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Hohe Qualität und ausreichendes Angebot an Trinkwasser: Stadt Dortmund sieht sich für die Zukunft gut gerüstet

Die Ruhr ist die Grundlage der Trinkwasserversorgung nicht nur in Dortmund. Foto: DEW21

Die Änderung des Landeswassergesetzes aus dem Jahr 2016 verpflichtet alle Gemeinden in NRW, erstmalig ein Konzept über den Stand und die zukünftige Entwicklung der Wasserversorgung für ihr Gemeindegebiet aufzustellen. Der Rat der Stadt Dortmund befasst sich daher in seiner Juli-Sitzung mit dem jetzt vorliegenden Wasserversorgungskonzept. Die Stadtspitze sieht sich jedenfalls für die Zukunft gut gerüstet.

Gewinnungsgebiete und Aufbereitungsanlagen sind Bestandteile des Wasserversorungskonzeptes

Die Versorgung des Stadtgebietes mit Trinkwasser liegt in den Händen der DEW21. Foto: Alex Völkel

Das Wasserversorgungskonzept stellt in erster Linie die derzeitige Versorgungssituation und deren Entwicklung dar.

Dabei gehören die Darstellung der Wassergewinnungsgebiete mit dem zugehörigen Wasserdargebot, die Wassergewinnungs- und Aufbereitungsanlagen, die Beschaffenheit des Trinkwassers, der Verteileranlagen sowie der Wasserversorgungsgebiete zu den Inhalten des Konzeptes.

Das Konzept ist der zuständigen Behörde, für Dortmund der Bezirksregierung Arnsberg, erstmalig bis Ende Juni 2018 vorzulegen und alle sechs Jahre fortzuschreiben. Die Aufgabe der Versorgung des Stadtgebietes mit Trinkwasser liegt in den Händen der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21).

Zwischen den Partnern, der Stadt und DEW21 wurde hierzu im Februar 2009 der Konzessionsvertrag Wasser mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028 unterzeichnet. An dem vorliegenden Wasserversorgungskonzept der Stadt Dortmund haben die Versorgungsunternehmen Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), die Dortmunder Netz GmbH (DONETZ) sowie die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) mitgewirkt.

WWW fungiert dabei als Trinkwasserproduzent und Vorlieferant u.a. von DEW21. DONETZ hat die Rolle des Transport- und Verteilernetzbetreibers, durch deren Infrastruktur die benötigten Trinkwassermengen zur Belieferung der Kunden geleitet werden, während DEW21 die Aufgabe des Trinkwasserlieferanten zufällt.

35 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr werden mindestens in Dortmund verbraucht

Im Hochbehälter wird Wasser im Tagesverlauf zwischengespeichert. Foto: DEW21

Mit mehr als 600 000 Einwohnern und einer Stadtfläche von ca. 280 Quadratkilometern zählt Dortmund zu den bevölkerungsreichsten Städten des Landes NRW. Die Wasserwerke Westfalen beliefern die Dortmunder KundInnen mit rund 35 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr.

Den Bedarf an Trinkwasser decken dabei fünf entlang der Ruhr gelegene Wasserwerke ab: die Wasserwerke Halingen, Hengsen, Villigst, Westhofen 1 und Witten. Alle Wasserwerke nutzen die kiesigen Sedimente des Grundwasserleiters in der Ruhraue zur Wassergewinnung.

Zur bedarfsgerechten Bewirtschaftung des Grundwasservorkommens wird dem Fluss Wasser entnommen, vorgereinigt und zur künstlichen Grundwasseranreicherung in den Untergrund versickert. Dort mischt sich das infiltrierte Wasser mit Uferfiltrat aus der Ruhr und einem natürlichen Grundwasserzustrom von den seitlichen Ruhrtalflächen.

Durch die mechanisch/physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Prozesse wird die Wasserqualität deutlich positiv verändert. Das gefasste Grundwasser ist daher für die Trinkwasserversorgung, teilweise nach weitergehender Aufbereitung, gut zu nutzen.

Weitergehende Wasseraufbereitung gegen stark resistente Mikroorganismen

Vor der Einspeisung in die Rohrnetze wird das Wasser noch durch Zugabe von Natronlauge entsäuert (pH-Wert Anpassung) und durch UV-Strahlung oder Chlorung desinfiziert. Aktuell werden alle Wasserwerke an der Ruhr mit einer weitergehenden Wasseraufbereitung ausgestattet, um auch zukünftig gegen neuere, meist organische Spurenstoffe und stark resistente Mikroorganismen besser abgesichert zu sein.

Für die Wasserwerke Westfalen bedeutet das, ihre Wasserwerke mit zusätzlichen Verfahrensstufen (u.a. Flockung, Ozonung, Mehrschichtfiltration, Adsorption an Aktivkohle) auszustatten. Mit der Errichtung der weitergehenden Wasseraufbereitung wurde 2010 begonnen. Die Erweiterungsmaßnahmen sind voraussichtlich im Jahr 2023 abgeschlossen.

Das Wasserversorgungskonzept verdeutlicht, dass das Angebot und die Qualität des Dortmunder Trinkwassers auch in Zukunft eine ausreichende und sehr gute Versorgungssicherheit gewährleisten.

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