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Stadt und Dortmunder U bieten digitales Programm mit sieben interessanten Workshops zum Internationalen Frauentag 2021

Von links: Dr. Stefan Mühlhofer (Städt. Kulturbetriebe), Maresa Feldmann (Gleichstellungsbüro), Claudia Friedrichs (Dortmunder U), Katrin Kieseier (Gleichstellungsbüro). Foto: Stadt Dortmund

Ungewöhnliche Zeiten verlangen ungewöhnliche Formate. Das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund und das Dortmunder U laden daher in diesem Jahr am 8. März ab 15 Uhr zum ersten digitalen Internationalen Frauentag ein. Neben der Begrüßung durch den Oberbürgermeister Thomas Westphal und der Verleihung des mit 1.500 Euro dotierten Dr. Edith Peritz-Preis für besonderes Engagement in der Gleichstellungsarbeit warten viele weitere spannende Programmpunkte auf die Teilnehmerinnen. 

Für die Workshops ist eine Anmeldung per Mail zwingend erforderlich

Bilder: Dortmund-Agentur

Sie können aus sieben verschiedenen interaktiven Workshops zu aktuellen gleichstellungspolitischen Themen den passenden auswählen oder im Livestream ihr Gen der charismatischen Überzeugungskraft kennenlernen. ___STEADY_PAYWALL___

Maxa Zoller, die künstlerische Leiterin des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund|Köln wird über ihre Arbeit und ihren spannenden Werdegang berichten. Bei einer Sonderausgabe der Veranstaltungsreihe von „Butler, Butch, Beyoncé“ treten die Gäste in einen generationsübergreifenden Dialog der Feminismen. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen digitalen Blick in das Dortmunder U zu werfen.

Insgesamt werden sieben Workshops angeboten, die jeweils rund 90 Minuten dauern werden, leichte Variationen sind möglich. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Mail zwingend erforderlich, damit die Zugangsdaten im Vorfeld verschickt werden können. Außerdem ist die Personenanzahl begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Workshop 1:  Was Karriere ausmacht – Frauen in Führungsetagen

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet beschäftigt sich mit der Frage, welche Faktoren für eine moderne Führungskultur im Hinblick auf die Karriereentwicklung von Frauen wichtig sind – nicht nur für Führungskräfte, sondern auch für junge Frauen, die die Führungsetage anstreben.

Mithilfe eines interaktiven Impulsvortrags werden neue Potentiale und Wege entdeckt, frische Energien in Unternehmen freizusetzen. In einem Austausch mit dem Publikum können die Teilnehmenden Fragen stellen und netzwerken. Präsentiert vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet mit der Potentialdetektivin Heide Liebmann.

Hier geht es zur Anmeldung.

Workshop 2: Eine Hommage an Sophie Scholl zum 100. Geburtstag der Widerstandskämpferin

Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Gerade heute ist und bleibt sie ein leuchtendes Vorbild und eine Mutmacherin gegen Hass und Hetze. Der SPIEGEL-Bestsellerautor Tim Pröse hat bislang etwa 170 Lesungen hinter sich, ca. 70 davon an Schulen. Die meisten – und emotionalsten – Auftritte hatte er mit seinem Longseller „Jahrhundertzeugen – Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“. 

In ihm porträtiert er 18 Widerstandskämpfer*innen und Überlebende des Naziterrors – allen voran Sophie Scholl. Und weil gerade die besondere Geschichte dieser Heldin so viele Menschen auf seinen Lesereisen tief bewegte, hat sich Tim Pröse entschlossen, ab 2021 einen szenischen Vortrag und eine Hommage allein an Sophie Scholl anzubieten.

Der Anlass ist ihr 100. Geburtstag. Tim Pröse hat von Sophies Schwester Inge Aicher-Scholl, die er lange Zeit begleitete, bislang kaum bekannte Dokumente bekommen. Die „Erinnerungen an München“ erzählen sehr privat und sehr eindringlich von den letzten Tagen und Stunden der Widerstandskämpferin und ihres Bruders.

