Interreligiöse Stadtrundfahrt: Drei Moscheen, viele Perspektiven und Begegnungen

Das Christlich-Islamische Dialogforum lädt zur Tour am 3. Oktober 2026

Einblicke in den Moscheealltag bekamen die Teilnehmenden beim Mittagsgebet.
Einblicke in den Moscheealltag bekamen die Teilnehmenden beim Mittagsgebet. Foto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Wie sieht das Leben in einer Moscheegemeinde aus? Welche Bedeutung haben Architektur und Kalligrafie? Und welche Rolle spielen Frauen in den Gemeinden? Antworten und persönliche Einblicke bietet eine interreligiöse Stadtrundfahrt durch Dortmund: Das Christlich-Islamische Dialogforum lädt am Samstag, 3. Oktober 2026, zum Besuch von drei Moscheen ein. Anlass ist der bundesweite Tag der offenen Moschee.

Muslimisches Gemeindeleben in seiner Vielfalt entdecken

Mehr als 40 Moscheen gibt es in Dortmund. Dennoch haben viele Menschen bislang noch nie eine besucht. Die Stadtrundfahrt bietet Gelegenheit, das zu ändern: Interessierte können muslimisches Leben kennenlernen, Fragen stellen und mit Menschen aus den Gemeinden ins Gespräch kommen.

Außenansicht der Moschee mit Menschen im Eingang
Die Meryem-Moschee an der Lindenhorster Straße ist eine der Moscheen auf der Tour. Foto: Ev. Kirchenkreis Dortmund/Stephan Schütze

Die Tour führt zur DITIB Zentral-Moschee Dortmund, zur Abu Bakr Moschee und zur Meryem Moschee.

Dabei eröffnet sie Einblicke in unterschiedliche Formen muslimischen Gemeindelebens – von der Hinterhofmoschee bis zum repräsentativen Moscheebau mit Kuppel und Minarett.

Sichtbar wird, wie vielfältig die Orte sind, an denen Musliminnen und Muslime in Dortmund ihren Glauben leben und Gemeinschaft gestalten.

Begegnung schafft Raum für Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die Rundfahrt möchte Menschen zusammenbringen, Wissen vermitteln und Vorurteile abbauen. Dabei geht es sowohl um das Entdecken von Gemeinsamkeiten als auch darum, Unterschiede anzusprechen und eine respektvolle Streitkultur einzuüben.

Einblicke in den Moscheealltag bekamen die Teilnehmenden beim Mittagsgebet.
Einblicke in den Moscheealltag. Foto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Persönliche Begegnungen bieten die Möglichkeit, zuzuhören, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und andere Perspektiven kennenzulernen.

Angesichts internationaler Konflikte und religiös geprägter Spannungen wollen die Veranstalter bewusst Räume für Austausch schaffen. Mit der Stadtrundfahrt setzen sie ein Zeichen für den interreligiösen Dialog und das friedliche Zusammenleben in einer vielfältigen Stadtgesellschaft.

Einblicke in religiöse Praxis und aktuelle Fragen der Gemeinden

Zu sehen sind Deckenbemalungen und ein blauer Teppich mit Mustern
Der Innenraum der Dortmunder Zentralmoschee. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Bei den Besuchen stehen religiöse Praxis, Architektur und Kalligrafie ebenso auf dem Programm wie die Rolle von Frauen in den Gemeinden. Auch aktuelle Entwicklungen beim Moscheebau in Dortmund werden zur Sprache kommen.

eDie Teilnehmenden können so die Gebäude und die Menschen kennenlernen, die das Gemeindeleben prägen.

Begleitet wird die Veranstaltung von Pfarrer Friedrich Stiller vom Evangelischen Kirchenkreis Dortmund, Prof. Dr. Naciye Kamcili-Yildiz von der Islamischen Akademie NRW und Imam Ahmad Aweimer vom Rat der Muslimischen Gemeinden Dortmund.

Hinzu kommen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Moscheegemeinden, die Einblicke in ihre Gemeinden geben und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen: Gemeinsam unterwegs

  • Termin: Samstag, 3. Oktober 2026, 10.00 bis ca. 13.30 Uhr
  • Treffpunkt: StadtKirchenForum an der St. Reinoldikirche, Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund
  • Teilnahmegebühr: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, inklusive Imbiss
  • Anmeldung bis zum 25. September 2026 beim Evangelischen Bildungswerk Dortmund
  • Online: www.bwdo.de
  • E-Mail: bildungswerk@ekkdo.de und Telefon: 0231 22962-401

Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

Unterstütze uns auf Steady

 Mehr dazu auf Nordstadtblogger:

Die Alternativlosigkeit des Dialogs: Christen und Muslime beim Ifṭār (Fastenbrechen) in der Abū-Bakr-Moschee zu Dortmund

Muslimischen Trauernden steht nun ein neuer Gebetsplatz auf dem Hauptfriedhof offen

Zwischen Tabu und Irrglaube: Workshop beleuchtet Islam und Homosexualität

 

Reaktion schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert