Anzahl der Mitarbeiter:innen wird sich positiv auf die Angebote für die Kinder auswirken. Kunstleben: „Positiver Nebeneffekt: Krankheitsphasen können viel besser überbrückt werden. Somit können wir unsere ohnehin geringen Ausfallzeiten noch weiter reduzieren.“

Weitere Besonderheiten der Kita am Burgweg

Jeder der zehn Hauptgruppenräume besitzt mindestens zwei Differenzierungsräume. Kunstleben: „Nicht alle Kinder wollen immer zur gleichen Zeit toben. Für jede Gruppe gibt es deshalb Rückzugsorte und solche, an denen die Kinder ihren individuellen Bedürfnissen nachgehen können.“

Blick in den Gruppenraum
Schon ein wenig Betrieb im Gruppenraum der FABIDO-Kita am Burgweg. Foto: Stadt Dortmund / Leopold Achilles

Es gibt drei „Therapie-Räume“, in zwei davon gibt es Balkensysteme an der Decke, an denen später Schaukeln und andere Bewegungselemente befestigt werden können. Neben der Möglichkeit zur Bewegungsförderung können diese Räume auch für Projekte mit Kleingruppen genutzt werden.

Bewegung ist in der frühkindlichen Bildung besonders wichtig. Damit die Kinder auch bei schlechtem Wetter Sport machen können, haben sie zwei Bewegungsräume mit jeweils etwa 60 Quadratmetern. Unter den Decken können auch hier Schaukeln und andere Bewegungselemente angebracht werden

Außenbereich, Ernährung und Nachhaltigkeit

Das Außengelände bietet über 2.400 Quadratmeter zum Spielen: Rutschen, Klettergeräte, ein großer Wasserspielbereich, ein Bolzplatz und sogar eine Wasserbaustelle (Matschbereich) für die Jüngsten.

Blick auf das Außengelände
Schönes und riesiges Außengelände: Hier können die Kinder toben, klettern, spielen. Foto: Markus Kaminski / Stadt Dortmund

Für die Verpflegung gibt es zwei eigene Wirtschaftsküchen, in denen bis zu 200 Mittagessen und 200 Zwischenmahlzeiten zubereitet werden. Grundlage ist das OptiMIX‑Konzept zur gesunden optimierten Mischkost (entwickelt vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund).

Für Kinder ab drei Jahren existieren zwei Kinder‑Restaurants, in denen übergreifendes Essen möglich ist. Leiterin Teresa Lammering‑Kleff erklärt: „Eigentlich essen die Kinder in den Gruppen. Wer sich traut, kann aber auch außerhalb der Gruppe in unseren Kinder‑Restaurants essen. Das erfordert natürlich etwas Mut, ist für die Kinder dann aber auch ein tolles Erfolgserlebnis.“

Zukunftsziele: Zertifizierungen und nachhaltiges Bauen

Die FABIDO-Kita am Burgweg soll nicht nur ein Ort für frühkindliche Bildung sein, sondern auch weitere Qualitätsstandards erfüllen. Ab August 2026 strebt die Einrichtung die Zertifizierung als „Familienzentrum NRW“ an.

Blick in ein Kinder-Restaurant
In der 100. FABIDO-Kita am Burgweg gibt es zwei Kinder-Restaurants. Foto: Markus Kaminski / Stadt Dortmund

Nach erfolgreicher Prüfung folgt ein Jahr später die Auszeichnung durch das Land Nordrhein-Westfalen. Weitere Schritte sind geplant: „Welche, werden wir im Team überlegen, sobald der Betrieb angelaufen ist. Kultur-Kita könnte aber ein Ziel sein“, sagt Teresa Lammering-Kleff, Leiterin der Kita Burgweg.

Auch in Sachen Klimaschutz setzt die neue Kita Maßstäbe. Sie wurde als Passivhaus errichtet, das durch eine gute Dämmung und den Einsatz einer Wärmepumpe mit besonders wenig Energie auskommt. Bereits bei der Bauweise wurde auf klimaschonende Materialien geachtet. Die Kita wurde seit Februar 2023 geplant und in nur zwölf Monaten Bauzeitfertiggestellt. Die Gesamtkosten lagen bei 18,6 Millionen Euro.

