Mit „FABIDO vor Ort“ gibt es ab sofort eine zentrale Beratungsstelle für Familien in der Nordstadt. Dort können Eltern alle Fragen rund um Kita und Kindertagespflege stellen. Außerdem erhalten sie Unterstützung bei der Anmeldung im Kita-Portal. Die Einrichtung möchte in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Hürden abbauen, Chancengleichheit schaffen und den Zugang zu Kitas und Kindertagespflege erleichtern.
Unkomplizierte Beratung und Vermittlung von Betreuungsplätzen
Seit dieser Woche unterstützt die neue Beratungsstelle Familien in der Nordstadt unkompliziert bei allen Fragen rund um die Kinderbetreuung. In den frisch renovierten Räumen an der Missundestraße 2 beraten Fachkräfte Eltern bei der Suche nach einem Betreuungsplatz. Vorrangig vermitteln sie Plätze in FABIDO-Einrichtungen. Sollte in den FABIDO-Kitas kein Platz frei sein, suchen die Mitarbeitenden gemeinsam mit den Eltern trägerübergreifend nach Alternativen.
Die offenen Sprechstunden werden montags, dienstags, donnerstags und freitags stattfinden. Eine Terminvereinbarung ist zwar möglich, aber nicht zwingendnötig. So können Familien auch bei akuten Fragen oder Problemen flexibel die Beratung in Anspruch nehmen.
Ergänzend ist das Jugendamt donnerstags von 13 bis 15 Uhr vor Ort, um Familien außerhalb des Jugendamtes individuell zu beraten. Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig. So kann das FABIDO-Team auch Familien erreichen, die keine technische Ausstattung haben, wenig Deutsch sprechen oder mobil eingeschränkt sind.
Chancengleichheit schaffen: Unterstützung bei Anmeldeproblemen
Besonders in der Nordstadt haben viele Familien Schwierigkeiten beim Thema Kita. Sie kennen das Kita-Portal nicht, haben keinen Internetzugang oder sprechen wenig Deutsch. Eine große Herausforderung bei der Platzvermittlung ist laut Nidal Güngön, dass viele Familien gar nicht erst auf den Wartelisten landen.

Die Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege beim Jugendamt Dortmund erklärt: „Oft scheitert es schon daran, dass die Familien nicht bis ins Jugendamt kommen – weil sie kein Ticket haben oder der Weg zu weit ist.“
Mit „FABIDO vor Ort“ will die Stadt Dortmund diese Hürden gezielt abbauen. Die Fachkräfte und das Jugendamt helfen dabei nicht nur bei der digitalen Anmeldung.
Sie beraten auch zu allen Fragen rund um Kita, Kindertagespflege und Ganztagsbetreuung. „Wir wollen Chancengleichheit schaffen, damit alle Kinder ihren Rechtsanspruch auf Betreuung umsetzen können“, betont Katrin de West, FABIDO-Leiterin Kindertagespflege.
Ein wichtiger Ort für FABIDO – und ein Umbau im Rekordtempo
Das neue Beratungsangebot findet Einzug in der Nordstadt – und zwar an einer vertrauten Adresse: Bis Februar befand sich in den Räumen an der Missundestraße eine Kinderstube von FABIDO, in der neun Kinder betreut wurden.

Da die Räumlichkeiten jedoch nicht mehr den Anforderungen an die Kinderbetreuung entsprachen, zog die Einrichtung im Februar um. Die FABIDO-Kindertagespflege wollte den Standort nicht aufgeben – obwohl die Einrichtung umziehen musste.
‚Wir wollten diesen Standort unbedingt erhalten, weil er bei den Familien im Quartier und darüber hinaus gut bekannt ist‘, sagt die Leiterin Katrin de West
In Rekordzeit wurde aus der ehemaligen Kindertageseinrichtung ein moderner Beratungsort mit digitalen Arbeitsplätzen und Raum für Gespräche mit Eltern und Personal.
Lob gab es für die schnelle Umsetzung auch von Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin der Stadt Dortmund: „Innerhalb von vier Wochen die ganze Bude nochmal auf Hochglanz geworfen, die ganze Decke rausgeholt, die zweite Ebene rausgeholt. Und das alles mit Kolleginnen und Kollegen aus der Stadt. Das finde ich sehr lobenswert“.
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Reaktionen
Kita-Plätze für das neue Kita-Jahr werden ab dem 26. Februar vergeben (PM)
Ein spannender Moment für Eltern und Sorgeberechtigte: Am 1. August beginnt das neue Kita-Jahr. Für einen Betreuungsplatz in einer Dortmunder Tageseinrichtung können Eltern ihr Kind wie gewohnt über das Kita-Portal anmelden. Die Träger vergeben ihre Plätze ab dem 26. Februar.
In den vergangenen Jahren begann die Vergabe der Plätze schon in der achten Kalenderwoche – also eine Woche früher. Aus organisatorischen Gründen wurde die Vergabe jetzt nach hinten verlegt. Für die Eltern und Sorgeberechtigte bedeutet das: Vor dem 26. Februar können sie keine Nachricht über ein Platzangebot erwarten.
Bei einem Kita-Platzangebot müssen Eltern und Sorgeberechtigte Fristen beachten
Sobald Eltern ein Vertragsangebot für einen Kitaplatz für ihr Kind erhalten, müssen sie schnell reagieren: Sie sind verpflichtet, der Kita innerhalb von zwei Wochen zu melden, ob sie das Angebot annehmen möchten. Antworten sie nicht innerhalb dieser Frist, wird das automatisch als Absage gewertet. Der Betreuungsplatz wird dann anderweitig vergeben.
„Klare Abläufe und feste Rückmeldefristen helfen uns, die Betreuungsplatzvergabe transparent und verlässlich zu gestalten. So können Eltern besser planen, und wir stellen sicher, dass freie Betreuungsplätze möglichst schnell an andere Familien vermittelt werden“, erklärt Jan Schröder, stellvertretender Leiter des Jugendamtes.
Grundsätzlich gilt weiterhin: Kinder müssen spätestens sechs Monate vor dem gewünschten Betreuungsbeginn im Kita-Portal angemeldet werden. Das neue Kitajahr startet am 1. August eines jeden Jahres.
Was passiert, wenn ein Angebot im ersten Vergabeverfahren ausbleibt?
Eltern, die im ersten Vergabeverfahren kein Vertragsangebot erhalten haben, nehmen automatisch am Nachrückverfahren für die Betreuungsplätze zum 1. August 2026 teil. Eltern, die kein Platzangebot bekommen haben, können auf den Wartelisten der Kita bleiben. Sie sollten hierzu ihren Aufnahmewunsch auf ein späteres Datum (1. August 2027) verändern, oder sich bei ihren Wunschkitas melden.
Familien, die bis zum 1. Juni 2026 kein Vertragsangebot erhalten, können sich an die Koordinierungsstelle zur Sicherstellung des Rechtsanspruchs des Jugendamtes wenden: Tel. 0231 50-13666 oder per Mail: kinderbetreuung@stadtdo.de
Die Termine der offenen Sprechstunde: dortmund.de/services/kita-anmeldung.html