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Seit zehn Jahren ist das Dortmunder U der Hotspot für Kunst und Kreativität in Dortmund – im Sommer wird gefeiert

Der U-Turm ist prägend für das Stadtumbaugebiet Rheinische Straße.

Seit mittlerweile zehn Jahren ist das ehemalige Brauereigebäude das neue Zentrum für Kunst und Kreativität in Dortmund. Mit dem großen U auf dem Dach ist es eines der Wahrzeichen der Stadt. Foto: Klaus Hartmann

Von Joachim vom Brocke

Zehn Jahre! Das Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität feiert Geburtstag. Das markante Gebäude in Bahnhofsnähe mit seinen weit leuchtenden fliegenden Bildern auf dem Dach ist längst zu einem überregionalen Wahrzeichen der Stadt geworden. Das war das U auch schon vor dem Umbau. 1927 eröffnet war es der größte Brauturm der Dortmunder Union-Brauerei in Deutschland. Drei Jahre nach Inbetriebnahme wurden bereits mehr als eine Million Hektoliter Bier im U-Turm gebraut. 80 Jahre später kaufte die Stadt das leer stehende Gebäude, baute es um. Das U sollte zum Leuchtturmprojekt der Kulturhauptstadt Europas werden.

2019 war ein Rekordjahr: BesucherInnenzahlen lagen noch nie so hoch

Blick in die Nordstadt aus der Bibliothek Weitblick im U-Turm. Fotos (3): Joachim vom Brocke

Jetzt, zehn Jahre später, hat das U als Zentrum für Kunst und Kreativität viele künstlerisch interessierte Freund*innen aus nah und fern gewonnen. Für Dr. Stefan Mühlhofer, geschäftsführender Direktor, war das Jahr 2019 „ein Rekordjahr für das Dortmunder U“.

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Die Besucher*innenzahlen hätten noch nie so hoch gelegen, „sicherlich auch wegen der Pink-Floyd-Ausstellung“, schränkt Mühlhofer ein, die bis Februar zu sehen war.

Doch auf allen Etagen wurden das ganze Jahr über 350.000 Besuche gezählt, die nicht-städtischen Partner im U sind in diese Zahlen eingerechnet. Es stimmt: täglich, auch zur Mittagszeit, herrscht ein stetes Kommen und Gehen. Sehr viele junge Leute sind darunter.

„Kleiner Freitag“ bietet donnerstags Überraschungen und weitere Neuigkeiten

Präsentierten das Geburtstagsprogramm im U: André Becker, Bibliothek Weitwinkel, Dr. Stefan Mühlhofer, geschäftsführender Direktor, und Nadine Hanemann (Marketingleiterin).

Nun startet das U eine Jubiläumskampagne zum 10. Geburtstag. Mit dem „Kleinen Freitag“ bietet das Kultur- und Kreativzentrum an jedem Donnerstag ab 19 Uhr ein vielseitiges Programm. „Dabei wird das ganze Haus bespielt“, freut sich Marketingleiterin Nadine Hanemann.

Das Angebot reicht vom Fahrstuhl über die Bibliothek „Weitwinkel“ und den „Lautsprecher“ bis zur Dachterrasse, von der Whiskeyverkostung über Konzerte, Lesungen und Kinofilme bis zum Yoga, Tanzworkshop und Bootcamp. Ja sogar ein Bierbrauworkshop ist geplant. Ziel: alle Dortmunder Bürger*innen und darüber hinaus sollen das U neu für sich entdecken.

Am Programm beteiligen sich alle Partner; zusätzlich wurden auch externe Veranstalter verpflichtet. Besondere Angebote noch im Februar sind der Tanzimprovisationsworkshop „Moving (YO)U“, die Oscar-gekrönte Doku „Citizenfour“ im Kino im U (beides am 20. Februar), die Whiskeyverkostung in der Irland-Ausstellung und die Weitwinkel-Session #13 mit Tobi Katze und Hannes Weyland (am 27. Februar).

Geburtstagsparty mit allen Partnern im Haus startet am Sonntag, 7. Juni

Der Container neben dem Eingang zum U-Turm soll in den nächsten Tagen verschwinden.

Am 12. März wirft Kolja Fach, der deutsche Meister im Poetry Slam, mit Worten um sich, am 2. April gibt es einen Live-Auftritt von Nicholas Müller (ehemals Jupiter Jones) mit neuem Programm im Kino.

Neben dem Rahmenprogramm zum Jubiläum feiert das Dortmunder U am Sonntag, 7. Juni, eine große Geburtstagsparty mit allen Partnern im Haus.

Zwischen 12 und 18 Uhr gibt es dann ein Programm für die ganze Familie im ganzen Haus. Draußen wartet das Festival „Sommer am U“. Eine Geburtstagstorte gibt es selbstverständlich ebenfalls.

Ein weiteres Highlight wird das Fassadenklettern am U, geplant außerdem Bierbrauworkshops, Picknicks an unterschiedlichen Orten im riesigen Gebäude, Taschenlampenführungen, Powerpoint-Karaoke-Abende, ein Vertical Run (Treppenlauf) und Gebärdensprachkurse.

Dann gibt es noch eine weitere Überraschung für ganz besonders treue Gäste. Wer das U beim „Kleinen Freitag“ mindestens zehn Mal beehrt und auf der eigens angefertigten Stempelkarte zehn Stempel gesammelt hat, bekommt vom U ein Geschenk. Zur DEW Museumsnacht in diesem Jahr versprechen die Organisatoren weitere besondere Attraktionen.

Rainer Fetting-Ausstellung ist in Vorbereitung

Für das Museum Ostwall im U kündigte Stefan Mühlhofer eine Ausstellung mit Werken des Malers und Bildhauers Rainer Fetting an sowie eine weitere Ausstellung, über die der geschäftsführende Direktor jedoch nichts verriet: „Das kommt am 24. Februar im nichtöffentlichen Teil des Kulturausschusses zur Diskussion und geht dann weiter in den städtischen Gremien“, hieß es geheimnisvoll.

„Vorher werde ich nichts dazu sagen“. Klar ist auf jeden Fall, dass in den nächsten Tagen der Container, in dem zuletzt die Yoko-Ono-Ausstellung zu sehen war, verschwinden wird. Die Feuerwehr hat ihn für Schulungszwecke angeschafft.

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Weitere Informationen:

Auf der Homepage www.dortmunder-u.de sowie auf facebook.

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