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Neubau der Robbenanlage im Dortmunder Zoo soll viele Vorteile für Tiere schaffen und Besucher*innen anlocken

Sechs Millionen Euro werden alleine in die neue Robbenanlage investiert. Fotos: Alex Völkel

Die Schaufütterungen in der Robbenanlage sind eine der Hauptattraktionen des Dortmunder Zoos. In Zukunft sind die Zuschauer*innen auf einer Tribüne noch näher am Geschehen. Fotos: Alex Völkel

Der Verwaltungsvorstand (VV) der Stadt Dortmund möchte rund 12 Millionen Euro in den Neubau der Robbenanlage im Dortmunder Zoo investieren. Im Rahmen des Zukunftskonzeptes Zoo 2023 soll die besonders frequentierte Attraktion im Tierpark eine Tribüne erhalten, die 250 Gästen bei den beliebten Schaufütterungen Platz bietet. Als besonderes Highlight soll unterhalb der Tribüne ein großes Panoramafenster installiert werden, das einen großartigen Einblick in die Unterwasserwelt liefern soll. Für mehr Komfort sollen zusätzlich ein neuer Kiosk und eine barrierefreie WC-Anlage gebaut werden. Der VV wird seine Planungen den zuständigen politischen Gremien zur Entscheidung vorlegen.

Schaufütterungen mit „Kultstatus“ sind von der Tribüne aus noch besser zu beobachten

Sechs Millionen Euro werden alleine in die neue Robbenanlage investiert. Fotos: Alex Völkel

12,39 Millionen Euro möchte der VV in den Umbau investieren.

Sollten diese dem Vorschlag zustimmen, kann die neue Anlage voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022 eingeweiht werden. Geplant ist, die Gesamtgestaltung naturnah zu halten und und sich am Stil der alten Anlage mit Ruhrsandstein, Sprungfelsen, ausgedehnten Dachbegrünungen und Inseln zu orientieren.

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Ein Teil des Daches soll sogar zu einer begehbaren Terrasse werden, die mit einem Aufzug erreichbar sein und einen tollen Überblick über die gesamte Anlage bieten soll.

„Alle Freundinnen und Freunde des Zoos können sich auf spektakuläre Attraktionen wie zum Beispiel eine Tribüne für 250 Menschen freuen. Der Hingucker überhaupt wird sicherlich das zwölf mal 2,50 Meter große Panoramafenster unterhalb der Tribüne werden“, freut sich Stadträtin Birgit Zoerner.

„Seit 60 Jahren geht im wahrsten Sinne des Wortes für keine Besucherin und keinen Besucher der Weg an der Robbenanlage vorbei. Sie ist einer der stärksten Magneten unter den beliebtesten Gehegen im Dortmunder Zoo. Die Schaufütterungen haben Kultstatus.“

Die Fütterungen werden die Tierpfleger*innen in Zukunft von einem ausgedehnten Landteil aus, den sie über zwei Brücken erreichen können, direkt vor der Tribüne durchführen. Die Neugestaltung der Robbenanlage richtet sich nach den aktuellen Haltungsrichtlinien, wodurch eine Vergrößerung des Areals um mehr als ein Drittel der Fläche und die Errichtung weiterer Salzwasserbecken notwendig wird.

Tiere bleiben während des Umbaus im Dortmunder Zoo 

Schnittperspektive der neuen Robbenanlage. Grafik: Architekturbüro Kemper, Steiner & Partner

Die Tiere werden während der Umbauphase im Dortmunder Zoo bleiben. Wahrscheinlich müssen die Otter sich ihr Gehege für den Zeitraum der Bauarbeiten mit den kalifornischen Seelöwen und den südamerikanischen Seebären, die sonst in der Robbenanlage beheimatet sind, teilen. Dies sei in der Vergangenheit schon öfters im Zoo ausprobiert worden und habe immer problemlos funktioniert, so Zoerner.

Für den Nachwuchs der Tiere wird das Aufzuchtbecken eine eigene Stallanlage und eine Anbindung an die große Flachwasserzone erhalten. Des einen Freud ist des anderen Leid und so müssen die kleinen Nutrias-Nager dafür ihren eigenen Platz im Dortmunder Zoo räumen. Denn ihre Haltung ist langfristig nicht mehr gestattet, da sie zu den invasiven Arten zählen.

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