Die Technische Universität startet ins Wintersemester 2022/23:

Semesteranstoß im Stadion: Die TU Dortmund verzeichnet 4.900 Erst- und Neueinschreibungen

Die Erstsemester-Begrüßung im Stadion feiert 20-jähriges Jubiläum. Foto: Oliver Schaper für die TU Dortmund

Die TU Dortmund startete das neue Studienjahr traditionsgemäß im Signal-Iduna-Park. Mit der Veranstaltung im Stadion von Borussia Dortmund hieß die TU Dortmund ihre Studienanfänger:innen an der Universität und in der Stadt willkommen. Mit rund 4.900 Erst- und Neueinschreibungen am 13. Oktober steuert die Zahl der Studienanfänger*innen der TU Dortmund im Wintersemester 2022/23 auf das Vorjahresniveau zu. Die finale Anzahl steht jedoch erst Anfang Dezember fest, denn eine Einschreibung ist für viele Fächer noch weiterhin möglich.

Die „Ersti“-Begrüßung im Stadion feiert 20-jähriges Jubiläum

„Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im Studium. Gestalten Sie Ihr Studium Ihrem Können und Ihren Interessen entsprechend und besuchen Sie auch Vorlesungen anderer Fakultäten, um Ihren Horizont zu erweitern“, sagte TU-Rektor Prof. Manfred Bayer zum Start der Veranstaltung. „Wir kommen aus nicht ganz leichten Zeiten“, fuhr er fort, versicherte den neuen Studierenden jedoch, dass trotz Corona und der aktuellen Energiekrise alles getan werden würde, um den Betrieb der Universität in den folgenden Monaten in Präsenz zu halten: „Wir haben für den Winter bestmöglich vorgesorgt.“

TU-Rektor Prof. Manfred Bayer, Moderator Christoph Edeler und BVB-Geschäftsführer Thomas Treß begrüßen die „Erstis“ im Stadion. Den Ball mit Autogrammen des aktuellen BVB-Kaders schoss Bayer in die Menge.
TU-Rektor Prof. Manfred Bayer, Moderator Christoph Edeler und BVB-Geschäftsführer Thomas Treß begrüßen die „Erstis“ im Stadion. Den Ball mit Autogrammen des aktuellen BVB-Kaders schoss Bayer in die Menge. Foto: Oliver Schaper für die TU Dortmund

Das neue Studienjahr wurde im Stadion des BVB gemeinsam mit der Stadt, dem Theater, dem AStA, dem Studierendenwerk und dem BVB eingeläutet. Dieses Jahr feierte die „Ersti“-Begrüßung im Stadion 20-jähriges Jubiläum: Die Veranstaltung fand 2002 erstmals im Fußballstadion statt.

Die neuen Studierenden erlebten ein abwechslungsreiches Programm. Christoph Edeler, Leiter des Hochschulsports der TU Dortmund, moderierte die Veranstaltung. Musikalisch begleitete das Cello-Quartett der Dortmunder Philharmoniker die Erstsemesterbegrüßung. Zum Ein- und Auslass ertönten zudem Songs des Unichors und Mandla Mndebele von der Oper Dortmund betonte mit dem Stück „You’ll never walk alone“ die solidarische und ermutigende Botschaft der Veranstaltung.

OB Westphal: „,You’ll never walk alone‘ ist auch der Spirit dieser Stadt“

 Musikalische Begleitung gab es unter anderem vom Cello-Quartett der Dortmunder Philharmoniker.
Musikalische Begleitung gab es unter anderem vom Cello-Quartett der Dortmunder Philharmoniker. Foto: Oliver Schaper für die TU Dortmund

Die Fußballhymne sendet auch außerhalb des Stadions eine bedeutsame Message, wie Oberbürgermeister Thomas Westphal in einer Videobotschaft sagte: „,You’ll never walk alone‘ ist nicht nur ein Lied in der Fankurve, sondern der Spirit dieser Stadt.“

Auch Johannes Zedel vom Studierendenwerk Dortmund und Thomas Treß, Geschäftsführer des BVB, begrüßten die Studierenden „im schönsten Stadion der Welt“. Die Dekan*innen der Fakultäten und der AStA, vertreten durch die Vorsitzenden David Wiegmann und Leonie Lippert, hießen die Studienanfänger:innen ebenfalls willkommen.

