Positive Zwischenbilanz zu Kontrollen rund um den Wall in Dortmund

Neue Kampagne gegen Raser:innen: Einsatzkräfte machen auf Unfallfolgen aufmerksam

Karsten Wickern | Nordstadtblogger

Einsatzkräfte sind routiniert darin, zu Autounfällen auszurücken und sie professionell zu bewältigen. Am liebsten wäre es ihnen aber, es käme gar nicht erst zum Unfall – und den daraus resultierenden weitreichenden Folgen. Die Polizei und die Stadt Dortmund starten darum eine neue Kampagne gegen Autorennen und Raser. Denn auch wenn die Polizei erste Erfolge in der Bekämpfung der Raser-, Tuner- und Poser-Szene meldet, ist jedes Rennen und jeder Unfall einer zu viel.

Zustrom der Raser-, Tuner- und Poser-Szene spürbar abgenommen

Lange und Westphal bei der Vorstellung der B1 Plakate.

Drei große Plakatwände stehen nun auf dem Grünstreifen der B1 vor dem JP-Automuseum. Zu sehen sind Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Notfallseelsorge. Sie alle rücken aus, wenn es gekracht hat und Menschen mitunter aus ihren Fahrzeugen herausgeschnitten werden müssen. Keine einfache Aufgabe.

„Am Anfang hat man ein großes Chaos und Eindrücke, die man irgendwie bewältigen muss“, beschreibt Polizeihauptkommissar Patrick Hoffmann die Situation an Unfallorten. Das wird auch für die Einsatzkräfte belastend. „Gerade wenn junge Menschen beteiligt sind, eingeklemmt sind und um Hilfe rufen”, berichtet Hauptbrandmeister André Dupont.

Tote bei einem Autorennen gab es in Dortmund bislang nicht. „Wir möchten alles dafür unternehmen und tun das auch schon, dass es dabei bleibt”, erklärt der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. Eine Beruhigung der Situation haben die Kontrollen rund um den Wall erreicht, auch wenn Anwohner:innen weiter über Lärm klagen.

Polizeikommissarin Carina Peschel und Polizeihauptkommissar Patrick Hoffmann vor ihrem Plakat. Karsten Wickern

Während dort am Jahresanfang zum Teil noch über 700 Fahrzeuge anzutreffen waren, kontrollierten Polizei und Stadt an einem Wochenende im September 2021 noch rund 150 Fahrzeuge. Viele Anhänger:innen der Szenen sein durch die Einsätze der Polizei ausgewichen oder hätten ihre Tätigkeiten eingestellt, berichtet Lange Insgesamt habe der Zustrom der Szene nach Dortmund spürbar abgenommen, bilanziert die Polizei. 

Für Polizei und Stadt kein Grund in ihrem Vorgehen nachzulassen. Sie bleiben bei ihrem angekündigten „langen Atem“ und führen weiter Kontrollen durch. “Dortmund ist keine Rennbahn für motorisierte Selbstdarsteller”, stellt Oberbürgermeister Thomas Westphal klar. Maßnahmen wie das temporäre Tempo 30 Nachts auf dem Wall ziele nicht auf die Allgemeinheit, sondern auf die Verkehrsteilnehmer, „die sich nicht benehmen können“.

Massive Auswirkungen: Der Unfall betrifft nicht nur die Raser selbst

Notfallseelsorger Pfarrer Hendrik Münz vor seinem Plakat. Karsten Wickern | Nordstadtblogger

2017 wurde der Paragraph 315d StGB neu eingeführt. Er verbietet Kraftfahrzeugrennen. 2018 erfasste die Polizei 62 solcher Rennen. In 2019 waren es 52 und in 2020 100 Rennen. Dabei kam es zu 38 Unfällen, mit insgesamt 31 Verletzten. Einsatzkräfte der Polizei stellten im Zuge dieser Rennen 436 Fahrzeuge und 137 Führerscheine sicher. 

