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VCD: Corona macht Verkehrswende dringender denn je – ÖPNV stützen – mehr Platz für Rad- und Fußverkehr

Für den VCD ist der ÖPNV einer der Verlierer der Corona-Krise. Foto: Alex Völkel

Sinkende Fahrgastzahlen: Für den VCD ist der ÖPNV ein Verlierer der Corona-Krise. Foto: Alex Völkel

Die Corona-Krise hat aktuell die Mobilität verändert, der wochenlange Lockdown die Straßen geleert, vor allem aber Busse und Bahnen. Viele Menschen arbeiten im Homeoffice, nicht wenige, die weiter zur Arbeit fahren, sind auf das Rad umgestiegen. Aus Sicht des VCD Dortmund-Unna wird das Folgen auch für die Zeit nach Corona haben. Damit sich die Mobilität nicht in eine falsche, unerwünschte Richtung entwickelt, müssen Stadt und DSW21 jetzt noch viel stärker als geplant in die Verkehrswende investieren, fordert der Verband jetzt in einem Thesenpapier „Mobilität nach Corona – notwendige Maßnahmen für Dortmund“.

Durch engere Taktung und mehr Abteile kann mehr Raum geschaffen werden

Nötig ist aus Sicht des VCD auf der einen Seite mehr Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, auf der anderen Seite mehr Platz in Bussen und Bahnen – und damit mehr Geld für den ÖPNV. Der ÖPNV ist aus ihrer Sicht einer der Verlierer der Corona-Krise. Die Fahrgastzahlen sind eingebrochen. ___STEADY_PAYWALL___

Die Ansteckungsgefahr besteht unvermindert fort - ein Experte aus dem Dortmunder Lungenzentrum rät, wie das Risiko vermindert werden kann. Foto: Sascha Fejneman

Busse und Bahnen waren während der Corona-Krise deutlich leerer. Foto: Sascha Fejneman

Ohne Busse und Bahnen aber ist eine Verkehrswende gerade in Metropolregionen wie dem Ruhrgebiet nicht machbar; sie sind das Rückgrat der umweltfreundlichen Mobilität. Und eine Verkehrswende ist notwendig: für den Klimaschutz und um die Stadt lebenswert für Bewohner*innen und Besucher*innen zu gestalten.

Um das Vertrauen der Menschen in das System ÖPNV zurückzugewinnen, sei es notwendig, mehr Platz in Bussen und Bahnen zu schaffen, wo immer es möglich ist, so der VCD. Einmal durch einen engeren Takt, zum anderen durch längere Stadtbahnen. DSW21 muss also mehr Fahrzeuge als geplant anschaffen. Natürlich ist dafür Geld erforderlich. Die Politik in der Stadt sollte sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass Bund und Länder den ÖPNV jetzt nicht ins Bergfreie fallen lassen.

Viele Menschen sind während der Krise auf das Fahrrad umgestiegen. Anders als in anderen Städten überall auf der Welt – Bogota, Berlin, Budapest – wurde in Dortmund aber nicht mehr Platz für Radfahrer*innen geschaffen, die sogenannten Pop-up Bikelanes (provisorische Radwege auf bisherigen Autospuren) hat die Stadt nicht einrichten wollen, kritisiert der Verkehrsverband.

Worten müssen Taten folgen. Dortmund auf dem Weg zur Fahrradstadt?

Autos machen in Dortmund dem Fahrrad den Platz immer noch massiv streitig. Foto: Alex Völkel

Tatsache aber ist für den VCD, dass in Dortmund schon ohne Pandemie viel zu wenig Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen ist. Zum einen muss die Stadt ihrer Ankündigung, Fahrradstadt zu werden, jetzt Taten folgen lassen, zum anderen auch für Fußgänger*innen mehr Platz schaffen. Das geht nur zulasten des Autoverkehrs. Etwa, indem Falschparken nicht mehr geduldet wird.

Notwendig ist darüber hinaus auch insgesamt eine Entschleunigung des Verkehrs und ein Zurückdrängen des Autoverkehrs. Tempo 30 stadtweit und Tempo 20 in sensiblen Bereichen wie der City oder in Einkaufsstraßen wäre eine notwendige Maßnahme, die autofreie Innenstadt (mit Zufahrt nur für Anwohner*innen und zu Tiefgaragenplätzen) eine andere.

Die Stadt hat zuletzt einige noch zaghafte Schritte in Richtung Verkehrswende getan, Stichworte Fahrradstadt, Mikrodepot, Tempo 30 auf der Ruhrallee. Diesen Weg muss die Stadt jetzt entschlossen weitergehen.

Hier gibt es ein Thesenpapier des VCD als PDF zum Download: VCD-Thesenpapier zu Corona

 

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