Als symbolischen Startschuss fürs Studium schoss Prof. Manfred Bayer einen von den BVB-Profis signierten Fußball in die Menge, der mit einem geschickten Fang in die Hände einer glücklichen Gewinnerin überging. BVB-Legende Teddy de Beer loste per Dartspiel außerdem drei glückliche Gewinner*innen aus, die Gutscheine des Studierendenwerks überreicht bekamen.

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  1. Programm im Wintersemester: Öffentliche Vorlesungsreihe thematisiert „Bilder und Klänge von Krieg und Frieden“ (PM)

    Am 18. Oktober 2022 um 19.30 Uhr startet die inzwischen zur Tradition gewordene öffentliche Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ der TU Dortmund in Kooperation mit dem Stadtarchiv Dortmund und der Stadtkirche St. Reinoldi ins Wintersemester. In dem interdisziplinären Gespräch zwischen Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Geschichte werden vor Ort in der Stadtkirche wechselnde Themen behandelt. Die zwölf Termine im Wintersemester 2022/23 stehen unter dem Titel „Bilder und Klänge von Krieg und Frieden“.

    „Es ist uns als Projektverantwortliche ein Bedürfnis und eine Verpflichtung, die Gegenwart im Spiegel von historischen Erinnerungen und Forschungen, Mythen und Erzählungen, Kunst und Musik besser zu verstehen und verantwortungsvoll zu gestalten“, erklärt Prof. Barbara Welzel vom Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund die Wahl des Themas.

    Das Semester eröffnen werden Heike Proske, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Prof. Wiebke Möhring, Prorektorin Studium der TU Dortmund, Dr. Stefan Mühlhofer, Leiter der Kulturbetriebe der Stadt Dortmund und Direktor des Stadtarchivs, sowie der Musikwissenschaftler Alexander Gurdon und die Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel von der TU Dortmund.

    Stefan Mühlhofer wird beginnend bei den Schilderungen des Trojanischen Kriegs in der Ilias von Homer einen Überblick über verschiedene Themen des Semesters geben. Barbara Welzel wird über die Ausstellung „The Khanenko Museum, Kyiv“ berichten: eine Fotoausstellung, die dem im Frühjahr 2022 evakuierten, „entleerten“ Museum in Kyiv gewidmet ist. Im musikalischen Fokus des Eröffnungsabends wird das Konzept Hoffnung stehen – exemplarisch dargestellt anhand dreier Requien. Gerade in den Vertonungen von Totenmessen kommt der Vision einer Hoffnung eine entscheidende Rolle zu. Alexander Gurdon wird die Schlussgestaltungen der Requien von Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi und Gabriel Fauré vorstellen und ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf die Schwierigkeiten und Möglichkeiten eines hoffnungsvollen Schlusses in den Blick nehmen.

    Über „Bild und Klang“:
    Die Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ bringt die TU Dortmund in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, aber zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Weitere Termine: 25. Oktober, 8., 15., 22. und 29. November, 6. und 13. Dezember sowie 10., 17., 24. und 31. Januar, jeweils von 19.30 Uhr bis 21 Uhr

  2. Buntes Programm für Besucher*innen: TU Dortmund präsentiert sich beim Tag der offenen Tür (PM)

    Die TU Dortmund in all ihren Facetten kennenlernen – das können Besucher*innen am Samstag, den 22. Oktober: Von 10 bis 16 Uhr öffnet die Universität ihre Türen und bietet spannende Einblicke in Forschung, Studium und Verwaltung – sowie in Bereiche, die in der Regel nicht öffentlich zugänglich sind. Studieninteressierte können sich zudem über das Studienangebot der Fakultäten informieren.

    Für den Tag der offenen Tür haben die Fakultäten und Einrichtungen der TU Dortmund auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, Führungen, Ausstellungen und Mitmachaktionen zusammengestellt. So können Interessierte den Elektronenspeicherring DELTA besichtigen, Robotern beim Fußballspielen zusehen oder einen Vortrag der beliebten Vorlesungsreihe „Zwischen Brötchen und Borussia – Moderne Physik für Alle“ besuchen.

