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Hoeschmuseum wartet mit aufwändigem 3D-Film auf und erwartet in Kürze den 100.000. Besucher

Hoesch-Museum stellt 3-Modul vor. Im Raum mit der 3D-Installation: v. l.: Michael Dückershoff, Kurator Hoesch-Museum; Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Hoesch-Museum, Franz-Josef Kniola, NRW-Stiftung und Gerhard Herr, Projektleiter

Michael Dückershoff, Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Franz-Josef Kniola und Gerhard Herr.

Von Joachim vom Brocke

„Das Hoesch-Museum ist um eine neue Attraktion reicher“, freute sich Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums e.V. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in diesem Museum die Erinnerung an den Stahlstandort Dortmund aufrecht erhalten bleibe. Dafür sorgen 80 Ehrenamtliche, denn das Hoesch-Museum befindet sich nach wie vor in privater Trägerschaft. „Nach neun Jahren“, kündigte Ellerbrock an, „wird bereits in den nächsten Wochen der 100 000. Besucher erwartet“.

Interaktive 3D-Produktion als neue Attraktion des Hoeschmuseums

Hoesch-Museum stellt 3-Modul vor

Das Hoesch-Museum stellt ein 3D-Modul vor.

„Wir kochen Stahl“ ist der Titel einer interaktiven 3D-Produktion des Hoesch-Museums. Ein interaktives Spiel, bei dem erlebt werden kann, was es braucht, damit Stahl gekocht werden kann – und das mit einer rasanten dreidimensionalen Achterbahnfahrt endet. Am Schmelzofen steht Johann der Stahl-Koch, gespielt von Claus-Dieter Clausnitzer vom Dortmunder Schauspielhaus.

Er will – schon im hitzebeständigen silbernen Schutzanzug – eine Legierung für Elektroblech kochen. Doch es fehlen ihm einige Zutaten. Besucher des Hoesch-Museums werden gebeten, Stahlkocher Johanns helfen und sie ihm zu besorgen.

Besucher gehen auf eine virtuelle Reise zu Abbaugebieten

Hoesch-Museum stellt 3-Modul vor. Gerhard Herr, Projektleiter

Gerhard Herr ist Projektleiter.

Benötigt werden Silizium, Mangan, Titan, Bauxit und Kohlenstoff. Er gibt seinen Helfern Tipps, in welchen Ländern dieser Erde die Abbaugebiete zu finden sind und schickt sie auf die virtuelle Reise.

Sie geht nach China, Australien, Südafrika, Brasilien, Kanada. Dabei lernen die Besucher die großen Minen über und unter Tage kennen und sieht die Erde aus dem Weltall.

Alles in 3D-Qualität mit besonderer Brille. Sind alle Erze besorgt, geht es über die Zeche Prosper in Bottrop zurück ins Ruhrgebiet zur Westfalenhütte.

Johann wartet schon und erklärt später, welches „Gericht“ er gekocht hat: Einfachen Baustahl für Gerüste, höherwertigen Stahl für die Schienen und Elektroblech für den Elektromotor.

NRW-Stiftung finanzierte Vorhaben mit 30.000 Euro

Hoesch-Museum stellt 3-Modul vor. Franz-Josef Kniola (NRW-Stiftung)

Franz-Josef Kniola (NRW-Stiftung).

Finanziell unterstützt wurde das Filmprojekt durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege. 30 000 Euro waren für die Realisierung des aufwändigen 3D-Filmes zur Verfügung gestellt worden.

„Ein Betrag, der gut angelegt ist“, meinte Ehrenpräsident Franz-Josef Kniola, zur Zeit der Landesregierung unter Johannes Rau Innen- und Verkehrsminister.

Dem Hoesch-Museum bescheinigte Kniola, dass es von „privater Initiative“ lebe. Insgesamt seien deshalb in den letzten Jahren rund 300 000 Euro aus dem Stiftungsvermögen zur Verfügung gestellt worden.

„Wir kochen Stahl“-Projektleiter Gerhard Herr hatte sich eine anschauliche Umsetzung zum Ziel gesetzt: „Kinder wissen heute nicht mehr, was alles benötigt wird“. Für die junge Medienproduktion „more3D“ war die technische Umsetzung ein „einzigartiges Produkt“, erläuterte Eduard Kinas: „Daraus ist ein richtiger Eye-Catcher geworden“, freute er sich über das Ergebnis mancher Tages- und Nachtschichten.

In Kürze:

  • Das Hoesch-Museum (Eberhardstraße 12) zeigt viele Exponate aus 160 Jahren Stahlgeschichte in Dortmund.
  • Aktuell gibt es zurzeit „Hörde in der Zange“ zu sehen. Verfolgt werden die Entwicklungen und den Strukturwandel bis zur Gründung des Phoenixsees im Ortsteil Hörde.
  • Geöffnet ist Dienstag, Mittwoch von 13 bis 17 Uhr, Donnerstag von 9 bis 17 Uhr, Sonntag von 10 bis 17 Uhr.www.hoeschmuseum.dortmund.de
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