Dass es in Dortmund bislang keine Toten in Folge von Autorennen gab, ist ein Glück. Doch das sich jederzeit ändern. In einem solchen Fall würde Notfallseelsorger Pfarrer Hendrik Münz die Polizei bei der Information der Angehörigen unterstützen. Denn so ein Unfall betrifft nicht nur die Verursacher sondern neben möglicherweise geschädigten Unbeteiligten Verkehrsteilnehmer:innen auch die Angehörigen. „Das ganze Leben von den Menschen die da mit dran hängen ist kaputt”, gibt Münz zu bedenken. 

Hauptbrandmeister André Dupont vor seinem Plakat. Notfallsanitäterin Katharina Kaim war verhindert. Karsten Wickern

Die Plakate werden nun vier Wochen auf der B1 Richtung Bochum stehen bleiben. Begleitet werden sie mit einer Kampagne in der sozialen Medien. Ziel ist es das Thema „Raserszene“ in den öffentlichen Fokus zu rücken. Auf Twitter schrieb die Polizei: „Beim Lesen dieses Threads werden Sie möglicherweise denken oder sagen: ,Das bringt eh nichts.‘ Wir versuchen es trotzdem. Denn es geht um Menschenleben“.

Für die Abgebildeten Einsatzkräfte ist der Fokus auf ihnen ungewohnt. „Etwas komisch ist es schon, sich hier jetzt so groß zu sehen”, sagt Dupont. Die Plakate liegen auf seinem Weg zur Arbeit. Auch für Polizeikommissarin Carina Peschel ist es ungewohnt, “aber es ist ja für eine gute Sache”, sagt sie.

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Kommentare

  1. BicycleFriend

    Es ist natürlich positiv, daß schon weniger Raser *innen auf dem Wall unterwegs sind. Aber daraus ergibt sich schon das nächste Problem : das Ausweichen auf die umliegenden Straßen.Auch Wenn noch kein Unfall passiert ist, macht eine heranrasende, kreischende Blechkiste jeder/m Angst, z.B. auf der Schützenstr. In der Raserei werden soziale Probleme der Fahrer*innen sichtbar. Deshalb: hohe Bußgelder wie überall in Europa inkl verpflichtender Schulung, Führerschein weg für mehrere Jahre, bei Unfalltoten&Mord lebenslange Sperre.

  2. Unbelehrbarer Wallraser überholt Streifenwagen der Polizei - jetzt geht es zu Fuß weiter (PM)

    Mehrfach fiel ein 21-jähriger Autofahrer aus Holzwickede in den vergangenen Monaten der Dortmunder Polizei in den Abend- und Nachtstunden auf dem Wall im Zentrum der Stadt auf. Am Samstagabend (2.10.2021) lieferte er sich schließlich mit einem 20-jährigen Dortmunder ein illegales Rennen – und überholte auf dem Südwall mit hohem Tempo eine Zivilstreife der Polizei.

    Erlaubt waren dort 30 km/h, um Anwohnerinnen und Anwohner abends und nachts vor Lärm zu schützen und Unfallgefahren zu reduzieren.

    Beide Golf-Fahrer fielen gegen 23:55 Uhr auf den drei Fahrstreifen auch mit schnellen Spurwechseln auf, ohne dabei die Blinker zu setzen. Wo stationäre Blitzer standen, bremsten sie kurz ab, um dann zu beschleunigen und das Rennen fortsetzen. Der Holzwickeder war so sehr im Rennmodus, dass er die fortwährend warnende Lichthupe des 20-jährigen Rasers nicht zu deuten wusste und mit hohem Tempo davonraste – der 20-Jährige hatte inzwischen erkannt, dass die Polizei die Raser verfolgt.

    Die Polizei beendete das Rennen. Für den mutmaßlichen Raser aus Holzwickede endete die Fahrt auf dem Ostwall. Ein weiteres Streifenteam hielt den Dortmunder auf der Bornstraße an. Die Polizei stellte die zwei Fahrzeuge und ein Mobiltelefon sicher und untersagte beiden Männern das Führen von Kraftfahrzeugen, bis ein Gericht über die weitere Fahrerlaubnis entscheidet.

