Jahresprogramm des Dortmunder U vorgestellt

Jede:r für sich und alle fürs U: Künstlerische Kooperation und kollektive Kunsterfahrung

Vertreter:innen aller Institutionen im Dortmunder U: Dr. Florence Thurmes und Regina Selter (Leitung MO), Regisseur Adolf Winkelmann, Mirjam Gaffran (Leitung uzwei), Mathias Meis und Dr. Inke Arns (Leitung HMKV), Daria Jaranowska (Leitung Digitale Kultur), Prof. Dr. Barbara Welzel und Dr. Niklas Gliesmann (Leitung „Campus Stadt“ der TU Dortmund), Harald Opel und Jens Krammenschneider-Hunscha (Leitung storyLab kiU der FH Dortmund).
Vertreter:innen aller Institutionen im Dortmunder U: Dr. Florence Thurmes und Regina Selter (Leitung MO), Regisseur Adolf Winkelmann, Mirjam Gaffran (uzwei), Mathias Meis und Dr. Inke Arns (HMKV), Daria Jaranowska (Digitale Kultur), Prof. Dr. Barbara Welzel und Dr. Niklas Gliesmann („Campus Stadt“ der TU), Harald Opel und Jens Krammenschneider-Hunscha (storyLab kiU der FH). Foto: Roland Gorecki für die Dortmund Agentur

Viele Etagen, viele Institutionen, viele Köpfe, viel Reibung und viel Kreativität – das ist das Dortmunder U. Eine Vielfalt, die auch eine Stärke ist und im Programm für 2023 zum Ausdruck kommt, das diese Woche vorgestellt wurde.

Kooperationen gehören zur DNA

Wenn viele Köch:innen nicht den Brei verderben sollen, dann ist Zusammenarbeit das A und O. Darauf will man auch im U setzen. Mehr noch: Im kommenden Jahr ist Kooperation nicht nur eine Methode, sondern Motto und Motiv für das Programm des nächsten Jahres.

Alle Partner:innen im Dortmunder U beschäftigen sich mit der Kunst der Kollaboration. Welchen Mehrwert haben Kollektive? Ist Kollaboration das Modell für die Zukunft? Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit gibt es? Die Idee ist übergreifend, die Umsetzung individuell und die Verantwortung geregelt: etagenweise. 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Campus Stadt

Immersiver Raum im Foyer des Dortmunder U Katrin Pinetzki / Stadt Dortmund

Auf der Hochschul-Etage, im „Campus Stadt“ der TU Dortmund, arbeiten Studierende interdisziplinär zusammen. Unter dem Motto „Engeneering meets Art – make it sound“ präsentieren sie vom 3. März bis 16. April Objekte an der Schnittstelle zwischen Kunst und Technik. Interdisziplinär ist auch die Ausstellung „Was Statistik über den Sport erzählt“: Datenjournalist:innen arbeiten hier gemeinsam mit Statistiker:innen, um die spannendsten Beiträge aus einem Seminar zur Visualisierung von Sportdaten zu präsentieren.

Die Forschungsprojekte des storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund entstehen ebenfalls im Team – z.B. mit der Akademie für Theater und Digitalität und dem neu gegründeten Koproduktionslabor der Stadt Dortmund. Hier freut man sich bereits jetzt über eine neue Präsentationsform: den Immersiven Raum. Besucher:innen können dort vollständig in eine dreidimensional erscheinende Installation eintauchen und Arbeiten des kIU, aber auch Kunstwerke aus den Sammlungen des Museum Ostwall und des Museums für Kunst und Kulturgeschichte in einer virtuellen, multi-sensorischen Kunstreise neu erleben.

Auf der uzwei forscht eine Gruppe von Jugendlichen an einem Gefühl des Schwebens. Das Ergebnis ist die interaktive Ausstellung „Unbeschwert“, die vom 3. Februar bis 28. Mai zu erleben ist. Im Herbst wird die uzwei dann zur Plattform für die fünfte Ausgabe des Festivals „Emerging Artists“, das junge Dortmunder Künstler:innen durch Kooperation untereinander, aber auch durch die Vernetzung bei der Professionalisierung unterstützen will. Die dazugehörige Ausstellung läuft vom 20. Oktober bis 28. Januar 2024.

Pflanzen, Technik und ein alter Hut“ im HartwareMedienKunstverein

Videostill: One day the universe began to breathe, Jana Kerima-Stolzer und Lex Rütten. Foto: HMKV

„Wer mit wem und ist das Kollektiv nicht eigentlich ein alter Hut?“ fragt sich das Team des HartwareMedienKunstverein und treibt das Thema Kollaboration versiert auf die Spitze. In der Ausstellung der Künstler:innen Jana Kerima Stolzer und Lex Rütten geht es um neuartige Kreisläufe und Allianzen im Zeitalter des Anthropozäns (11. März bis 30. Juli).

Kooperieren eigentlich auch Pflanzen und Tiere? Welche Symbiosen gibt es zwischen Mikroorganismen und technischen Objekten – und welche könnte es in Zukunft geben? Es ist die erste Solo Show der beiden jungen Dortmunder:innen. 

Ab September wird dann mit „IRWIN – Collective before Collectives“ eines der ältesten heute noch tätigen Künstlerkollektive präsentiert: IRWIN wurde bereits vor 40 Jahren gegründet und gehörte 1984 zusammen mit der Musikgruppe Laibach zu den Gründungsmitgliedern des Meta-Kollektivs „Neue Slowenische Kunst“ (9. September 2023 bis 28. Januar 2024). 

Kooperation mit den Bürger:innen

Kollaboration der besonderen Art: Moorman und Paik performen “Human Cello”, Café au Go Go, New York, 4 October 1965 Foto: Estate of Nam June Paik Photograph by Peter Moore; Peter Moore Photography Archive, Charles Deering McCormick Library of Special Collections, Northwestern University Libraries

Und das MO? Stellt sich und seine Sammlung auf den Prüfstand und sucht die Kooperation mit seinen Besucher:innen. Was sammeln wir, wer wird im Museum präsentiert und wer nicht? Wie sorgen wir für mehr Vielfalt im Kunstbestand? Über diese Fragen will das MO gemeinsam mit einem Bürger:innenbeirat beraten, der sich im kommenden Jahr gründet.

Aber auch eine große Sonderausstellung steht auf dem Programm: „Nam June Paik: I Expose the Music“. Hier widmet sich das MO eine eher unbekannten Seite des international bekannten Medienkünstlers.

Im Fokus stehe seine Musik und Live-Momente, in denen er immer wieder eng mit anderen Künstler:innen zusammengearbeitet hat. Diese Kollaborationen sind ebenso Teil der Ausstellung wie vier neue Arbeiten, in denen sich zeitgenössische Künstler:innen auf Paik beziehen (Laufzeit: 17. März bis 27. August).

Die Besucher:innen des Dortmunder U werden also 2023 in zahlreichen Ausstellungen und Projekten kollektive Kunsterfahrungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erleben: Jede:r für sich – im U für alle!

Weitere Informationen auf der Internetseite: dortmunder-u.de

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