Dortmunder Kreissynode tagte auch in diesem Jahr digital

Kirchenkreis setzt Zeichen gegen sexualisierte Gewalt – Schulungen für alle Mitarbeiter:innen

Sie leiteten die Sitzung der Online-Synode aus dem Haus der Evangelischen Kirche: Superintendentin Heike Proske (Mitte) und ihre Stellverter:innen Leonie Grüning und Michael Stache. Foto: Stephan Schütze

Immer im Herbst nehmen Finanzangelegenheiten den größten Teil der Tagesordnung ein, wenn die Kreissynode, das oberste Entscheidungsorgan des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, zu ihrer Tagung zusammentritt. So auch bei der diesjährigen Sitzung, die aufgrund der Corona-Pandemie, wie schon die vorausgegangenen der vergangenen eineinhalb Jahre, ausschließlich digital stattfand. Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt brachte diesmal jedoch ein kurzer Informations-Film, der den 219 Synodalen die Arbeit der neu eingerichteten Präventionsfachstelle zum Schutz vor sexualisierter Gewalt nahebrachte.

Konsequente Etablierung der Präventionsarbeit: Schulungen für alle Mitarbeiter:innen geplant

Mit der Einrichtung der Fachstelle und der konsequenten Etablierung der Präventionsarbeit bezieht der Evangelische Kirchenkreis unmissverständlich Stellung. Alle Mitarbeiter:innen im Bereich der Evangelischen Kirche in Dortmund, Lünen und Selm wird in naher Zukunft eine Schulung zum Thema „Schutz vor sexualisierter Gewalt“ durchlaufen.

Dabei gilt es, für eigenes Empfinden und eigene Grenzen sensibilisiert zu werden, Formen sexualisierter Gewalt zu erkennen und Wege der Intervention im Verdachtsfall kennenzulernen. Auch ist künftig von allen Mitarbeiter:innen ein erweitertes Führungszeugnis gefordert.

Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund will in all seinen Gemeinden und Einrichtungen damit ein klares Zeichen zum eindeutigen Umgang mit dem in der Öffentlichkeit breit diskutierten Thema setzen. Er macht deutlich, dass der Auseinandersetzung mit der Problematik in seinem Umfeld prioritäre Bedeutung zukommt.

Sensibilisierung, Prävention und Intervention beim Thema „Sexualisierte Gewalt“

Grundlage für die Arbeit der Fachstelle, die am ersten September ihre Arbeit aufgenommen hat, ist das neu entstandene Kirchengesetz der Evangelischen Kirche von Westfalen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt.

Das Kirchen-Parlament, dem Delegierte aus den 28 Kirchengemeinden in den Städten Dortmund, Lünen und Selm sowie Pfarrerinnen und Pfarrer und berufene Mitglieder angehören, legte zudem Grundlagen für den Haushalt des Kirchenkreises, seiner Referate und Dienste sowie der wirtschaftlich geführten Einrichtungen, insbesondere der 64 Kindertagesstätten in gemeinsamer Trägerschaft des Kirchenkreises.

Geleitet wurde die Online-Sitzung von Superintendentin Heike Proske, den stellvertretenden Superintendent:innen Leonie Grüning und Michael Stache sowie Verwaltungsleiterin Lisa Prang und der Scriba des Gremiums, Pfarrerin Sandra Sternke-Menne. Ein virtuelles Grußwort erreichte die Synodalen von Reverend Keith Archer aus der Partnerkirche in Salford in Großbritannien.

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