Starterpaket TEK: Mehr Plätze, mehr Personal, mehr Perspektiven

Mit der Kita Burgweg hat FABIDO die erste Einrichtung aus dem sogenannten Starterpaket TEK eröffnet. Das vom Rat der Stadt Dortmund im März 2023 beschlossene Programm umfasst sechs neue städtische Kitas, für deren Bau 86,8 Millionen Euro investiert werden. Bis zum 31. Juli 2027 entstehen allein bei FABIDO 790 neue Betreuungsplätze, ergänzt um 146 zusätzliche Plätze aus anderen Programmen. Es ist die bislang größte Investition des städtischen Trägers.

Daniel Kunstleben und Teresa Lammering-Kleff
Teresa Lammering-Kleff leitet die FABIDO-Kita am Burgweg. Daniel Kunstleben ist der Geschäftsführer von FABIDO. Foto: Stadt Dortmund / Leopold Achilles

Auch freie Träger beteiligen sich am Ausbau: Sie schaffen in diesem Zeitraum 677 neue Betreuungsplätze. Gemeinsam werden bis Mitte 2027 1.613 neue Plätze für Dortmunder Kinder geschaffen. Die Versorgungsquote liegt damit künftig bei 44 Prozent für unter Dreijährige und 101 Prozent für Kinder zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt.

Das Paket ist zudem ein bedeutender Job-Motor. FABIDO schafft dadurch mindestens 109 neue Stellen im erzieherischen Bereich. Hinzu kommen Küchenleitungen, Küchenhilfen und Auszubildende.

Damit die Stellen auch besetzt werden, geht der städtische Träger unkonventionelle Wege: Über Programme wie „Startklar“ und „Kita-Einstieg“ wurden gezielt Menschen mit Fluchthintergrund angesprochen, die bereits pädagogische Qualifikationen mitbringen. Daniel Kunstleben, Geschäftsführer von FABIDO, betont: „Allein ein guter Arbeitgeber zu sein, reicht manchmal nicht aus. Wir gehen auf die Menschen zu. Und unsere Türen stehen immer offen.“

Mehr Informationen: 

Zu den weiteren Einrichtungen des Starterpakets zählen:

  • Buschei 30 – Neubau einer sechsgruppigen Kita (Ersatzneubau)
  • Kleyer Weg 90 – Neubau einer viergruppigen Kita
  • Oberbeckerstraße 26 – Neubau einer achtgruppigen Kita (Ersatzneubau)
  • Schragmüllerstraße 25 – Neubau einer sechsgruppigen Kita (Ersatzneubau)
  • Steinkühler Weg – Neubau einer achtgruppigen Kita

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Reaktionen

  1. Ingo St.

    ex OB Westphal beklagte, das Kita-Bau in Dortmund sechs Jahre dauere (u.a. besagte Aufzählung von den betroffenen Kita) und plötzlich soll es der Stadt gelungen sein von 2023 bis heute , eine Kita zu planen und bauen. Das bauen selber hat am Naturmuseum sichtbar nur ein Jahr gedauert.

  2. Stadt Dortmund wurde in Düsseldorf für zwei besonders klimafreundliche Kita-Gebäude ausgezeichnet (PM)

    Die Stadt Dortmund wurde für zwei besonders klimafreundliche, innovative Hochbauprojekte ausgezeichnet. Die neu gebauten FABIDO-Kitas Burgweg und Kleyer Weg konnten durch niedrige CO2-Emissionen, energieeffiziente Gebäudetechnik und kluge Lösungen bei der Wärmeversorgung punkten. Geplant und umgesetzt wurden die Gebäude von der Städtischen Immobilienwirtschaft.

    Die Auszeichnung wurde im NRW-Wirtschaftsministerium in Düsseldorf von NRW.Energy4Climate vergeben, der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz. Die beiden Dortmunder Gebäude zeichnen sich durch den sehr hohen Anteil nachhaltiger und ressourcenschonender Baustoffe, den Einsatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen und PV-Anlagen aus. Hinzu kommt: Beide Kitas wurden in Holzelement-Bauweise errichtet – und das in jeweils nur zehn Monaten. Durch das hohe Tempo wurden Beeinträchtigungen in der Nachbarschaft minimiert.

    CO2-Bilanz ist sogar negativ

    Den Ausschlag für die Auszeichnung gab aber wohl diese Besonderheit: Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, sind die CO2-Emissionen beider Gebäude rechnerisch negativ. Über einen Zeitraum von 50 Jahren liegt der mit Bau und Betrieb verbundene CO2-Ausstoß unter 0. Dazu trägt der klimafreundliche Baustoff Holz bei, ebenso wie die PV-Anlagen, die Strom aus Sonnenlicht erzeugen. Denn vom CO2-Ausstoß, den die Gebäude verursachen, werden die Emissionen abgezogen, die durch die eigene, treibhausfreie Energieproduktion vermieden werden können.