    Bei zahlreichen Veranstaltungen können die Besucher*innen selbst aktiv und kreativ werden: In der Modellbauwerkstatt wird gemeinsam Weihnachtsdeko gebastelt und in der Glasbläserei kann selbstständig eine Glaskugel hergestellt werden. Das Experiment „Möge die Kraft mit dir sein“ des Instituts für Mechanik lädt dazu ein, Herausforderungen der Stabilität und Dynamik auszuprobieren. Ebenfalls wieder auf dem Programm steht die beliebte Führung durch die „Unterwelt“, die Versorgungsschächte der TU Dortmund.

    Darüber hinaus bietet die TU Dortmund verschiedene Veranstaltungen zu aktuellen Themen: Das Institut für Philosophie und Politikwissenschaft ordnet in einem Vortrag den Krieg in der Ukraine ein, das Institut für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft informiert über die Stromversorgung der Zukunft und das Institut für Journalistik erläutert in einem Workshop, was gegen Desinformation im Netz hilft.

    Zahlreiche Fakultäten und die Zentrale Studienberatung informieren zudem über ein Studium an der TU Dortmund. Die Universitätsbibliothek zeigt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte die Ausstellung „Loks und Leute – Eisenbahnen bewe­gen die TU Dortmund“ samt einem Expertenvortrag. Zum Abschluss des Tags der offenen Tür präsentiert das Ensemble „Mask & Music“ im Audimax Werke aus verschiedenen Musicals.

    Besucher*innen ab 18 Jahren können an einer Corona-Impfaktion teilnehmen. Sie haben die Möglichkeit, sich auf dem Campus mit einem an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff impfen zu lassen. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten unter: http://www.impfpraxis.info/tu-dortmund-tag-der-offenen-tuer

    Alle Besucher*innen sind eingeladen, den Campus zu entdecken und sich die Orte anzuschauen, an denen sonst gelehrt und geforscht wird. Die Fahrt mit der H-Bahn, die die beiden Campus der Universität miteinander verbindet, ist an diesem Tag von 9.30 bis 17 Uhr kostenlos. Das Studierendenwerk versorgt Besucher*innen zwischen 10 und 15 Uhr mit Getränken und Snacks. In allen Gebäuden sowie in der H-Bahn ist eine medizinische Maske oder FFP2-Maske zu tragen.

    Weitere Informationen und das gesamte Programm:
    http://www.tu-dortmund.de/tdot

  3. 700 Jahre Kirche in Bodelschwingh: Öffentliches Kolloquium der Reihe „ars ecclesia: Kunst vor Ort“ (PM)

    Im Jahr 1322 wurde auf Grundlage einer Stiftung des Gysbert von Bodelschwingh die Kirche in Bodelschwingh der Jungfrau Maria geweiht. Zum Anlass des 700-jährigen Jubiläums dieses bedeutenden Kulturdenkmals findet am Samstag, den 22. Oktober 2022, eine ganztägige Veranstaltung statt: Das öffentliche Kolloquium der Reihe „ars ecclesia: Kunst vor Ort“ wird vom Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde in der Kirche veranstaltet.

    Die Kirche in Bodelschwingh wurde für Dorf und Schloss Bodelschwingh erbaut und war von Beginn an ein Ort gemeinsamer Überzeugungen und unterschiedlicher Lebenskulturen. Heute ist sie ein Ausdruck von Kontinuität und Wandel, die an ihrem Äußeren und ihrer Ausstattung ablesbar sind. Besonders die Einführung des reformatorischen Bekenntnisses nach 1583 führte zu weitreichenden Veränderungen ihrer Nutzung und der Gestaltung des Innenraums. Dazu werden Fachleute neue Forschungen – etwa zur Orgel, den Goldschmiedearbeiten für den Gottesdienst oder den Grabsteinen – allgemeinverständlich für die interessierte Öffentlichkeit zur Diskussion stellen.

    Zum Programm: https://kunst.kmst.tu-dortmund.de/forschung-und-lehre/kunstgeschichte-und-bildwissenschaft/projekte/ars-ecclesia/. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eine Teilnahme nur an einzelnen Vorträgen ist möglich.

    Über „ars ecclesia: Kunst vor Ort“: Die Veranstaltung ist das neunte Kolloquium der Reihe, die mit wechselnden Partner*innen jährlich in unterschiedlichen Kirchen durchgeführt wird.