Präsentiert von der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund

Hier geht es zur Anmeldung

Workshop 3: We should all be Feminists: Was ist eigentlich (Pop-) Feminismus?

„Popfeminismus“ ist knallig, pink, unernst, sexpositiv, massentauglich und vermarktbar. Künstler*innen of colour wie Beyonce und Nicky Minaj sind extrem erfolgreich und tragen die Selbstbezeichnung „Feministin“ stolz vor sich her. 

Sie proklamieren aber nicht die Selbstbehauptung in einem Business, in dem am Ende doch noch oft Männer das Sagen haben, sondern wollen auch diversere Schönheitsideale etablieren. Die Modebranche griff diesen „Trend“ schnell auf. So lautete die Kampagne von Dior im Frühling-Sommer 2017 „We Should All Be Feminists“.

Bezeichnet Popfeminismus lediglich eine Marketingstrategie oder das Empowerment einer jungen und diversen Frauengeneration? Schwächt er die „eigentlichen“ Anliegen des Feminismus und gibt es „den“ Feminismus überhaupt? Präsentiert vom Multikulturellen Forum mit den Referentinnen Elif Gömleksiz und Larina Kleinitz (Muslime im Dialog).

Hier geht es zur Anmeldung

Workshop 4: Catcalling! Wie wehre ich mich oder stehe für andere Opfer von sexueller Belästigung ein?

„Hey Süße! Gib‘ mal deine Nummer! Warum ignorierst du mich? Du bist eh hässlich!!!“ – Was sich anhört wie ein schlechter Witz, ist leider Alltag für viele Frauen. Egal ob im Club, in der Bahn, beim Einkaufen oder sonst wo: verbale sexuelle Belästigung passiert jeden Tag und ist die häufigste Form von Alltagssexismus.

Aber warum ist Catcalling so normalisiert? Warum wird das Thema gesellschaftlich kaum diskutiert? Wie wehre ich mich oder stehe für andere Opfer von sexueller Belästigung ein?

All diesen Fragen wollen wir im Rahmen eines Workshops nachgehen, einen Raum für Diskussionen und das Teilen von Erfahrungen bieten.

Präsentiert vom Respektbüro der Stadt Dortmund

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Workshop 5: All the Web’s a Stage?! – Mechanismen der Selbstdarstellung beim Netzwerken online

Die Selbstdarstellung online ist ein wichtiges Element für die Sichtbarkeit. Frauen und Männer sind hier anders aufgestellt. Während sie sich oft freundlich und defensiv darstellt, profitiert er von großen Netzwerken und Empfehlungen. Sind Frauen selbst schuld an ihrer relativen Unsichtbarkeit? Oder spielen Vorurteile hier eine Rolle, die zu unterschiedlichen Bewertungen des gleichen Verhaltens führen?

Präsentiert vom Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V. mit der Referentin Dr. Sabrina Eimler von der HS Ruhr West, Lehrgebiet Human Factors and Gender Studies

Hier geht es zur Anmeldung

Workshop 6: Vorteile und Herausforderungen als Frau in der Führungsrolle

In diesem Workshop sollen anhand der aktuellen Forschung die Herausforderungen und Vorteile von Frauen in Führungsrollen aufgezeigt werden. In einer theoretischen Einführung werden anhand wissenschaftlicher Modelle Führungsverhaltensweisen vorgestellt und auf die Stärken weiblicher Führungskräfte eingegangen. 

Anschließend haben die Teilnehmer*innen in einem interaktiven Teil die Gelegenheit, ihre persönlichen Erfahrungen einzubringen und sich ihrer eigenen Stärken bewusst zu werden.

Referentinnen: Nele Hartmann, Catrin Millhoff, Julia Nogga. Präsentiert von der TU Dortmund, Lehrstuhl für Personalentwicklung & Veränderungsmanagement.