    § 315d des Strafgesetzbuches droht bei der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe an. Auch der Versuch ist strafbar. Verursacht der Teilnehmer eines illegalen Rennens den Tod eines Menschen oder schwere Verletzungen, kann ein Gericht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren verhängen.

    Seit dem 1. Oktober 2021 fordern die Polizei und die Stadt Dortmund mit einer Plakataktion die Teilnehmer illegaler Rennen zu einem Umdenken auf. Auf dem Westfalendamm in Dortmund (B1) stehen in Fahrtrichtung Bochum drei großflächige Plakate, auf denen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Notfallseelsorge zu Wort kommen. Mit dem Hashtag #DortmundGegenRaser sind die Botschaften auch online zu sehen.

  3. Mit dem neuen Porsche des Chefs an einem illegalen Rennen teilgenommen (PM Polizei DO)

    Ein Porsche, ein BMW und zwei Mercedes fielen einem Streifenteam der Polizei am Montagabend (4.10.2021) auf dem Wall in der Dortmunder Innenstadt auf. Die Fahrer der vier Pkw fuhren mit hohem Tempo über den Hohen Wall, wo ab 21 Uhr nur 30 km/h erlaubt sind. Mit diesem Tempolimit will die Stadt Dortmund unerträglichen Motorenlärm und Unfallgefahren vermeiden.

    Die PS-starken Autos bildeten gegen 21.35 Uhr eine Formation auf dem Wall, beschleunigten stark und fielen durch einen riskanten Fahrstil auf. Mit Blaulicht und Martinshorn verfolgte der Streifenwagen die Raser, da der Verdacht bestand, dass sie ein illegales Rennen veranstalteten.

    Am Südwall stellte sich die Polizei quer vor die Pkw. Zwei fuhren davon. Der Fahrer des Porsche 911 Turbo S und ein Mercedes E 220 D blieben stehen, da sie blockiert waren. Der 38-jährige Porsche-Fahrer aus Dortmund gab an, den Neuwagen für seinen Chef überführen zu wollen. Er übergab der Polizei die Zulassungsbescheinigung und den Fahrzeugschlüssel – die Polizei stellte den Porsche sicher.

    Das gleiche Schicksal ereilte den 28-jährigen Fahrer des Mercedes. Sein Auto sah er auf der Ladefläche eines Abschleppers davonfahren.

    Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Teilnahme an einem illegalen Rennen gegen die Männer (§ 315d Strafgesetzbuch). In beiden Fällen sind auch die Führerscheine fällig.

  4. Mit mehr als 150 km/h über die B 236 - Polizei stoppt Raser und beschlagnahmt sein neues Auto (PM)

    Ein junger Dortmunder hat am Donnerstagabend (7. Oktober) auf der B 236 seiner Meinung nach sicherlich alles aus seinem offenbar neuen Auto herausgeholt. Dieses ist er deshalb jetzt allerdings auch erst einmal wieder los…

    Denn der Audi-Fahrer hatte bei seinem Höllenritt in Richtung Schwerte wohl den zivilen Streifenwagen nicht bemerkt, der sich die ganze Zeit hinter ihm befand. Die zivilen Beamten in dem Streifenwagen hatten den Sportwagen gegen 21:30 Uhr an der Anschlussstelle Dortmund-Zentrum/Derne/Eving gesichtet. Hier fuhr er auf die Bundesstraße auf – von der Beschleunigungsspur ohne Blinker direkt auf die linke Spur.

    Die Beamten, die sich mit ihrem Auto bereits auf der linken Spur befanden, mussten ihr Fahrzeug abbremsen, um keine Kollision zu riskieren. Anschließend mussten sie beobachten und mit anhören, wie der Fahrer des Audi seinen Motor mehrfach aufheulen ließ und Vollgas gab. Teils lasen sie – trotz Abstands zu dem Sportwagen – auf ihrem eigenen Tacho Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h ab. Bei erlaubten Geschwindigkeiten zwischen 80 und 120 km/h.

    An der Anschlussstelle Berghofen bremste der Audi schließlich mehrfach stark ab und bog schließlich auf die Berghofer Straße ein. Der Moment, in dem die Beamten sich per Anhaltezeichen als Polizisten zu erkennen gaben. Und den jungen Dortmunder an einer nahegelegenen Tankstelle schließlich kontrollierten.

