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Überregionale Jobbörse „strukTOURwandel“ soll Arbeitssuchende im Ruhrgebiet mobil machen

„Die verschiedenen Regionen sind nicht so weit, wie manch ein Arbeitsuchender denkt.“

Von Peter Kozyra

Unter dem Slogan „strukTOURwandel – wir machen mobil!“ organisierte die Dortmunder Agentur für Arbeit mit ihren Partnerstellen aus der Region eine Jobbörse für pendelwillige Arbeitslose. Hintergrund ist die Idee, Kunden zum „Blick über den Tellerrand“ zu animieren und sie zu unterstützen, auch überregional nach passenden Stellen Ausschau zu halten.

Suchende dürfen nicht zu lange auf eine ideale Stelle in ihrer direkten Umgebung warten

Astrid Neese mit ihrem Dortmunder Team bei der überregionalen Jobbörse „strukTOURwandel“.

„Wir wollen niemanden aus Dortmund vertreiben – wir wollen Chancen schaffen“, beschreibt Astrid Neese, Leiterin der Dortmunder Agentur für Arbeit den Hintergrund der Veranstaltung.

„Vielleicht ist die Traumarbeitsstelle nur 20 Minuten Bahnfahrt entfernt“ gibt sie zu bedenken. „Die Bereitschaft zum Pendeln muss aber da sein“ fügt Sibylle Hünnemeyer, Pressesprecherin der Agentur, hinzu.

Um den 400 geladenen Kunden die gute Verkehrssituation vor Augen zu führen, waren auf einer großen Karte die tatsächlichen Reisezeiten zu den Städten in der Region gelistet.

„Es ist verständlich dass man am liebsten eine Stelle in der Nähe hätte, man darf aber auch nicht zu lange darauf warten und hoffen“, führt Neese aus. Über das Suchportal der Arbeitsagentur ist es natürlich möglich, sich auch überregional über offene Stellen zu informieren. Jedoch ist die persönliche Beratung ein großer Faktor.

20 Mitarbeiter von Arbeitsagenturen aus der Region luden zum persönlichen Gespräch ein

Kai Bernhagen beriet im Namen der Agentur für Arbeit Iserlohn Bewerber aus Dortmund über Stellen in seiner Region.

Um die Kunden zum pendeln zu ermutigen, waren Mitarbeiter aus Arbeitsagenturen der Region eingeladen.

Die Vermittler und Berater aus Hamm, Bochum, Recklinghausen, Iserlohn, Hagen und Münster-Ahlen informierten die Suchenden über Stellen aus ihren Bezirken und nahmen sich die Zeit um jeden Bewerber persönlich kennen zu lernen.

„Das ist ganz wichtig“, nickt Kai Bernhagen, Arbeitgebervermittler der Agentur in Iserlohn. „Ich kenne die Arbeitgeber in meiner Region und weiß um deren Bedürfnisse. Demnach kann ich gezielter für sie vermitteln, wenn ich die Bewerber kenne und ihre Persönlichkeit einschätzen kann.“

Dieser Aspekt macht oft den entscheidenden Unterschied, stimmt auch Neese zu: „Ein Unternehmen mag zum Beispiel einen Kaufmann suchen, und da hätten wir viele, die wir vorschlagen könnten, aber durch den persönlichen Kontakt können wir exakte Empfehlungen für Kunden aussprechen, die beispielsweise von der Mentalität, Flexibilität oder Erfahrung perfekt zum jeweiligen Unternehmen passen.“

Förderung der Mobilität in der Probezeit durch die Arbeitsagentur

Der Andrang der Bewerber war entsprechend des Angebots groß.

Ein Team der Mobiltätsberatung war ebenfalls anwesend und klärte Fragen über die verschiedenen Möglichkeiten einer Förderung auf.

So ist in der Probezeit eine Unterstützung von bis zu 260 Euro durch die Arbeitsagentur für Bahntickets oder Spritkosten möglich, abhängig von der Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort.

Und auch über weitere Fördermöglichkeiten wie finanzielle Hilfe bei einem sich lohnenden Umzug wurde informiert. „Das sind aber Punkte, die stark von Einzelfällen abhängig sind“, sagt Hünnemeyer.

„Unser erstes Ziel ist es, unsere Kunden mobil zu machen und ihnen aufzuzeigen, dass ein Arbeitsplatz in Bochum teilweise genauso schnell erreicht werden kann, wie einer in Dortmund.“

„Seit fünf Jahren steigt sowohl die Zahl der besetzen Arbeitsstellen in Dortmund als auch die Beschäftigungszahl der Einwohner“, freut sich Neese. „Die Zahlen beweisen aber auch, dass die Region mobil ist und zum Arbeitsplatz pendelt – wir möchten unsere Kunden dazu auffordern, sich dem anzuschließen.“

Weitere Impressionen der Veranstaltung finden sie hier:

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