    „Über die Auszeichnung des Landes NRW freuen wir uns sehr. Sie zeigt uns, dass die Stadt Dortmund bei Hochbauprojekten auf dem richtigen Weg für eine bessere Klimabilanz ist. Wo es möglich und sinnvoll ist, setzen wir auf ressourcenschonende Baustoffe wie zum Beispiel Holz. Die Ausstattung unserer neuen Gebäude mit PV-Anlagen und moderner, klimafreundlicher Heizungs- und Kältetechnik wird von vorneherein mitgedacht“, sagt Andreas Grosse-Holz, Leiter des Fachbereichs Städtische Immobilienwirtschaft.

    Neben den Dortmunder Kitas haben NRW-Wirtschaftsministerium und NRW.Energy4Climate sechs weitere Nichtwohngebäude in Essen, Oberhausen, Köln, Lohmar, Hilden und Heiligenhaus ausgezeichnet.

  3. OB Kalouti eröffnet die FABIDO-Kita Burgweg mit einem bunten Fest für die ganze Familie (PM)

    Das war ein wunderschöner Nachmittag: Oberbürgermeister Alexander Kalouti hat am vergangenen Samstag (9. Mai) offiziell die 100. FABIDO-Kita eröffnet. Dem Anlass entsprechend gab es in der Kita Burgweg ein großes Fest für die ganze Familie.

    Gearbeitet wird in Dortmunds größter Kita allerdings schon gut ein halbes Jahr. Am 1. Oktober 2025 nahm sie ihren Betrieb auf, damals mit 43 Kindern. Heute sind alle 200 Plätze vergeben. Dortmunds größter Anbieter frühkindlicher Bildung betreut die Kinder hier in insgesamt zehn Gruppen.

    Oberbürgermeister Kalouti war begeistert: „Das ist wirklich eine ganz besondere Kita, die wir hier gebaut haben. Sie ist groß, modern und wunderbar ausgestattet. Vor allem aber ist sie mit Weitblick geplant. Junge Eltern wollen ihre Kinder gut versorgt wissen, und sie brauchen Verlässlichkeit in der Betreuung ihrer Kinder. Zu beidem trägt die FABIDO-Kita Burgweg in besonderem Maße bei.“

    Rund 60 Beschäftigte arbeiten in der Kita Burgweg, zum 1. August kommen noch fünf Auszubildende dazu. „Krankheitsphasen können wir so viel besser überbrücken als in kleinen Einrichtungen. In erster Linie wirkt sich die große Anzahl der Mitarbeiter*innen aber positiv auf die Angebote für die Kinder aus“, sagt Daniel Kunstleben, Geschäftsführer bei FABIDO.

    Reichlich Platz zum Wohlfühen

    Die sollen sich in der 3348 Quadratmeter großen Kita wohl fühlen. Reichlich Platz dafür, dass sich die Kinder entsprechend ihren Bedürfnissen und Interessen gut entwickeln können: Zu jedem der zehn Hauptgruppenräume gehören mindestens zwei Differenzierungsräume.

    Auf den großen Spielfluren können die Kinder auch gruppenübergreifend spielen. Es gibt zwei 60 Quadratmeter große Bewegungsräume, es gibt Therapie-Räume und auch noch zwei Kinder-Restaurants. Sie werden mit Speisen aus der hauseigenen Wirtschaftsküche versorgt. Das Küchenteam setzt dabei auf regionale Lebensmittel – überwiegend in Bio-Qualität. Im pädagogischen Angebot setzt die Kita Burgweg mit Ökologie und Naturwissenschaft pädagogische Schwerpunkte. Sie will sich in den nächsten Schritten zum Familienzentrum und zur Fairen Kita zertifizieren.

    Nachhaltige Bauweise

    Ausgestattet ist die Kita Burgweg mit allen modernen und zukunftsorientierten Techniken, um den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Sie ist als Passivhaus angelegt – es braucht nur sehr wenig Energie, um es auch im Winter warm zu haben. Dafür sorgen eine ausgezeichnete Dämmung und eine Wärmepumpe. Schon bei der Bauweise ist an die Umwelt gedacht worden: Wo immer es möglich war, wurden klimaschonende Materialien eingesetzt. Geplant wurde die Kita seit Februar 2023, die reine Bauzeit für den 18,6 Millionen Euro teuren Bau betrug genau 12 Monate.

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