
Das Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ erweitert sein Angebot in der Innenstadt-Nord. Seit Anfang 2026 unterstützen zwei zusätzliche Berater Menschen bei Fragen rund um Wohnen und Arbeit. Nach einer Pilotphase ist das Angebot nun in den Regelbetrieb gestartet. Die Beratung soll spürbare Lücken im Stadtteil schließen und schnell bei konkreten Problemen helfen.
Beratung ergänzt Angebot am Standort
Nach einer kurzen Pilotphase startete das erweiterte Angebot im „lokal willkommen“-Büro in der Brunnenstraße 25 in seinen Regelbetrieb. Das Projekt läuft zunächst über fünf Jahre. Die ersten Monate im Pilotbetrieb zeigen: Viele Menschen nutzen das neue Angebot bereits.
Ron Mamlook von der Planerladen gGmbH und Jean-Christophe Luckey von der GrünBau gGmbH beraten Besucherinnen und Besucher während der offenen Sprechstunden zu den Themen Wohnen und Arbeit. Beide bringen viel Erfahrung aus ihrer täglichen Arbeit mit.
Sie helfen bei Fragen zum Wohnumfeld, bei Problemen rund um Mietverhältnisse und bei ersten Schritten in Richtung Beschäftigung. Bei der Wohnungssuche selbst können sie nicht unterstützen. Die Beratung ergänzt das Angebot am Standort Innenstadt-Nord. Dort unterstützen bereits Ahmad Kamalmaz und Nour Elrahi vom VMDO sowie Joona Herrmann, Daniela Engel und Sabine Kemler von der Stadt Dortmund Menschen aus dem Stadtteil.
Unterstützung bei zentralen Herausforderungen im Alltag
Fragen zum Wohnen und der Weg in die Arbeit zählen zu den größten Herausforderungen im Integrationsalltag. Genau hier will das neue Angebot von „lokal willkommen“ die ratsuchenden Menschen in der Innenstadt-Nord unterstützen.
Der Planerladen bringt dabei langjährige Erfahrung zu Wohnfragen und zum Thema Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ein. GrünBau unterstützt insbesondere bei der Orientierung im Arbeitsmarkt. So können Teilnehmende hier von Qualifizierungen zum Beispiel für die Reinigungsbranche und Kompetenzfeststellungen durch die Projekte profitieren. Diese helfen Menschen ohne formale Ausbildung, ihre Fähigkeiten sichtbar zu machen und passende Beschäftigung zu finden.
Durch die Zusammenarbeit mit beiden Organisationen wächst das Fachwissen am Standort deutlich. Die Beratung findet direkt im Stadtteil statt. Das erleichtert den Zugang und stärkt die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Einrichtungen.
Netzwerk an sieben Standorten in Dortmund
Das Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ verbindet städtische Stellen, Wohlfahrtsverbände und zahlreiche Akteur:innen aus der Stadtgesellschaft. Gemeinsam arbeiten sie daran, Integration im Alltag zu stärken. Der Standort Innenstadt-Nord wird zusammen mit dem VMDO e.V. betrieben.
Die sieben Standorte im Dortmunder Stadtgebiet bieten Unterstützung für Menschen aus Drittstaaten, für Nachbarinnen und Nachbarn, Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Die Teams helfen bei Fragen zum Leben im Stadtteil und bringen Menschen miteinander ins Gespräch.
Die Büros schaffen Räume für Begegnung, unterstützen Engagement und helfen dabei, Hindernisse im Alltag abzubauen.
Offene Sprechstunden im Überblick
Die Beratung im „lokal willkommen“-Büro Innenstadt-Nord findet zu folgenden Zeiten statt: Dienstag von 9 bis 12 Uhr sowie Donnerstag von 9 bis 11 Uhr und von 13 bis 16 Uhr.
Weitere Beratungen finden bei Kooperationspartnern im Stadtteil statt oder nach Terminvereinbarung. Kontakt: „lokal willkommen“ Innenstadt-Nord, Brunnenstraße 25, 44145 Dortmund, E-Mail: Lokalwillkommen.in@stadtdo.de.


Reaktionen
„lokal willkommen“ stärkt Integration in Dortmunds Quartieren (PM)
Eine Zwischen-Evaluation bestätigt die nachhaltige Wirkung von „lokal willkommen“. Seit 2016 unterstützt das Angebot erfolgreich neu zugewanderte Menschen an ihrem Wohnort. Die EU-Förderung ermöglicht zusätzliche Beratung und neue Angebote in den Stadtteilen.
Dortmund setzt seinen erfolgreichen Weg bei der Integration von Neuzugewanderten konsequent fort. Mit „lokal willkommen“ bietet die Stadt seit 2016 eine verlässliche und wohnortnahe Anlaufstelle für Menschen, die in Dortmund eine neue Heimat gefunden haben.
