Verwaltung digital bündeln: Dortmund wird Pilotkommune für „Deutschland-App“

Zugang zu staatlichen Leistungen soll einfacher und zentraler werden

Zwei Frauen lesen Informationen auf dem Smartphone vor dem Dortmunder U
Dortmund hat bereits die Dortmund-App und kann somit bei der Entwicklung der „Deutschland-App“ auf Erfahrungen im Bereich digitaler Bürgerservices zurückgreifen. Foto: Stephan Schuetze/Stadt Dortmund

Die Stadt Dortmund beteiligt sich als Pilotkommune an der Erstellung der „Deutschland-App“. Diese soll den Zugang zu staatlichen Leistungen für Bürger:innen erleichtern. Es geht dabei um Leistungen auf Bundesebene. Über die „Deutschland-App“ sollen viele Verwaltungsprozesse zukünftig zentral und digital ablaufen: Die Buchung von Terminen, aber auch Leistungen wie Kindergeldanträge oder Wohnsitzanmeldungen.

Dortmund als „Vorreiterin für digitale Innovationen im kommunalen Bereich“

Es sollen auch KI-basierte Funktionen zum Einsatz kommen, die durch Prozesse führen und diese erklären. Neben Dortmund testen auch andere Pilotkommunen wie etwa Hamburg die Services, bevor die App auf Bundesebene eingeführt wird.

Christian Uhr
Christian Uhr Foto: Anja Cord für Nordstadtblogger.de

„Mit der Teilnahme als Pilotkommune unterstreichen wir als Stadt Dortmund unseren Anspruch, Vorreiterin für digitale Innovationen im kommunalen Bereich zu sein und die Verwaltung konsequent an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten“, sagt Stadtdirektor Christian Uhr.

Für die Entwicklung arbeitet die Stadt mit führenden Technologiepartnern zusammen. Mit Partner T-Systems hätten die ersten Gespräche stattgefunden, so der für das Dezernat Personal, Digitales und Verwaltungsmodernisierung zuständige Dezernent. Die Stadt Dortmund betont, dass die Nutzung der App freiwillig bleiben wird. Auf Datenschutz und Transparenz würde besonders geachtet.

Erfahrungen aus der Entwicklung der Dortmund-App erweisen sich als nützlich

Für die Rolle als Pilotkommune sieht sich die Stadt auch wegen der Erfahrungen aus der Entwicklung der Dortmund-App qualifiziert. Diese App stellt Dortmunder:innen Informationen rund um das Stadtgeschehen und verschiedene digitale Services bereit. Ungefähr 22.000 Büger:innen nutzen das Angebot bereits.

Das Dienstleistungszentrum Bürgerdienste Foto: Alex Völkel für nordstadtblogger.de

Auch das Projekt „Digitales Bauhaus“ ist ein Versuch, die Stadtverwaltung einfacher und digitaler zu gestalten. Daran arbeitet die Stadt seit 2023 gemeinsam mit dem unabhängigen Dortmunder IT-Dienstleister adesso SE.

In diesem Zuge wurden bereits viele Antragstellungen im Bereich der Stadtverwaltung digitalisiert. Bis 2027 soll das Projekt die Stadtverwaltung von Grund auf umstrukturiert und auf digitale Effizienz ausgerichtet haben.


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Das Stadt-Projekt „Digitales Bauhaus“ läuft bis 2027 in Kooperation mit Adesso weiter

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