DGB zeichnet Aktive mit der Alfred-Gundlach-Medaille aus

DGB verleiht Alfred-Gundlach-Medaille an verdiente Gewerkschafter. V. l.: Ernst Söder, ehem. Regionsvorsitzender; Bruno Köneke, GEW; Gabriele Dröst, NGG; Jutta Reiter, Vorsitzende DGB Dortmund-Hellweg; Dieter Grell, EVG
Ernst Söder, ehem. Regionsvorsitzender; Bruno Köneke, GEW; Gabriele Dröst, NGG; Jutta Reiter, Vorsitzende DGB Dortmund-Hellweg; Dieter Grell, EVG.

Die Vorsitzende der DGB Region Dortmund-Hellweg, Jutta Reiter, verlieh im Kaminzimmer der DAB-Brauerei an verdiente Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus den Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes die Alfred-Gundlach-Medaille.

Drei Gewerkschafter wurden für Engagement ausgezeichnet

DGB verleiht Alfred-Gundlach-Medaille an verdiente Gewerkschafter
Der DGB verleiht Alfred-Gundlach-Medaille an verdiente Gewerkschafter.

Mit der Alfred-Gundlach-Medaille ausgezeichnet wurden Gabriele Dröst (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten), Dieter Grell (Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft) und Bruno Köneke (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft).

Nach einer musikalischen Eröffnung durch den Liedermacher Fred Ape begrüßte Reiter die Ehrengäste und ihre Begleitung sowie die anwesenden Vertreter der Gewerkschaften und dankte den Ausgezeichneten für über viele Jahrzehnte geleistetes gewerkschafts- und gesellschaftspolitisches Engagement.

Medaille erinnert an den Begründer der Sozialakademie

Die seit 26 Jahren verliehene Medaille erinnert an das Lebenswerk von Alfred Gundlach, Mitbegründer der Sozialakademie und Mentor einer demokratischen Bildung für junge Arbeitnehmer nach dem 2. Weltkrieg, dessen Lebenswerk in einer Laudatio durch den ehemaligen DGB-Organisationssekretär und Regionsvorsitzenden, Ernst Söder, gewürdigt wurde.

Abgerundet wurde die feierliche Veranstaltung mit einem gemütlichen Abendessen, Gesprächen und Getränken sowie heiteren wie auch nachdenklichen Rückblicken auf persönliche Erlebnisse der mit der Alfred-Gundlach-Medaille ausgezeichneten Kollegen.

 

Reaktionen

  1. GEW Dortmund trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden Bruno Köneke (PM)

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Dortmund trauert um ihr langjähriges Mitglied und ihren früheren Vorsitzenden Bruno Köneke, der am Montag, 20. Januar, verstorben ist. Mit ihm verliert die Dortmunder GEW eine prägende Persönlichkeit, die den Stadtverband über Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet hat. 

    Bruno Köneke übernahm zu Beginn der 1980er-Jahre den Vorsitz des Stadtverbandes Dortmund – wie er selbst stets betonte, eher ungewollt. In einer Phase innergewerkschaftlicher Auseinandersetzungen ließ er sich überreden zu kandidieren, zunächst als symbolischer Ausdruck des Widerspruchs gegen eine traditionalistische und konservative Führung. Aus dieser symbolischen Kandidatur wurde Verantwortung: Der Oberstudienrat am Phoenix-Gymnasium wurde Vorsitzender der Dortmunder GEW, in einer Zeit intensiver bildungspolitischer Debatten um Schulstruktur und Chancengleichheit. 

    Über mehr als 25 Jahre prägte Bruno Köneke die GEW Dortmund nachhaltig. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Stadtverband zur zweitgrößten Untergliederung im Landesverband Nordrhein-Westfalen. In den 1990er-Jahren professionalisierte er die Arbeit der GEW Dortmund durch den Aufbau einer hauptamtlichen Geschäftsstelle. In dieser Zeit wurde die GEW zur mitgliederstärksten Bildungsgewerkschaft in Dortmund. 

    Für Bruno Köneke stand die GEW stets für den Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, unabhängig von Schulformen. Sein bildungspolitisches Credo lautete „keine Selektion, alle mitnehmen“. Mit seiner ihm eigenen Ironie sprach er vom „Gymnasium für alle“, wenn Debatten innerhalb der GEW aus seiner Sicht über das Ziel hinausschossen. 

    Als Schulleiter setzte er sich engagiert für Schulsozialarbeit als Standard sowie für eine Ganztagsschule ein, die mehr sein sollte als ein reines Betreuungsangebot. Im Hauptpersonalrat der Gymnasien vertrat er beharrlich die Interessen der Beschäftigten. Auch als Sprecher der Gymnasien im Schulausschuss war er kommunalpolitisch aktiv und verstand Schule stets als gesellschaftspolitische Aufgabe. 

    Mit Bruno Köneke verliert die GEW Dortmund einen engagierten Kollegen, einen überzeugten Pädagogen und einen Gewerkschafter, der über viele Jahre das Gesicht der GEW in Dortmund geprägt hat. Sein Wirken und sein Einsatz für eine gerechte Bildungspolitik werden unvergessen bleiben. 

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