Nordstadtblogger

Grüne Oasen statt urbaner Brachflächen in der Nordstadt

Bürgergarten Kleine Heroldwiese

Die Kinder des Familienzentrums in der Missundestraße halfen bei der Pflanzaktion mit. Foto: Alex Völkel

Urbane Gärten liegen im Trend. Gleich zwei große Projekte gibt es in der Nordstadt: Die Initiative „Bunte Schule“ hat auf dem Spielplatz in der Düppelstraße einen dieser Mitmach-Gärten angelegt. Begeleitet und unterstützt werden sie dabei vom Quartiersmanagement. Im Bürgergarten „Kleine Heroldwiese“ zeigen sich „Die Urbanisten e.V.“ und das Familienbüro Innenstadt-Nord verantwortlich.

Mitmachaktionen: Die Nachbarn werden in die Nordstadt-Projekte eingebunden

Bürgergarten Kleine Heroldwiese

Im Bürgergarten Kleine Heroldwiese packen die Nachbarn tatkräftig mit an. Foto: Alex Völkel

In der Heroldstraße gab es jetzt einen Mitmach-Workshop. Gemeinsam wurde am Garten weitergearbeitet, den es seit April gibt. Einen Weidenzaun, ein kleines Tipi und selbst gebaute Pflanzkästen haben die städtische Brachfläche aufgewertet. Gemeinsam mit den Menschen aus der Nachbarschaft verwandelten die Urbanisten und das Familienbüro den Platz an der Ecke Gronaustraße in eine kleine grüne Oase.

Wobei Florian Artmann von den Urbanisten Wert darauf legt, eine Idee gemeinsam zu entwickeln. „Wir machen das immer nur mit den Bewohnern gemeinsam“, betont Artmann. Er und seine Mitstreiter halten wenig von einer Zwangsbeglückung oder Vorschriften und Anforderungen. Daher packen die (angehenden) Stadtentwickler, Kunstdesigner, Informatiker und Sozialpädagogen bei ihren Projekten immer selbst mit an und unterstützen die Bewohnerinnen und Bewohner.

Urbanisten und Familienbüro arbeiten Hand in Hand

Bürgergarten Kleine Heroldwiese

Die neuen Pflanzkästen sind bereits belegt und bepflanzt. Foto: Alex Völkel

Beim Bürgergarten in der Heroldstraße bekommen die Urbanisten dabei Hilfe von der Stadt. Der Verein ist zwar Nutzer. Allerdings wurde er nicht mit allen Pflichten eines Grundstückseigentümers belegt, berichtet Markus Jentzsch vom Familienbüro. So kümmern sich die städtischen Abteilungen weiterhin um Baumschnitt oder Winterdienst, um nur zwei Beispiele zu nennen. Denn der Bürgergarten ist in das „Netzwerk INFamilie“ eingebunden – Schirmherrschaft hat Bürgermeisterin Birgit Jörder.

Jetzt wurden gemeinsam die weiteren Arbeitsschritte besprochen und die fertigen Beetkästen bepflanzt. Mit von der Partie waren Kinder des Familienzentrums Haus der Generationen in der Missundestraße. Aber auch die Grundschule Kleine Kielstraße ist im Garten aktiv, ebenso wie einige Nachbarn. Mit dabei sind natürlich Edeltraut Pohl und Wolf-Dieter Blank. Sie haben gemeinsam mit anderen Anwohnern, Interessierten und Nachbarn die Beetkästen gezimmert und nun auch selbst bepflanzt. Schilder weisen darauf hin, dass die einzelnen Kästen schon belegt, eingesät oder schon bepflanzt sind.

Zur Stärkung gab es Leckeres vom Grill. Kleine Gartenfreunde freuten sich auf den Slackline-Workshop, den die Urbanisten angeboten haben.

Weitere Workshops und Mitmachangebote in der Nordstadt

Interessierte können gerne dazustoßen, sich über das Projekt informieren und natürlich auch mitmachen.

Die nächsten Termine im Bürgergarten:

  • 13. September, 14 bis 19 Uhr: Gestaltung/Bepflanzung der Beete, Bau von Sitzmöglichkeiten, Hundeklo/Tüten-Spender
  • 12. Oktober, 10 bis 15 Uhr: Kulturelles Treffen, Weidenbau/großes Tipi und Sitzrunde aus Weiden
  • 15. November, 14 bis 19 Uhr – Kulturelles Treffen, Weidenbau/Tipi

Die Workshops sind kostenlos. Die Arbeitsmaterialien werden zum Teil zur Verfügung gestellt. Willkommen sind auch Spenden wie Pflanz- und Saatgut oder Gartenzubehör. Unterstützer und Nachahmer sind immer willkommen.

Ungebetene Gäste hatten die urbanen Gärtner noch nicht. Seit April gibt es die Gärten: Vandalismus und Vermüllung hat es aber, trotz der exponierten Lage, nicht gegeben. Die wilden Müllkippen finden sich an anderen Stellen.

Mehr Informationen zu den Projekten und den Machern gibt es im Internet:

www.dieurbanisten.de

www.nordstadt-qm.de

 

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