  4. Moderne Physik für alle: „Zwischen Brötchen und Borussia“ geht in die nächste Runde (PM)

    Was ist ein Ultrahochvakuum? Wie verändern sich Minerale unter den Bedingungen im Erdinneren? Wie können Sternleichen als Labore für extreme Bedingungen dienen? Und was sind die spannendsten Experimente der Tieftemperaturphysik? Antworten auf diese Fragen erfährt die interessierte Öffentlichkeit bei der Vorlesungsreihe „Zwischen Brötchen und Borussia: Moderne Physik für alle“.

    Die Vorträge richten sich sowohl an Erwachsene als auch an Kinder und Jugendliche und informieren in unterhaltsamer Art über Fragestellungen der Physik. In diesem Wintersemester können die Veranstaltungen sowohl vor Ort auf dem Campus der TU Dortmund besucht als auch online live gestreamt werden.

    Der erste Vortrag findet am 22. Oktober im Rahmen des Tags der offenen Tür der TU Dortmund statt. Der Organisator von „Brötchen und Borussia“, Prof. Heinz Hövel, beginnt die Reihe mit einem Vortrag zum Themenspektrum „Vakuum – vom Barometer zur Ultrahochvakuum-Apparatur“. Darin erklärt er, wie ein Vakuum entsteht, welchen Einfluss es auf natürliche Prozesse haben kann und warum ein Ultrahochvakuum nicht nur für Forschungen in der Physik, sondern auch für die Industrie wichtig ist. Live-Experimente veranschaulichen die überraschenden Effekte und Zusammenhänge eines Vakuums.

    Die vier Veranstaltungen finden samstagvormittags von 10:30 bis 12:30 Uhr statt. Vor Ort werden die Vorträge in den Hörsälen 1 und 2 im Hörsaalgebäude II, Otto-Hahn-Straße 4 gehalten, digital können sich die Zuschauer*innen über einen YouTube-Livestream dazuschalten. Das Quiz zum jeweiligen Vortrag findet weiterhin online statt und wird auf der Veranstaltungswebseite 15 Minuten vor Vortragsbeginn frei- und 30 Minuten nach der Veranstaltung abgeschaltet.

    Veranstaltungsübersicht:

    · 22. Oktober 2022
    Vakuum – vom Barometer zur Ultrahochvakuum-Apparatur
    Im Rahmen des Tags der offenen Tür
    Prof. Heinz Hövel (TU Dortmund)

    · 10. Dezember 2022
    Minerale unter Hochdruck – eine Reise ins Erdinnere
    Prof. Max Wilke (Institut für Geowissenschaften,
    Universität Potsdam)

    · 14. Januar 2023
    Pulsare – Sternleichen als Labore für extreme Bedingungen
    PD Dr. Dominik Elsässer (TU Dortmund)

    · 28. Januar 2023
    Tieftemperaturphysik – die coolsten Experimente der Welt
    Prof. Marc Aßmann und Dr. Jörg Debus (TU Dortmund)

  5. Gambrinus-Forum der TU Dortmund im Westfälischen Industrieklub – Vorträge über Unsicherheit und Nachhaltigkeit bringen Wissenschaft in die Stadt (PM)

    Am Dienstag, 18. Oktober, fand das jährliche Gambrinus-Forum im Westfälischen Industrieklub statt. Bereits zum 26. Mal lud die TU Dortmund Vertreter*innen der Stadtgesellschaft zu wissenschaftlichen Vorträgen inmitten der Dortmunder Innenstadt ein. Rechtswissenschaftler Prof. Gad Barzilai von der University of Haifa, Israel, sprach darüber, wie Krisen sich auf Politik und Gesellschaft auswirken können. Philosoph Prof. Michael Quante von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster hielt einen Vortrag zum Thema „Zeit der Nachhaltigkeit“.

    TU-Rektor Prof. Manfred Bayer betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Gambrinus-Forums als Verbindungsstelle von internationaler Forschung und der TU Dortmund mit der Stadt und ihrer Gesellschaft. Die Veranstaltung konnte auch in diesem Jahr den internationalen und regionalen Austausch anregen: Trotz unterschiedlicher Herkunft und Forschungsbereiche fanden die beiden Wissenschaftler Gemeinsamkeiten in ihren Vorträgen, besonders bezüglich des Themas der Krise und den unterschiedlichen Motivationen und Perspektiven innerhalb einer Gesellschaft.