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Workshop 7: Das Gender Pay Gap-Experiment

Zusammen mit Jung von Matt/SAGA GmbH hat TERRE DES FEMMES in einem bislang einzigartigen sozialen Experiment mit Transgenderpersonen bewiesen, dass Frauen bis zu 33 Prozent weniger Geld für die gleiche Arbeit erhalten. 

Im „Gender Pay Gap-Experiment“ treten Transgenderpersonen je einmal als Frau, einmal als Mann im Bewerbungsgespräch an, um sich um Jobs im Projektmanagement, als pharmazeutisch-technische*r Assistent*in und im Fashion-Bereich zu bewerben. Dabei weisen sie dieselben Lebensläufe und Qualifikationen vor, in Grundzügen auch gleiche Persönlichkeitsauftritte.

Der preisgekrönte Kurzfilm dient als Grundlage für die Diskussion zur Frage, warum Frauen auch im Jahr 2021 für die gleiche Arbeit weniger Gehalt bekommen und wie dies geändert werden kann. Präsentiert von Terre des Femmes – Städtegruppe Dortmund.

Hier geht es zur Anmeldung

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind unter www.dortmund.de/ift2021 zu finden.

 

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Weitere Informationen:

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2 Gedanken über “Stadt und Dortmunder U bieten digitales Programm mit sieben interessanten Workshops zum Internationalen Frauentag 2021

  1. Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie bietet Programm zum Internationalen Frauentag 2021 Beitrags Autor

    Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie bietet Programm zum Internationalen Frauentag 2021

    Liebe Bündnispartner:innen, liebe Mitstreiter:innen,

    am 08.März ist der internationale Frauentag! Das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund hat hierzu ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, welches Sie und ihr im Anhang finden. Es gibt neben einem Livestream auch die Möglichkeit an diversen Workshops teilzunehmen.

    Auch die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie wird in diesem Jahr einen der Workshops präsentieren:

    „Eine Hommage an Sophie Scholl. Zum 100. Geburtstag der Widerstandskämpferin im Jahr 2021“

    Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Gerade heute ist und bleibt sie ein leuchtendes Vorbild und eine Mutmacherin gegen Hass und Hetze.

    Der SPIEGEL- Bestsellerautor Tim Pröse hat bislang etwa 170 Lesungen hinter sich, ca. 70 davon an Schulen. Die meisten – und emotionalsten – Auftritte hatte er mit seinem Longseller „Jahrhundertzeugen – die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“. In ihm porträtiert er 18 Widerstandskämpfer*innen und Überlebende des Naziterrors – allen voran Sophie Scholl.

    Und weil gerade die besondere Geschichte dieser Heldin so viele Menschen auf seinen Lesereisen tief bewegte, hat sich Tim Pröse entschlossen, ab 2021 einen szenischen Vortrag und eine Hommage allein an Sophie Scholl anzubieten. Der Anlass ist ihr 100. Geburtstag.

    Tim Pröse hat von Sophies Schwester Inge Aicher-Scholl, die er lange Zeit begleitete, bislang kaum bekannte Dokumente bekommen. Die „Erinnerungen an München“ erzählen sehr privat und sehr eindringlich von den letzten Tagen und Stunden der Widerstandskämpferin und ihres Bruders.

    Der Zugang zum Livestream-Programm ist ohne Anmeldung möglich, zu den Workshop-Teilnahme müssen Sie und ihr euch/sich jedoch anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Alle Infos zur Anmeldung und zum Programm des Tages finden Sie und Ihr unter http://www.dortmund.de/ift2021

  2. Pressemitteilung zur Frauen*kampfwoche vom 01.03.-08.03.21 vom Queer-feministischen Referat, dem Autonomen Behindertenreferat und dem AStA der TU Dortmund (PM) Beitrags Autor

    Pressemitteilung zur Frauen*kampfwoche vom 01.03.-08.03.21 vom Queer-feministischen Referat, dem Autonomen Behindertenreferat und dem AStA der TU Dortmund

    Bereits seit mehr als 100 Jahren ist der 8. März internationaler Frauen*kampftag. Bereits seit mehr als 100 Jahren nutzen Menschen diesen Tag, um auf die Diskriminierung hinzuweisen, welche Frauen* tagtäglich widerfährt. Auch wenn in diesen 100 Jahren schon viel geschafft wurde, so ist der Kampf noch nicht vorbei.

