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„Tag der Demenzerkrankung“ – Marien-Hospital in Hombruch stellt Rat und Hilfe für pflegende Angehörige in den Fokus

Das Marien-Hospital in Hombruch lädt zu einem besonderen Demenz-Infotag ein.

Das Marien-Hospital in Hombruch lädt zu einem besonderen Demenz-Infotag ein. Fotos: Heike Becker-Sander

„Demenz – die hilflos machende Krankheit“ – unter diesem Titel lädt das Marien-Hospital in Hombruch, Gablonzstraße 9, am kommenden Freitag, 9. November 2018, zu einem besonderen Infotag ein. Im Fokus der Veranstaltung sollen diesmal vor allem die Angehörigen stehen, die Demenzerkrankte betreuen und pflegen. Denn: „Eine Demenzerkrankung verändert nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch den Alltag der gesamten Familie“, erläutert Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Hombrucher Marien-Hospital.

Chefarzt der Psychiatrie appelliert: Angehörige dürfen sich bei der Pflege nicht überfordern

Oftmals würden sich die pflegenden Angehörigen, meist sind es die Ehefrauen oder Töchter, völlig überfordern. Häufig auch, weil sie nicht wissen, welche Hilfsangebote es gibt oder sich scheuen, sie in Anspruch zu nehmen. Dabei, so Dr. Harald Krauß, sei es besonders wichtig, dass diese Angehörigen auch an sich selbst denken und dass es ihnen gut geht. „Wenn die Betreuer zusammenbrechen, ist das für die Demenzerkrankten eine doppelte Katastrophe.“

Also geht es am 9. November von 10 bis 16 Uhr im Marien-Hospital nicht nur um die Fragen, was Demenz als Krankheit bedeutet, wie sie diagnostiziert und behandelt wird, sondern auch darum, was für die Angehörigen getan werden kann, die in vielen Fällen rund um die Uhr für die Demenzpatienten da sind.

Vielfältiges Angebot am 9. November: „Markt der Möglichkeiten“ und „Demenzparcours“

Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Marien-Hospital Hombruch. Fotos: Heike Becker-Sander

Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Marien-Hospital Hombruch.

Welche Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten können Angehörige in Anspruch nehmen, wo gibt es therapeutische Unterstützung und was wird von den Krankenkassen bezahlt? Das sind nur einige Themenstellungen, denen sich der „Tag der Demenzerkrankung“ am Marien-Hospital widmet. Zu diesen Fragenkomplexen gibt es zwischen 10 und 16 Uhr mehrere Vorträge von Ärzten und Psychologen, Altenpflegern und dem Seniorenbüro Dortmund.

Außerdem wartet in der Mehrzweckhalle und den benachbarten Gängen ein „Markt der Möglichkeiten“ auf die Besucher des Infotages. Hier gibt es unter anderem Stände von Anbietern von Hilfeleistungen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige und die Möglichkeit, sich über Organisationen zu informieren, die Freizeitaktivitäten oder Rat und Hilfe anbieten.

Großes Interesse wird sicher auch der „Demenzparcours“ finden, der im Eingangsbereich des Hombrucher Krankenhauses eingerichtet wird. Hier können Besucher an verschiedenen Stationen versuchen, in die Rolle von Menschen zu schlüpfen, die an Demenz erkrankt sind. Speziell entwickelte Tests zeigen, wie schwer es für Betroffene sein kann, ganz alltägliche Aufgaben zu lösen. „Dieser Demenzparcours soll helfen, die Auswirkungen der Krankheit und die Probleme der Kranken besser zu verstehen“, so Dr. Harald Krauß.            (HBS)

Mehr Informationen:

  • „Tag der Demenzerkrankung 2018“ am Freitag, 9. November 2018, von10 bis 16 Uhr
  • Ort: Marien-Hospital, Gablonzstraße 9, 44225 Dortmund (Hombruch).
  • Kontakt:  www.marien-hospital-dortmund.de
  • Telefon: 0231 7750 45500
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