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Hoher Kontrolldruck und Polizeipräsenz in der Nordstadt zahlen sich offenbar aus – Straßenkriminalität zurückgedrängt

Polizeieinsatz nach Schlägerei in der Münsterstraße

Ein Dutzend Streifenwagen im Einsatz in der Münsterstraße. Archivbild: Alex Völkel

Der hohe Kontrolldruck der Dortmunder Polizei und auch die noch einmal erhöhte Präsenz in der Nordstadt zeigen erste Wirkungen: Die Straßenkriminalität ist im ersten Halbjahr 2016 auf dem Rückzug – das jedenfalls berichtet die Polizei.

Kontrolldruck: 840 vorläufige Festnahmen im ersten Halbjahr in der Nordstadt

Über die Tätigkeiten des Wachdienstes und des Schwerpunktdienstes Nord hinaus führte die Dortmunder Polizei allein im ersten Halbjahr dieses Jahres über 80 größere Einsätze in der Dortmunder Nordstadt durch.

Dabei kontrollierte die Polizei tausende Personen und Fahrzeuge mit dem Ziel, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und den Druck auf potentielle Straftäter hoch zu halten, bzw. zu erhöhen. Letztere waren weniger begeistert von den Aktivitäten der Polizei: Immerhin 840 Personen nahmen die Beamten im 1. Halbjahr fest.

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange, für den die Nordstadt ein absolutes Schwerpunktthema ist, zeigt sich zufrieden mit dieser Tendenz.

Viel Unterstützung von der Bereitschaftspolizei für groß angelegte Kontrollen

Vorstellung der Kriminalstatistik Polizei-Präsidium Dortmund. Polizeipräsident Gregor Lange

Polizeipräsident Gregor Lange sieht die Nordstadt weiter als Schwerpunkt-Thema. Foto: Klaus Hartmann

„Im 1. Halbjahr haben wir auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei starke Signale in die Nordstadt gesendet. Die jetzt vorliegenden Zahlen bestärken uns in unserem Vorgehen. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen auch in der 2. Jahreshälfte mit uns rechnen“, so Lange.

Besonders erfreulich sei die Entwicklung im Bereich der Raubdelikte, hier sei ein Rückgang um 36 Prozent zu verzeichnen. Gefährliche und schwere Körperverletzungen im öffentlichen Bereich gingen um 14 Prozent zurück.

Zudem seien weitere Deliktsfelder, die sich unmittelbar auf das Sicherheitsgefühl der Menschen auswirkten, derzeit „signifikant rückläufig“: Taschendiebstahlsdelikte um 34 Prozent, Kellereinbrüche um 34 Prozent und der Wohnungseinbruch um 14 Prozent im Bereich der Nordstadt.

Halbjahrs-Fazit: 7,8 Prozent weniger Straftaten in der Nordstadt

Dieser erste positive Trend schlage sich dann auch in den Gesamtzahlen nieder: Die Straßen- und auch die Gewaltkriminalität sind mit über zehn Prozent rückläufig und die Anzahl aller in der Nordstadt begangenen Straftaten weisen ein Minus von 7,8 Prozent auf.

Die Dortmunder Polizei investiere viel dafür, die Nordstadt lebenswerter zu gestalten, so Lange. Er lobt aber auch das große Engagement der vielen Institutionen und der Bürger, die sich trotz aller Probleme um die Nordstadt bemühten.

„Dortmund kann stolz sein auf ein großes und gut funktionierendes Netzwerk rund um die Nordstadt. Hier greifen ganz viele Zahnrädchen ineinander und eines davon ist die polizeiliche Arbeit“, betont der Polizeipräsident.

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