Bestand der Tiere ist in ihrem natürlichen Lebensraum stark gefährdet

Zoo Dortmund begeht Welt-Ameisenbären-Tag

Ein Großer Ameisenbär mit Jungtier im Pantanal.
Ein Großer Ameisenbär mit Jungtier im Pantanal. Foto: Instituto Tamanduá

Der Zoo Dortmund begeht am heutigen Montag (29. November 2021) mit vielen anderen Zoos und Artenschützer:innen aus Südamerika den Welt-Ameisenbären-Tag. Damit möchte der Zoo auf Große Ameisenbären, ihre Bedrohung und Erforschung aufmerksam machen. Aktionen vor Ort finden coronabedingt nicht statt.

Bestand ist in natürlichen Lebensraum in Mittel- und Südamerika stark geschrumpft

Forscher*innen des Instituto Tamanduá mit einem Großen Ameisenbären in Brasilien.
Forscher:innen des Instituto Tamanduá mit einem Großen Ameisenbären in Brasilien. Foto: Instituto Tamanduá

Für den Zoo Dortmund ist der Große Ameisenbär eine besonders wichtige Tierart: Schon seit 1985 koordiniert der Zoo als europäischer und bereits seit 1979 als internationaler Zuchtbuchführer weltweit die Haltung in Zoologischen Gärten und trägt damit besondere Verantwortung für Große Ameisenbären.

Der Bestand der Großen Ameisenbären ist in ihrem natürlichen Lebensraum in Mittel- und Südamerika stark geschrumpft. Verantwortlich dafür sind Entwaldung, Busch- und Waldbrände, Ausweitung der Landwirtschaft, der Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, Jagd und Verkehrsunfälle. Die Weltnaturschutzunion IUCN geht von einem Rückgang der Großen Ameisenbären um mindestens 30 Prozent seit 2005 aus.

Zusätzlich setzten die verheerenden Feuer in Brasilien im vergangenen Jahr der Art stark zu. Im Pantanal, einer der artenreichsten Regionen der Erde und Heimat des Großen Ameisenbären, verbrannten mehr als vier Millionen Hektar Fläche. Das entspricht in etwa der Größe der Schweiz und macht etwa ein Fünftel des Pantanal-Feuchtgebiets aus.

Seit über zehn Jahren arbeitet der Zoo Dortmund eng mit dem Instituto Tamanduá zusammen

Sandra, die älteste Große Ameisenbärin der Welt, im Zoo Dortmund (geboren 9. Juni 1994 im Zoo) bei einem Nickerchen auf der Außenanlage.
Sandra, die älteste Große Ameisenbärin der Welt, im Zoo Dortmund (geboren 9. Juni 1994 im Zoo) bei einem Nickerchen auf der Außenanlage. Foto: Marcel Stawinoga für den Dortmunder Zoo

Das Instituto Tamanduá unter der Leitung der Tierärztin Dr. Flavia Miranda behandelte zahlreiche durch die Feuer zum Teil schwer verletzte Ameisenbären wie auch andere Tiere und bereitete sie anschließend, wenn möglich, auf eine erneute Auswilderung vor. Bereits seit 2005 schützt und erforscht das Instituto Tamanduá Ameisenbären und andere Nebengelenktiere in ihrem natürlichen Lebensraum.

Seit über zehn Jahren arbeitet der Zoo Dortmund eng mit Dr. Flavia Miranda und dem Instituto Tamanduá zusammen. Durch die neuen Erkenntnisse der Forscher:innen vor Ort kann die Haltung Großer Ameisenbären in Zoologischen Gärten so stetig verbessert werden, während die Erfahrungen der Zoos u.a. dabei helfen, verletzte und verwaiste Ameisenbären zu halten, aufzupäppeln und wieder auszuwildern.

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