    Zum Umgang mit Unsicherheit

    Prof. Gad Barzilai, Professor der Rechtswissenschaften an der University of Haifa, Israel, hielt einen Vortrag über den Einfluss von Krisen – wie die Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine oder Naturkatastrophen – auf Gesellschaft und Politik. Dabei befasste er sich intensiv mit der Frage, wie sich das Rechtssystem in unsicheren Zeiten verändern kann und betonte auch die Gefahren für die Demokratie, etwa durch in der Krise aufkeimenden politischen Extremismus.

    Er skizzierte, wie nationale Souveränität, international geteilte demokratische Werte und soziale Bewegungen die Demokratie schützen können. Helfen würde es außerdem auch, sich auf Zeiten der Unsicherheit vorzubereiten und im Vorfeld Regulierungsmechanismen festzulegen, wie mit unterschiedlichen Krisen umzugehen sei. Nur so seien im Ernstfall die Gesellschaft und der Staat stark genug, um auf Krisen reagieren und demokratische Werte schützen zu können.

    An der University of Haifa hat sich Prof. Barzilai auch als Dekan der Fakultät Rechtswissenschaften (2012-2017) sowie als Vizekanzler und Leiter der International School (2017-2019) engagiert. Er ist Emeritus der University of Washington, USA, und hat bereits in über zwanzig Ländern auf verschiedenen Kontinenten gelehrt.

    Über die Zeit der Nachhaltigkeit

    Aus der Perspektive der Praktischen Philosophie betrachtete Prof. Michael Quante das Thema Nachhaltigkeit. In seinem Vortrag präsentierte er verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeitsdebatte, in denen die Zeit eine begründende, motivierende und komplex strukturierende Größe darstellt. So geht es etwa um Zeitdruck, die Ansprüche verschiedener Generationen, den Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – aber auch die biografische Position einzelner Menschen in der Zeit.

    Gibt es ein Vorrecht der existierenden oder der zukünftig lebenden Menschen? Hat die Vergangenheit für die Gerechtigkeitsfragen der Gegenwart eine Bedeutung? Indem Philosoph*innen diese und weitere Fragen stellen, können sie dazu beitragen, den Blickwinkel zu verändern, Verständigung herzustellen und das Thema Nachhaltigkeit besonnen statt aufgescheucht anzugehen.

    Prof. Michael Quante ist nach Professuren an den Universitäten Duisburg-Essen und Köln seit 2009 Professor für Praktische Philosophie an der WWU Münster. Dort ist er Sprecher des Centrums für Bioethik, Forscher im Exzellenzcluster „Religion und Politik“ sowie Prorektor für Internationales, Transfer und Nachhaltigkeit.

    Die Dortmunder Gambrinus Fellowships

    Seit 1993 ermöglichen die Gambrinus Fellowships Forschungsaufenthalte ausländischer Wissenschaftler*innen an der TU Dortmund. Die Fellowships wurden 1993 anlässlich des 700-jährigen Braurechts der Stadt Dortmund vom Verband Dortmunder Bierbrauer ins Leben gerufen. Insgesamt konnten schon mehr als 200 Gastwissenschaftler*innen in Dortmund begrüßt und zahlreiche internationale Kooperationen etabliert werden. Das jährliche Gambrinus-Forum richtet sich mit Vorträgen von international renommierten Wissenschaftler*innen an eine außeruniversitäre Öffentlichkeit und findet seit 2016 im Westfälischen Industrieklub statt.

  6. Bilder und Klänge von Krieg und Frieden: Musikalische Spurensuche führt in die Ukraine (PM)

    Der zweite Abend der öffentlichen Vorlesungsreihe „Bilder und Klänge von Krieg und Frieden“ startet am Dienstag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr in der Reinoldikirche. Das interdisziplinäre Gespräch zwischen Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Geschichte ist eine Kooperation der TU Dortmund mit dem Stadtarchiv Dortmund und der Stadtkirche St. Reinoldi.

    Der Musikwissenschaftler Prof. Michael Stegemann (TU Dortmund) begibt sich an diesem Abend auf Spurensuche in die Ukraine, wo nicht nur die Dumka als Volkstanz und -lied eine ganz eigene, faszinierende KlangLandschaft geprägt hat. Die Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) nimmt die Kirche mit ihrer Architektur, ihrer Ausstattung und ihrer Geschichte als Resonanzraum für das Gespräch über „Krieg und Frieden“ in den Blick.

