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Stadt schreibt in Dortmund Grundstücke für Wohnprojekt-Initiativen aus: Es gibt Flächen in Hörde und Brackel

Der "Kleine Hannibal" in der Bornstraße.

Stadt in der Anonymität zu versinken, optieren immer mehr Menschen für gemeinschaftliches Wohnen. Foto: Alex Völkel

Alternatives Wohnen in einer Solidargemeinschaft: Immer mehr Menschen entscheiden sich gegen ein Leben in relativer sozialer Isolation in den üblichen Mietkasernen. Die Stadt Dortmund nimmt den Trend auf und schreibt zwei Grundstücke für Gemeinschaftsprojekte aus.

Gemeinschaftliches Wohnen in ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen und Formen möglich

Wohnprojekte bieten viele Möglichkeiten des alternativen Zusammenlebens. Sie sind ein Zusammenschluss von Menschen, die freiwillig und bewusst bestimmte Bereiche ihres Lebens räumlich und zeitlich miteinander teilen. Eine Solidargemeinschaft mit dem Ziel der gegenseitigen Anteilnahme und Unterstützung im Alltag. ___STEADY_PAYWALL___

Nicht allein die demografische Entwicklung und die sich ändernden Lebensumstände führen dazu, dass sich immer mehr Dortmunder*innen für das Wohnen und Leben in alternativen Wohnformen interessieren. Der Wunsch nach gemeinschaftlichem Wohnen in ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen und Formen wie z. B. dem Mehrgenerationenhaus, dem Wohnen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen oder dem Zusammenleben mit Menschen in der gleichen Lebensphase findet immer größerer Beliebtheit.

Interessenbekundungsverfahren für attraktive Grundstücke in Dortmund-Hörde und Brackel

Dortmund-Hörde, Wellinghofer Straße. Quelle (2): Stadt Do

Um diese Entwicklung zu unterstützen, hat die Politik die Verwaltung beauftragt, das Verfahren zur Bereitstellung von Wohnbaugrundstücken neu aufzustellen.

In einem ersten Schritt führt die Stadt Dortmund aktuell zwei Interessenbekundungsverfahren speziell für die Bebauung durch Wohnprojekt-Initiativen durch. Die Stadt Dortmund freut sich, wenn das Angebot großes Interesse findet und jetzt Bewerbungen eingingen.

Bewerben können sich (inklusive) Wohnprojekte, Wohninitiativen, projektbezogene Genossenschaften und Baugemeinschaften, die Interesse an der Realisierung besonderer Wohnformen haben.

Ein attraktives Grundstück befindet sich im Stadtbezirk Hörde auf der Fläche der ehemaligen Feuerwache Hörde. Für dieses allgemeine Wohngebiet wird derzeit über den Bebauungsplan Hö 273 Planrecht geschaffen. Das für Wohnprojekt-Initiativen ausgeschriebene Grundstück umfasst ca. 5.000 Quadratmeter.

Abgabefrist für Bewerbungsvordruck Ende des Jahres – Angaben zur zeitlichen Umsetzung niederschwellig

Pleckenbrink in Dortmund-Brackel

Das zweite Grundstück befindet sich im Stadtbezirk Brackel. Auch für diese Wohnbaufläche wird aktuell über den Bebauungsplans Br 213 Pleckenbrink Planrecht geschaffen. Im Neubaugebiet Pleckenbrink entstehen insgesamt ca. 130 Wohneinheiten mit einem Mix aus Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das ausgeschriebene Grundstück hat eine Größe von ca. 4.200 Quadratmeter.

Alle Wohnprojekt-Initiativen können wählen, ob sie das Grundstück kaufen oder in Erbpacht erwerben wollen. Weitere Informationen zu den Grundstücken, den Rahmenbedingungen sowie den Bewerbungsvordruck erhalten Sie auf der Internetseite der Stadt Dortmund.

Als persönliche Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau Gruner unter der Rufnummer 50- 2 39 38 oder per E-Mail mgruner@stadtdo.de gerne zur Verfügung.

Die Abgabefrist für den Bewerbungsvordruck endet am 31. Dezember 2020. Hinsichtlich der Angaben zur zeitlichen Umsetzung des Projektes werden in diesem ersten Schritt lediglich niedrigschwellige Angaben erwartet.

 

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