Nachfolge an der Oper geklärt: Heribert Germeshausen folgt auf Jens-Daniel Herzog – Rat Dortmund entscheidet im April

Der Führungswechsel im Opernhaus ist geklärt. Archivfoto: Alex Völkel
Der Führungswechsel im Opernhaus ist geklärt – wenn der Rat zustimmt. Archivfoto: Alex Völkel

Die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Dortmunder Opern-Intendanten Jens-Daniel Herzog war erfolgreich: Heribert Germeshausen wird zur Spielzeit 2018/19 nach Dortmund wechseln, wenn der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 6. April seine Zustimmung gibt.

Jens-Daniel Herzog wechselt als Staatsintendant zum Nürnberger Staatstheater

Der Dortmunder Opern-Intendant Jens-Daniel Herzog wechselt nach Nürnberg. Foto: Theater Dortmund
Der Dortmunder Opern-Intendant Jens-Daniel Herzog wechselt nach Nürnberg. Foto: Theater Dortmund

Germeshausen ist seit der Spielzeit 2011/12 Operndirektor am Theater und Orchester Heidelberg und künstlerischer Leiter des Barockfestivals „Winter in Schwetzingen“.

Jens-Daniel Herzog wechselt zur Spielzeit 2018/19 von Dortmund als Staatsintendant zum Nürnberger Staatstheater. Dort folgt er auf Peter Theiler.

Auf Herzog soll dann in Dortmund Heribert Germeshausen folgen – wenn der Dortmunder Stadtrat im Aprilgrünes Licht gibt.

„Die Stadt Dortmund ist attraktiv für Kulturschaffende – auch aufgrund der guten Arbeit jener, die hier waren“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Es ist ein gutes, professionelles kulturelles Milieu entstanden. Die Menschen kommen gerne zu uns.“

„Voller Hochachtung vor Jens-Daniel Herzogs Verdiensten um die Oper Dortmund freue ich mich sehr, als sein Nachfolger in Zusammenarbeit mit dem von mir sehr geschätzten GMD Gabriel Feltz die Zukunft der Oper Dortmund gestalten zu dürfen“, kommentiert Germeshausen seinen möglichen Wechsel.

Musiktheaterdramaturg, Operndirektor und Festivalleiter

Heribert Germeshausen (Jahrgang 1971) begann seine Theaterlaufbahn als Musiktheaterdramaturg 2004 am Theater Koblenz und bei den Salzburger Festspielen unter der Intendanz von Peter Ruzicka. Nach einem Intermezzo bei einer internationalen Sängeragentur wechselte er im Januar 2008 als Musiktheaterdramaturg an die Oper Bonn.

2009 bis 2011 wirkte er als Operndirektor und Leitender Musiktheaterdramaturg am Anhaltischen Theater Dessau, dessen Opernsparte ein Jahr später wegen ihres gesanglich-musikalisch wie inszenatorisch hohen Niveaus für Spitzenplätze in mehreren bundesweit bedeutsamen Rankings nominiert wurde.

Erfolgreiche Neuausrichtung des Barockfestivals „Winter in Schwetzingen“

Auf Herzog soll in Dortmund Heribert Germeshausen folgen. Foto: Anemone Taake
Auf Herzog soll in Dortmund Heribert Germeshausen folgen. Foto: Annemone Taake/Theater Heidelberg

In Heidelberg erfolgte unter seiner Leitung eine erfolgreiche Neuausrichtung des „Winter in Schwetzingen“ auf in Deutschland bisher nicht aufgeführte Werke der Opera napoletana wie Nicolò A. Porporas „Polifemo“ oder Alessandro Scarlattis „Marco Attilio Regolo“ – eine der meist genannten Wiederentdeckungen der Jahresumfrage 2012 der Fachzeitschrift „Opernwelt“.

2013 gewann das Heidelberger Theater zusammen mit dem Theater Freiburg in der Rubrik „Ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ die Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „die deutsche bühne“.

In der Spielzeit 2014/15 wurde die Opernsparte des Heidelberger Theaters mit dem „Preis der Deutschen Theater- und Medienverlage 2014“ ausgezeichnet. Der Preis wird für den „spannendsten und innovativsten Spielplan der Saison“ verliehen.

In der Begründung hieß es: „Unter der Leitung des Operndirektors Heribert Germeshausen, der auch für die Barock-Produktionen im Rokokotheater Schwetzingen verantwortlich zeichnet, hat die Sparte Oper des Heidelberger Theaters ein unverwechselbares Profil gewonnen, das durch große Entdeckerfreude, durch überlegten Umgang mit dem Repertoire und eine vorbildliche Ensemblepflege überzeugt.“

 Nachfolger ist regelmäßig Jury-Mitglied bei wichtigen Gesangswettbewerben

Heribert Germeshausen ist regelmäßig Jury-Mitglied bei wichtigen Gesangswettbewerben, u.a. beim „Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti“ der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Er studierte Rechtswissenschaften in Passau, Heidelberg und Lausanne sowie BWL an der European Business School in Oestrich-Winkel und Master of Business Administration an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh.

 

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Kommentare

  1. Stadt Dortmund

    Rat soll am 6. April über Opern-Intendanz entscheiden –
    Heribert Germeshausen folgt auf Jens-Daniel Herzog

    Heribert Germeshausen soll zur Spielzeit 2018/19 neuer Opern-Intendant am Theater Dortmund werden. Damit der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 6. April seine Zustimmung geben kann, geht die Personalie nun durch die politischen Gremien. Gestern brachte der Verwaltungsvorstand die entsprechende Vorlage auf den Weg.

    Der Kulturausschuss als zuständiger Fachausschuss entscheidet in seiner Sitzung am 21. März darüber.
    Germeshausen (Jahrgang 1971) ist seit der Spielzeit 2011/12 Operndirektor am Theater und Orchester Heidelberg und künstlerischer Leiter des Barockfestivals „Winter in Schwetzingen“. Jens-Daniel Herzog wechselt zur Spielzeit 2018/19 von Dortmund als Staatsintendant zum Nürnberger Staatstheater. Dort folgt er auf Peter Theiler.

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