Das erste Büro öffnete im Oktober 2016. Bis 2020 baute die Stadt das Angebot auf sieben Standorte aus. Heute decken diese Büros das gesamte Dortmunder Stadtgebiet ab. Damit finden Menschen in allen zwölf Stadtbezirken Unterstützung direkt in ihrem Quartier.
„Die Zahlen zeigen die große Bedeutung des Angebots: Von Oktober 2016 bis März 2026 zählte „lokal willkommen“ insgesamt 119.362 Kontakte. Die Teams erreichten dabei 6.897 Haushalte mit insgesamt 21.438 Menschen“, erläutert Sozialdezernentin Frauke Füsers.
Beratung direkt im Quartier
„lokal willkommen“ setzt auf drei wichtige Bereiche. An den Standorten erhalten Neuzugewanderte eine persönliche und vertrauliche Beratung. Die Teams nehmen sich Zeit für individuelle Anliegen und helfen dabei, passende Angebote und Ansprechpartner*innen zu finden.
Gleichzeitig arbeiten die Teams eng mit Menschen und Einrichtungen vor Ort zusammen. Dazu gehören unter anderem Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche, soziale Dienste und weitere städtische Stellen. So kennen die Mitarbeitenden die Situation in den einzelnen Stadtteilen und können gezielt unterstützen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind Orte für Begegnung. Sie bringen Menschen zusammen, fördern den Austausch und schaffen Möglichkeiten, sich im eigenen Stadtteil einzubringen.
EU-Förderung schafft zusätzliche Möglichkeiten
Seit Juni 2024 fördert auch die Europäische Union „lokal willkommen“ über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF). Dadurch konnte das Angebot noch einmal um „Dynamische Dependancen“ erweitert werden.
Durch zusätzliche personelle Unterstützung konnten die Teams weitere kleinere Anlaufstellen in den Quartieren aufbauen. Gleichzeitig konnten sie die offenen Sprechstunden an den Hauptstandorten zu den etablierten Zeiten fortführen und ausweiten.
Menschen erhalten dadurch noch schneller Unterstützung. Neben den offenen Sprechstunden können sie zeitnah persönliche Beratungstermine vereinbaren.
Neue Angebote entstehen dort, wo sie gebraucht werden
Die engere Arbeit in den Stadtteilen bringt einen weiteren Vorteil. Die Teams erkennen gemeinsam mit den Menschen vor Ort, wo noch Angebote fehlen. Zusammen mit haupt- und ehrenamtlich Engagierten entwickeln sie passende Lösungen.
So entstanden unter anderem zusätzliche Sprachkurse und Angebote, die den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Auch Informationsveranstaltungen, Bewegungsangebote, Stadtteilfeste und weitere Möglichkeiten für Begegnung gingen daraus hervor.
Damit reagiert „lokal willkommen“ unmittelbar auf die Situation vor Ort. Die Unterstützung erreicht die Menschen dort, wo sie leben, und orientiert sich an ihren konkreten Bedürfnissen.
Zwischen-Evaluation bestätigt den erfolgreichen Weg
Eine Zwischen-Evaluation hat nun die bisherige Entwicklung des erweiterten Angebots untersucht. Das Ergebnis bestätigt die Bedeutung der wohnortnahen Arbeit. Die zusätzlichen Stellen ermöglichen eine noch gezieltere Unterstützung in den einzelnen Quartieren.
Der Bericht zeigt zugleich: Integration gelingt besonders gut, wenn viele Partner zusammenarbeiten. Städtische Fachbereiche, freie Träger, Ehrenamtliche und weitere Menschen und Einrichtungen in den Quartieren tragen gemeinsam dazu bei, dass Neuzugewanderte in Dortmund gute Möglichkeiten für Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben finden.
„lokal willkommen“ hat sich damit zu einem festen und geschätzten Bestandteil der Dortmunder Integrationsarbeit entwickelt. Das Angebot stärkt den Zusammenhalt und fördert das gute Miteinander in den Stadtteilen.
Finanzierung läuft bis Mai 2027
Die aktuelle Finanzierung aus EU-Mitteln und städtischen Mitteln läuft noch bis zum 31. Mai 2027. Für die Zeit danach gibt es bislang noch keine feste Finanzierung.
Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die sich an die „lokal willkommen“-Büros wenden. Die Nachfrage nach persönlicher Beratung und Unterstützung bleibt damit hoch.
Der Rat erhält den Sachstandsbericht zur Zwischen-Evaluation und zur Erweiterung von „lokal willkommen“ durch das AMIF-Projekt „Dynamische „lokal willkommen“-Dependancen“ zur Kenntnis. Damit liegt eine wichtige Grundlage für die we