    Auf seine rücksichtslose und viel zu schnelle Fahrweise angesprochen hatte der 22-jährige Dortmunder wenig zu entgegnen. Im Gegenteil. Nach mehreren Unterbrechungen machte er den Beamten noch auf aggressive Weise klar, dass sie lediglich neidisch auf den Sportwagen seien, den er sich habe leisten können. Ähnlich anmaßend verhielten sich auch drei Familienangehörige, die der Mann zur Unterstützung gerufen hatte. Sie störten die polizeilichen Maßnahmen jedoch nur so lange, bis sie von den Beamten einen Platzverweis erhielten.

    Den 22-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen § 315d StGB. Dieser Paragraph stellt nicht nur illegale Kraftfahrzeugrennen unter Strafe, sondern auch Fälle, in denen sich “Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos” fortbewegen, “um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen”. Mit seinem offenbar neu erstandenen Fahrzeug wird er nun auch erst einmal nicht mehr prahlen können. Denn dies beschlagnahmten die Beamten ebenso wie unter anderem sein Mobiltelefon.

  5. Audi und Führerschein nach illegalem Rennen weg (PM Polizei)

    Nach einem illegalen Rennen (31.10.2021) ist ein Audi und der Führerschein eines Schwerters weg – sichergestellt durch Polizeibeamte, die die illegale Rennfahrt des Mannes beobachteten.

    Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in der Innenstadt fiel ein Audifahrer einer Polizeistreife an der Mallinckrodtstraße/ Schützenstraße gegen 4.10 Uhr auf. Der Raser fuhr über mehrere Kreuzungen, ohne auf die rot zeigenden Ampeln zu achten und anzuhalten.

    Den Kreuzungsbereich Schützenstraße/ Grüne Straße durchfuhr der Audifahrer teils mit geschätzten 100 km/h bei zugelassenen 50 km/h im Innenstadtbereich. Über die Treibstraße und Sunderstraße raste der Fahrer dann mit dem Wagen auf die OW3a und die A 45 Richtung Frankfurt. Von dort aus fuhr er auf die A 40 in Richtung Dortmunder Innenstadt. Durch den fest installierten Blitzer auf Höhe der Westfalenhallen, musste der mutmaßliche Raser derart stark abbremsen, dass sogar der Notbremsassistent eingriff und sämtliche Blinker aufleuchteten (Warnblinklicht und Bremslicht blinkten direkt). Hier keilten Polizeibeamte den Audi ein, sodass der 31-Jährige aus Schwerte nicht mehr weiter rasen und aus dem Auto aussteigen musste.

    Den Mann erwartet ein Verkehrsstrafverfahren mit ausstehender Geldstrafe. Auf Auto und Führerschein muss er noch einige Zeit verzichten. Außerdem wird er dem 25-jährigen Audihalter aus Schwerte erklären müssen, wo sich sein Pkw gerade befindet.

  6. Vor den Augen der Polizei: Zivilkräfte stellen Teilnehmer eines mutmaßlichen verbotenen Kraftfahrzeugrennens (PM)

    Eigentlich bot sich den Polizisten in der Nacht von Samstag auf Sonntag (14. November) ein ganz gewöhnliches Bild. Zwei Fahrzeuge standen auf dem Brackeler Hellweg in Richtung Westen vor einer roten Ampel. So weit so gut. Am Ende beschlagnahmten die Beamten einen Führerschein und einen Pkw. Vier Personen mussten die Heimreise zu Fuß antreten.

    Um kurz nach 2 Uhr nahmen Zivilkräfte der Polizei Dortmund zwei Fahrzeuge im Kreuzungsbereich Brackeler Hellweg/Flughafenstraße/Leni-Rommel-Straße wahr. Sie standen, wie die Polizisten auch, vor einer roten Ampel. Bei Grünlicht beschleunigten die beiden Fahrer ihre Pkw derart, dass die Reifen des beteiligten Peugeot durchdrehten. Offenbar versuchten sie die maximale Geschwindigkeit ihrer Autos zu erzielen. Die Einsatzkräfte wendeten ihren Pkw und nahmen die Verfolgung auf.