    Über „Bild und Klang“:

    Die Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ bringt die TU Dortmund in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, aber zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Weitere Termine: 8., 15., 22. und 29. November, 6. und 13. Dezember sowie 10., 17., 24. und 31. Januar, jeweils von 19.30 Uhr bis 21 Uhr

  7. Bilder und Klänge von Krieg und Frieden – Öffentliche Vorlesung führt mit Musik, Geschichte und Kunst in den Iran (PM)

    Der dritte Abend der öffentlichen Vorlesungsreihe „Bilder und Klänge von Krieg und Frieden“ startet am Dienstag, 8. November, um 19.30 Uhr in der Reinoldikirche. Das interdisziplinäre Gespräch zwischen Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Geschichte ist eine Kooperation der TU Dortmund mit dem Stadtarchiv Dortmund und der Stadtkirche St. Reinoldi.

    Die Musik des Abends führt in ein Land, das derzeit tiefe Erschütterungen erlebt: In den Iran – beziehungsweise nach Persien, das seit dem 18. Jahrhundert auch musikalisch ein Sehnsuchtsort des Orients war. Im Zentrum der Ausführungen des Musikwissenschaftlers Prof. Michael Stegemann (TU Dortmund) stehen die „Mélodies persanes“ von Camille Saint-Saëns.

    Der Historiker Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund) thematisiert den Nahost-Konflikt – ein Konflikt, der die Region seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht zum Frieden finden lässt.

    Mit dem Gemälde „Guernica“ von Pablo Picasso, das dieser 1937 für den Pavillon der demokratischen Republik Spanien auf der Pariser Weltausstellung malte, bringt die Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) eines der berühmtesten Antikriegsbilder des 20. Jahrhunderts in die aktuelle Diskussion ein: Was waren die Gründe, warum ausgerechnet dieses Werk eine derart große Wirksamkeit entfaltet hat?

    Über „Bild und Klang“:

    Die Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ bringt die TU Dortmund in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, aber zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Weitere Termine: 15., 22. und 29. November, 6. und 13. Dezember sowie 10., 17., 24. und 31. Januar, jeweils von 19.30 Uhr bis 21 Uhr

  8. Bilder und Klänge von Krieg und Frieden: Öffentliche Vorlesung thematisiert kulturelle Teilhabe (PM)

    Der vierte Abend der öffentlichen Vorlesungsreihe „Bilder und Klänge von Krieg und Frieden“ startet am Dienstag, 15. November, um 19.30 Uhr in der Reinoldikirche und steht unter dem Thema „Teilhabe als Vision utopischer Sprechfähigkeit“. Das interdisziplinäre Gespräch zwischen Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Geschichte ist eine Kooperation der TU Dortmund mit dem Stadtarchiv Dortmund und der Stadtkirche St. Reinoldi.

    Kulturelle Teilhabe ist auch in der Musik wichtig, wie der Musikwissenschaftler Alexander Gurdon (TU Dortmund) an diesem Abend zeigen möchte. Aber noch immer ist das Konzertwesen ein Raum, in dem zu wenig Vielfalt herrscht. Im Fokus des Abends stehen daher neben generellen Überlegungen zu den Möglichkeiten musikalischer Teilhabe zwei junge iranische Komponistinnen: Aftab Darvishi und Cymin Samawatie, die eigene Klangsprachen für neue Klangräume erfinden.

    Unter den Vorzeichen des aktuellen Zeitgeschehens stellt der Kunstwissenschaftler Dr. Christopher Kreutchen (TU Dortmund) Museen als Räume gesellschaftlicher Diskurse in den Fokus seines Vortrags. Gefragt wird nach zeitgemäßen Formaten und Diskursen, um die Institutionen und ihre Sammlungen als kulturelle Ressourcen – wie sie der Europarat in der Konvention von Faro fasst – in Sinnzusammenhängen der Gegenwart zu reaktivieren. Die Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) wird die Überlegungen zu dem Gemälde „Guernica“ von Pablo Picasso fortsetzen und ebenfalls mit Blick auf die Konvention von Faro nach Kunst und kulturellem Erbe als Ressource für ein friedliches Zusammenleben fragen.