    Frauen* werden noch immer in vielen Bereichen unserer fortschrittlichen, demokratischen Gesellschaft diskriminiert und außen vorgelassen. Sie müssen weiterhin für ihre Rechte und die Gleichstellung, sowie Anerkennung kämpfen. Genau aus diesem Grund haben wir, das Queer- feministische Referat, das Autonome Behindertenreferat und das der AStA der TU Dortmund, die Frauen*kampfaktionswoche ausgerufen, welche im internationalen Frauen*kampftag gipfelt. Es ist jedoch nicht nur an einem Tag oder in einer Woche Frauen*kampf, sondern das Kämpfen um die Gleichberechtigung und Wertschätzung geht auch darüber hinaus noch weiter.

    Gerade in dieser Zeit der sozialen Isolation ist es eine essenzielle Aufgabe unserer Gesellschaft, unsere Aufmerksamkeit auf das Wohl und den täglichen Kampf der Frauen* mit und ohne Behinderung/chronischer Erkrankung zu richten. Wir haben für dieses Jahr eine einwöchige Frauen*kampfwoche vom 01.03. bis zum 08.03. ausgerufen. Sie wird thematisch umrahmt von verschiedenen Workshops, Vorträgen, Kennenlernabenden und Talks, welche in verschiedene Bereiche der Frauen*bewegung eintauchen wollen. Ebenso wollen wir besonders jetzt Möglichkeiten des sozialen Austauschs bereitstellen. Die Referent*innen kommen aus den verschiedensten Bereichen der Kultur und Politik, der Beratung und Workshopleitung.

    Das Ziel unserer geplanten Veranstaltungen und Workshops ist es, sich gemeinsam zu empowern, Missstände offen zu legen und vor allem die Möglichkeit zu nutzen, durch qualifizierte Begleitung Weiterbildung zu ermöglichen. Anhand von Vernetzung, Austausch und einer Bildungs-Plattform erhoffen wir uns einen wichtigen Beitrag zum Abbau der akuten Missstände zu leisten. Daher ermutigen wir hiermit interessierte Menschen an den Workshops wie “Digitale Gewalt, gemeinsam Schutzstrategien entwickeln” oder “Kritische Männlichkeit” sowie den Vorträgen mit den Themen “Unsichtbare Frauen – Verzerrte Daten”, “Seit Frauen in den Hörsaal kamen. Akademikerinnen gestern und heute” oder “Sexualisierte Belästigung und Gewalt gegen Studentinnen mit und ohne Behinderungen an Hochschulen” oder dem Filmgespräch “‘Wir wollten Zugriff auf die Produktionsmittel, ohne dass uns jemand reinredet.’ Im Gespräch mit der Dokumentarfilm- Regisseurin Claudia Richarz” beizuwohnen.

    Es ist uns gelungen für dieses wichtige Thema eine Reihe an Kooperationen aufbauen zu können und ebenso konnten wir andere Organisationen, Institutionen und Vereine in Dortmund dazu ermutigt, Veranstaltungen zum Thema Frauen*kampfwoche zu organisieren.

    Frauen*

    Die berechtigte Debatte um das Sternchen nach „Frauen“ wird auch bei uns geführt. Wir haben uns dafür entschieden das Sternchen zu nutzen. Als Zeichen, über das man visuell stolpert. Als Zeichen, dass das Wort „Frau“ nicht mehr nur Teil eines binären Systems von Mann und Frau ist. Als Hinweis auf alle marginalisierten und diskriminierten Frauen. Als Anstoß, die herrschenden Strukturen aufzubrechen und weiterzudenken. Wir sind dankbar für jeglichen Input und Anregungen zu der Thematik und freuen uns, wenn ihr uns schreibt, damit wir in einen fruchtbaren Austausch kommen könne.

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