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Helin und Gülsüm werden Seniorenbegleiterinnen: Kurs an der Anne-Frank-Gesamtschule möchte Perspektiven schaffen

Jugendliche an der Anne-Frank-Gesamtschule werden zu Seniorenbegleitern ausgebildet

Jugendliche an der Anne-Frank-Gesamtschule werden zu Seniorenbegleitern ausgebildet. Fotos: Klaus Hartmann

An der Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt ist schon Schulschluss. Und während die anderen Schülerinnen und Schüler längst auf dem Nachhauseweg sind, sitzen Helin, Gülsüm und ihre Mitschülerin aus der Klasse 9.1 in einem Raum der Schule und lernen weiter.

Die Schülerinnen lernen nach dem normalen Unterricht freiwillig weiter

Jugendliche an der Anne-Frank-Gesamtschule werden zu Seniorenbegleitern ausgebildet. Kursleiterin Ulrike Klepczynski

Kursleiterin Ulrike Klepczynski.

Die Jugendlichen werden von der Dozentin Ulrike Klepczynski zu Seniorenbegleitern qualifiziert.

Vor ihnen liegen 30 Unterrichtseinheiten zu Themen wie Haftungs- und Vertragsrecht im Ehrenamt, Alterserkrankungen, Einführung in das Krankheitsbild Demenz und vieles mehr.

Die Mädchen machen das freiwillig. Untersuchungen haben gezeigt, das Jugendliche durch aus bereit sind, sich ehrenamtlich sozial zu engagieren.

„Darüber hinaus lernen sie das Berufsbild kennen und haben bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Christiane Gebauer vom Seniorenbüro-Nord, das den Kurs ins Leben gerufen hat.

Die wissbegierigen Mädchen bekommen am Ende eine Zertifizierung zum Seniorenbegleiter

Jugendliche an der Anne-Frank-Gesamtschule werden zu Seniorenbegleitern ausgebildet. Christiane Gebauer, Seniorenbüro-Nord

Christiane Gebauer, Seniorenbüro-Nord.

„Die Jugendlichen in der Nordstadt brauchen eine Perspektive“, sagt Gebauer mit Blick auf eine mögliche Berufsausbildung in einem Pflegeberuf. Die Gründe für die Schülerinnen an der Teilnahme sind dagegen nicht so zielgerichtet.

„Ich möchte einfach gerne etwas neben dem normalen Schulunterricht dazu lernen, beschreibt Helin ihre Motivation. Ihre Nachbarin Gülsüm „…möchte mehr über das Alter erfahren“.

Den wissbegierigen Mädchen und ihren Mitschülern winkt am Ende des Lehrgangs eine Zertifizierung zur Altenbegleiterin. „Danach können sie, wenn sie möchten, ein von uns begleitetes Praktikum in einer Einrichtung machen“, verspricht Christiane Gebauer.

Die Jugendlichen haben in der Regel in der eigene Familie Kontakt zu Älteren, meist den Großeltern und wissen um die Herausforderung an die Familie, die eine Pflegebedürftigkeit mit sich bringt.

Das Vorbild für das Schulprojekt ist ein Kurs der 2012 an der Marie-Reinders-Realschule in Dortmund-Hörde praktiziert worden ist. Die Hörder Aktion ist sogar 2014 mit dem Bundespreis Soziale Stadt ausgezeichnet worden.

Das Projekt in der Nordstadt wird vom Aktionsplan Soziale Stadt NRW finanziert.

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