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Infektionsfälle beim Küchenpersonal im Kinikum Dortmund – Gesundheitsamt bestätigt keine Gefahr für Patient*innen

Am Klinikum Dortmund haben sich Mitarbeiter*innen des Küchenpersonals von Service DO mit dem Coronavirus angesteckt. Klinikum und Stadt versichern, dass keine Gefahr für die Patient*innen besteht. Archivfotos: Alex Völkel

Am Klinikum Dortmund ist es zu Infektionsfällen bei Mitarbeiter*innen des Küchenpersonals von Service DO gekommen. Insgesamt 14 Mitarbeiter*innen sollen betroffen sein. Laut Klinikum haben sich die Personen ausschließlich im privaten Umfeld, unter anderem in Fahrgemeinschaften angesteckt. Sowohl die Stadt als auch das Klinikum versichern, dass alle Hygienestandards eingehalten wurden, dies wurde auch durch das Gesundheitsamt bestätigt. Das gesamte Küchenpersonal sei nach dem Auftreten des ersten Falls getestet worden und bei positivem Ergebnis oder dem Verdacht in Quarantäne geschickt worden. 

14 Mitarbeiter*innen wurden positiv auf SARS-CoV-2 getestet – umgehende Quarantäne

14 Küchen-Mitarbeiter*innen von Service DO sind betroffen. Gesundheitliche Auswirkungen auf Menschen, die mit Essen versorgt werden, soll es nicht geben.

Das Klinikum Dortmund versichert auf Nachfrage von Nordstadtblogger, dass für die Patient*innen kein Risiko bestanden hätte, weder über die Speisen, noch über eventuelle Erreger an Geschirr oder Besteck. ___STEADY_PAYWALL___

„Dass die Mahlzeiten das Virus SARS-CoV-2 übertragen ist auszuschließen. Corona wird nicht über Speisen bzw. Lebensmittel übertragen“, betont Lisa C. Müller, stellv. Leitung der Unternehmenskommunikation des Klinikums.

„Zudem wird in unserer Küche ein strenges Hygienekonzept befolgt. Unter anderem wird unser Essen auf über 70 Grad Celsius erhitzt. Unter diesen Umständen sind Erreger nicht überlebensfähig.“

Bevor der erste Mitarbeiter positiv getestet worden sei, hätten die Angestellten teilweise FFP2-Masken und teilweise herkömmliche Mund-Nasenschutz-Masken getragen. Aufgrund der weiteren hygienischen Maßnahmen hätte bis dato der herkömmliche Mund-Nasenschutz auch völlig ausgereicht. Mittlerweile würden jedoch alle Mitarbeiter*innen die besseren FFP2-Masken tragen, die das Robert-Koch-Institut zur Behandlung und Pflege von Patient*innen empfiehlt.

Die Ansteckung über Geschirr und Besteck sei dadurch auszuschließen, dass die Angestellten auch schon vor Auftreten des ersten Infektionsfalles bei der Arbeit stets Handschuhe tragen würden, so Müller. Es seien somit alle notwendigen Hygienestandards eingehalten worden. Zudem habe eine Begehung und ein Hygieneaudit (standardmäßige Überprüfung im Rahmen des Qualitätsmanagements) durch das Gesundheitsamt stattgefunden. Dieses habe die Hygienevorschriften im Klinikum als gut und ausreichend befunden, teilt Anke Widow von der Pressestelle der Stadt Dortmund auf Nachfrage mit.

Begehung durch das Gesundheitsamt kommt zu positivem Ergebnis

Den Ausfall der betroffenen Mitarbeiter*innen habe ServiceDO durch Umstrukturierung kompensiert. Für die verbleibenden Angestellten sei keine Mehrbelastung zu erwarten. „Die personelle Einschränkung ist dank Umstrukturierungen für den Übergang zu bewältigen. Wir bieten z.B. unseren Patient*innen derzeit „nur“ zwei Gerichte zur Auswahl an, sonst sind es drei (betrifft Mittag- und Abendessen)“, so das Klinikum Dortmund.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in vielen Fußgängerzonen mittlerweile Vorschrift. Foto: Karsten Wickern

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in vielen Fußgängerzonen mittlerweile Vorschrift. Foto: Karsten Wickern

Seit dem ersten Auftreten der Krankheit haben sich in Dortmund 9.002 Personen mit dem Virus infiziert. Am heutigen Freitag (27. November) wurden 109 Neuinfektionen gezählt, von denen 18 Fälle neun Familien zuzuordnen sind. Von den über 9. 000 Fällen gelten 6.664 Menschen als genesen. Aktuell sind 2268 Personen mit dem Virus infiziert.

161 Corona-Patient*innen werden derzeit stationär behandelt, darunter 38 intensivmedizinisch, davon wiederum 27 mit Beatmung. Bedauerlicherweise sind zwei weitere mit COVID-19 infizierte Menschen gestorben. Ein 68-jähriger Mann verstarb heute im Krankenhaus, in das er am 15. November aufgenommen wurde, ursächlich an der Infektion. 

Ein 90-jähriger Mann verstarb bereits am 25. November im Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Grunderkrankung. Insgesamt verstarben damit in Dortmund 42 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 28 mit SARS-CoV-2 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 162,2 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

 

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