    Über den Wambeler Hellweg führte sie der Weg auf die B 236 in Fahrtrichtung Schwerte, wo die Fahrer die Bundesstraße an der Ausfahrt Schüren verließen und offenbar wieder in Fahrtrichtung Norden auffuhren. Zu diesem Zeitpunkt verloren die Zivilkräfte die Fahrzeuge kurzerhand aus den Augen, bevor sie sie in der Ferne in Richtung Norden wieder erblickten. Um Anschluss zu finden überschritten die Polizisten die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich. Nach dem Tunnel Wambel fuhren beide Pkw auf die Brackeler Straße in Richtung Asseln. Der Peugeot bog an der Ausfahrt Brackel ab. Die Einsatzkräfte folgten ihm und kontrollierten den Autofahrer am Heßlingsweg.

    Der 18-jährige Fahrer aus Dortmund stritt jegliche Beteiligung an einem mutmaßlichen Rennen ab. Die Polizisten beschlagnahmten den Führerschein, die Mobiltelefone sowie das Fahrzeug. Der junge Dortmunder sowie seine drei Mitfahrer (17,18 und 19) mussten die Heimreise zu Fuß antreten. Die Ermittlungen zu dem zweiten Rennbeteiligten dauern an.

    Beide Fahrer erwartet gemäß § 315 d StGB nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen.

  7. Verbotenes Kraftfahrzeugrennen: Polizei beschlagnahmt Führerscheine, Mobiltelefone und zwei SUV - Beteiligte zeigen sich uneinsichtig (PM POL DO)

    Motorengeräusche, das offensichtliche Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie Überholmanöver haben am Samstag (20. November) zu der Beschlagnahme von Führerscheinen, Mobiltelefonen und zwei hochmotorisierten Fahrzeugen geführt. Die mutmaßlichen Rennbeteiligten zeigten sich uneinsichtig und störten die polizeilichen Maßnahmen.

    Beamten der Dortmunder Polizei fielen gegen 1.20 Uhr zwei Autos auf, die mit augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit nebeneinander den Kreuzungsbereich der Münsterstraße / Mallinckrodtstraße passierten. Sie nahmen deutliche Motorengeräusche war, die auf eine andauernde Beschleunigung schließen ließen. Die Polizisten entschlossen sich die Fahrer zu kontrollierten und folgten ihnen.

    Aus einiger Entfernung beobachteten die Einsatzkräfte hinter der Haydnstraße mehrere Überholmanöver. Die Fahrer beschleunigten ihre Pkw erneut, sodass die Beamten selbst die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich überschreiten mussten, um Anschluss zu finden. An einer roten Ampel im Bereich der Münsterstraße / Immermannstraße / Eberstraße hielten die Fahrer eines Audi und Mercedes an. Hier folgte die Kontrolle.

    Nach Tatvorwurf stritten die 23-jährigen Männer aus Dortmund die Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen ab. Der Fahrer des beteiligten Audi sowie seine beiden Mitfahrer (22, 24 aus Lünen) bedrängten die Beamten und versuchten diese an ihren Maßnahmen zu hindern. Einem Platzverweis kamen sie nicht nach. Mit Unterstützungskräften konnte die Situation vor Ort beruhigt werden. Hierbei kam es zu einer kurzzeitigen Fixierung des Audi-Fahrers sowie einem seiner Mitfahrer.

    Einen Führerschein händigte der 23-Jährige nicht aus. Nach eigenen Angaben hatte er diesen nicht bei sich. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der Führerschein zur Einziehung ausgeschrieben und der Dortmunder nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Bei seiner Durchsuchung fanden sie neben dem Führerschein, den sie beschlagnahmten, ein nicht erlaubtes Einhandmesser, das die Beamten ebenfalls sicherstellten. Ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren leiteten die Polizisten ein.

    Neben dem, das die beiden Dortmunder künftig zu Fuß gehen müssen, erwartet sie ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen.

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