    Über „Bild und Klang“:

    Die Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ bringt die TU Dortmund in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, aber zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Weitere Termine: 22. und 29. November, 6. und 13. Dezember sowie 10., 17., 24. und 31. Januar, jeweils von 19.30 Uhr bis 21 Uhr

  9. Bilder und Klänge von Krieg und Frieden: Öffentliche Vorlesung thematisiert Dreißigjährigen Krieg (PM)

    Der fünfte Abend der öffentlichen Vorlesungsreihe „Bilder und Klänge von Krieg und Frieden“ startet am Dienstag, 22. November, um 19.30 Uhr in der Reinoldikirche und blickt auf den Dreißigjährigen Krieg. Das interdisziplinäre Gespräch zwischen Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Geschichte ist eine Kooperation der TU Dortmund mit dem Stadtarchiv Dortmund und der Stadtkirche St. Reinoldi.

    Der Dreißigjährige Krieg war der größte militärische Konflikt in Europa vor dem Ersten Weltkrieg. Er veränderte, wie der Historiker Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund) ausführen wird, die Lage in Europa fundamental. Auch Dortmund war immer wieder Opfer dieses Krieges. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden in zuvor ungekanntem Maße die Schrecken eines Krieges in Bildern thematisiert.

    Die Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) wird das Werk „Die Folgen des Krieges“ von Peter Paul Rubens vor dem Hintergrund eines Briefes vorstellen, in dem der Maler selbst die Darstellung erläutert hat. Im Krieg sei „die löbliche Music ganz darniedergeleget worden“, klagte Heinrich Schütz – und versuchte, seiner Kunst trotzdem weiter treu zu bleiben, wie der Musikwissenschaftler Prof. Michael Stegemann (TU Dortmund) darlegen wird. Schütz war – wie Rubens – ein Meister in Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und ist vor 350 Jahren gestorben: „Bild und Klang“ erinnert an einen der größten europäischen Frühbarock-Komponisten.

    Über „Bild und Klang“:

    Die Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ bringt die TU Dortmund in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, aber zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Weitere Termine: 29. November, 6. und 13. Dezember sowie 10., 17., 24. und 31. Januar, jeweils von 19.30 Uhr bis 21 Uhr

  10. Bilder und Klänge von Krieg und Frieden: Öffentliche Vorlesung thematisiert christliche Friedensutopien und den Krieg gegen die Ukraine (PM)

    Der sechste Abend der öffentlichen Vorlesungsreihe „Bilder und Klänge von Krieg und Frieden“ startet am Dienstag, 29. November, um 19.30 Uhr in der Reinoldikirche und blickt auf christliche Friedensutopien sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das interdisziplinäre Gespräch zwischen Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Geschichte ist eine Kooperation der TU Dortmund mit dem Stadtarchiv Dortmund und der Stadtkirche St. Reinoldi.

    Den Abend gestalten die beiden Kunsthistoriker*innen Prof. Barbara Welzel und PD Dr. Andreas Zeising von der TU Dortmund gemeinsam mit Pfarrer Michael Küstermann von der Stadtkirche St. Reinoldi. Aus ihren verschiedenen Perspektiven tragen sie Gedanken zu „Krieg und Frieden“ zusammen. Welche Rolle spielen die christlichen Friedensutopien, von denen nicht zuletzt auch die Weihnachtsgeschichte berichtet, in der konkreten gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit? Welche Orientierungsrolle kann – so fragt Michael Küstermann – der evangelischen Kirchen in der aktuellen Situation zukommen?

    Barbara Welzel und Andreas Zeising wenden sich noch einmal dem Khanenko Museum in Kyiv zu: Welche Rolle weisen die dortigen Museumsmitarbeiter*innen ihrem Museum während des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu? Welche Bilder können das Khanenko Museum gegenwärtig repräsentieren? Und schließlich auch: Wie schreibt sich das Khanenko Museum in das gemeinsam geteilte Kulturerbe Europas ein?

    Über „Bild und Klang“:

    Die Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ bringt die TU Dortmund in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, aber zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Weitere Termine: 6. und 13. Dezember sowie 10., 17., 24. und 31. Januar, jeweils von 19.30 Uhr bis 21 Uhr

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