Pläne für neuen Wohnraum in der Gartenstadt

Ein ehemaliges Bankgebäude soll nachhaltig umgebaut werden

Grafik eines großen Mehrfamilienhauses
Visualisierung des Gebäudes am Standort Karl-Liebknecht-Straße nach dem Umbau. Zilla

In der Dortmunder Gartenstadt entstehen bald 78 individuelle Wohnungen in einem ehemaligen Bankgebäude. Gemeinsam mit der Vermögensverwaltung SECA aus Witten entwickelt das Unternehmen „UND Real GmbH“ das Bauvorhaben. Der Fokus des Vorhabens liegt auf der nachhaltigen Bestandsentwicklung.

Gebäude erfüllt höchste Nachhaltigkeitsstandards

„Es ist spannend zu sehen, wie ein Bestandsgebäude neues Leben erhält – und dabei gleichzeitig höchste Nachhaltigkeitsstandards erfüllt“, sagt SECA-Geschäftsführer Martin Sesjak. „Dieses Projekt beweist, dass zukunftsfähiges Wohnen und wirtschaftliche Tragfähigkeit keine Gegensätze sein müssen.“

vier Menschen vor einem alten Gebäude
Tobias Stegemann (l.) und Andreas Krys (r.) von der UND-Projektentwicklung stellten mit Elisabeth Gendziorra (2.v.l.) vom BFW-Landesverband und Carlotta Sesjak von Seca die Umbaupläne vor. Zilla

Mit individuellen Wohnlösungen, grüner Bauweise und Resilienz setzt das Bauprojekt ein Zeichen für die Immobilienentwicklung im urbanen Raum der Zukunft. „Unser Ziel ist es, Best Practices für nachhaltige Projektentwicklung erlebbar zu machen und zu zeigen, dass innovative Konzepte auch praktisch umsetzbar sind“, so Sesjak.

„Die Mischung aus sorgfältiger Bestandssanierung, modernen Wohnkonzepten und ESG-orientierter Planung macht das Projekt zu einem Vorzeigeobjekt für die nachhaltige Transformation von Immobilienbeständen.“

Das Architekturbüro Maas & Partner bereitet gerade die Pläne für den Umbau vor. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, wird die Umsetzung starten. Die Sparkasse Dortmund unterstützt bei der Finanzierung.


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Reaktionen

  1. Mark Kaufmann

    Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn ein privater Investor bereit ist, ein Bestandsgebäude zu sanieren und damit Kapital sowie Engagement in die Stadt zu bringen. Gerade die nachhaltige Nutzung vorhandener Gebäude kann sinnvoll sein.

    Allerdings halte ich die Umwidmung von Büroraum in Wohnungen für das falsche Signal. Dortmund braucht in erster Linie mehr Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung – nicht in erster Linie noch mehr Wohnraum. Bei rund 40.000 Arbeitslosen sollte die Schaffung von Arbeitsplätzen Priorität haben.

    Mit derzeit etwa 600.000 Einwohnern ist die Stadt bereits groß genug. Jeder zusätzliche Wohnungsbau zieht zwangsläufig weiteres Bevölkerungswachstum nach sich – und damit auch steigende Anforderungen an Infrastruktur wie Verkehr, Schulen, Kitas, medizinische Versorgung und Verwaltung. Diese Infrastruktur muss dann ebenfalls ausgebaut und finanziert werden.

    Wenn vorhandene Büroflächen stattdessen in Wohnungen umgewandelt werden, reduziert das langfristig die Möglichkeiten für Unternehmen, sich anzusiedeln oder zu wachsen. Genau das kann sich eine Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit eigentlich nicht leisten.

    Private Investitionen sind willkommen – aber aus stadtentwicklungspolitischer Sicht wäre es sinnvoller, wenn bestehende Bürostandorte erhalten und für wirtschaftliche Nutzung gesichert würden.

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