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Ganztägiger Warnstreik im öffentlichen Dienst: Am Mittwoch fahren keine Busse und U-Bahnen in Dortmund

Nach dem Warnstreik der Krankenhausbeschäftigten wird ver.di nun auch den ÖPNV bestreiken.

Unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Beschäftigten von Bund und Kommunen zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Für die Fahrgäste in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn-, Straßen­bahn- und Buslinien ab Betriebsbeginn 27. April 2016 (ca. 3:30 Uhr) bis voraussichtlich zum Donnerstag, 28. April 2016, ca. 1:30 Uhr, nicht rollen werden.

Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien sind nicht vom Warnstreik betroffen

Am Mittwoch werden keine Busse und Bahnen durch Dortmund fahren. Fotos: Klaus Hartmann

Für die Fahrgäste und Kunden von DSW21 bedeutet das, dass auch die NachtExpress-Linien von DSW21 betroffen, die normalerweise in den Nächten vom zentralen Ausgangspunkt »Reinoldikirche« um 0:15 Uhr oder 0:45 Uhr sternförmig in alle Stadtteile starten.

In gleicher Weise werden die von DSW21 in den Nachbargemeinden  Castrop-Rauxel (480, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25)  betriebenen Buslinien betroffen sein.

Die KundenCenter »Petrikirche«, »Hörde Bahnhof« und »Castrop Betriebshof« bleiben am Mittwoch, den 27. April 2016, ganztägig geschlossen. Die Hauptverwaltung Deggingstraße ist aufgrund des Warnstreiks nur mit im  Notdienst arbeitenden Mitarbeitern besetzt.

Die Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien im DSW21-Verkehrsgebiet sind vom  Streik nicht betroffen.

ver.di antwortet mit dem Warnstreik auf das „provozierend niedrige Angebot der Arbeitgeber“

Michael Bürger (ver.di)

„Damit reagieren wir auf das provozierend niedrige Angebot der Arbeitgeber“, so der Geschäftsführer von ver.di Dortmund Michael Bürger. Wenn hier nicht erheblich nachgebessert werde, könne es keine Einigung am Verhandlungstisch geben.

ver.di fordert für die rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Erhöhung der Entgelte um sechs Prozent. Für die Auszubildenden will die Gewerkschaft 100 Euro pro Monat mehr und die unbefristete Übernahme der Azubis durchsetzen.

Aufgerufen zum Warnstreik sind in Dortmund die Beschäftigten der Stadtverwaltung, des Theaters und von Fabido, die Beschäftigten der EDG, der DSW21, des Flughafens, der Sparkasse, der DEW21 und DONETZ, der Wasserwerke Westfalen, der Städtischen Seniorenheime, des Klinikums Dortmund, des Klinikums Westfalen, der LWL-Kliniken, des LWL-Internats, des LWL-Industriemuseums, des Berufsförderungswerks, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der DRV Knappschaft-Bahn-See.

Zwei Demonstrationszüge zum Friedensplatz – dort zentrale Kundgebung

In Lünen, Castrop-Rauxel und Schwerte gilt der Warnstreikaufruf für die Beschäftigten der Stadtverwaltungen ebenso wie für die der kommunalen Unternehmen. In Lünen sind das die Stadtwerke, die Bädergesellschaft, der Stadthafen, die Wirtschaftsbetriebe (WBL) und die Sparkasse,  in Castrop-Rauxel der EUV Stadtbetrieb und in Schwerte die Stadtwerke und die Sparkasse.

Zwei zentrale Demonstrationszüge werden am Mittwoch zum Friedensplatz führen.

Die Warnstreikenden werden sich morgens an sechs Sammelpunkten treffen und dann in zwei Demonstrationen durch die Stadt zum Friedensplatz ziehen: im Norden beginnend bei der EDG am Sunderweg, im Süden beginnend am Busbetriebshof der DSW an der Stockumer Straße.

Am Friedensplatz beginnt um 10.45 Uhr eine große Abschlusskundgebung, auf der u.a. Christine Behle sprechen wird, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands und Bundesfachbereichsleiterin Verkehr. Die Veranstaltung wird gegen 12.30 Uhr beendet sein.

Außer den Warnstreikenden aus Dortmund, Lünen, Castrop-Rauxel und Schwerte werden auch knapp 2.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus den Bezirken Südwestfalen und Siegen-Olpe an der Demonstration und der Kundgebung teilnehmen.

Mehr zur Tarifauseinandersetzung auf nordstadtblogger.de:

Fotostrecke: Der Warnstreik der Klinikbeschäftigten ist der Auftakt zu weiteren Streiks im öffentlichen Dienst

ver.di ruft zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf – Donnerstag öffnen FABIDO-Kitas zwei Stunden später

 

 

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2 Gedanken über “Ganztägiger Warnstreik im öffentlichen Dienst: Am Mittwoch fahren keine Busse und U-Bahnen in Dortmund

  1. Stadt Dortmund Beitrags Autor

    Warnstreik: Bürgerinnen und Bürger müssen sich wohl auf Einschränkungen einrichten

    Die Gewerkschaft ver.di hat für den kommenden Mittwoch ihre Mitglieder zum Warnstreik aufgerufen, somit auch viele Beschäftigte der Stadtverwaltung Dortmund.

    Wie bei jedem Warnstreik ist es seitens der Stadt Dortmund nicht möglich, genau zu prognostizieren, wie viele Beschäftigte sich tatsächlich dem Warnstreik anschließen und welche Bereiche der Stadtverwaltung in welcher Form betroffen sein werden. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre und der aktuellen Wahrnehmung ist unter anderem aber davon auszugehen, dass:

    – voraussichtlich alle FABIDO-Einrichtungen am 27.4.2016 geschlossen bleiben. Noteinrichtungen stehen nicht zur Verfügung. Eltern werden über die Schließung der Einrichtungen per Handzettel, die über die Brotdosen der Kinder verteilt werden, und über die Homepage FABIDO informiert;

    – voraussichtlich alle städtischen Jugendfreizeitstätten geschlossen bleiben;

    – bei den Bürgerdiensten nicht alle vereinbarten Termine wahrgenommen werden können;

    – es ganz allgemein in unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung zu Verzögerungen oder Schließungen kommen kann.

    Die Einsatzfähigkeit der Jugendhilfedienste wird gewährleistet. Die Erziehungsberatungsstellen nehmen ihre Terminvergaben wahr.

    Der Unterrichtsbetrieb der Dortmunder Schulen findet in vollem Umfang statt. Der Fachbereich Schule hat die Schulen bereits in der vergangen Woche und aktuell heute darüber informiert, dass sie für den Fall der Teilnahme städtischer Dienstkräfte an Warnstreiks selbst geeignete organisatorische Vorkehrungen treffen, dass der Schulbetrieb sichergestellt wird und das die Schulgebäude geöffnet und nach Ende des Unterrichtes ordnungsgemäß verschlossen werden.

    Sollten die städt. Bibliotheken geschlossen haben, werden die Leihfristen um einen Tag verlängert.

  2. Kulturbetriebe DO Beitrags Autor

    Dortmunder U am Mittwoch geschlossen

    Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Mitglieder für morgen (Mittwoch, 27.4.) zum Warnstreik aufgerufen. Einige Auswirkungen auf die städtischen Kultureinrichtungen sind bereits absehbar:
    Das Dortmunder U hat am Mittwoch geschlossen. Betroffen sind das Museum Ostwall im Dortmunder U, der HMKV, die UZWEI_Kulturelle Bildung, die Ausstellung „Dortmunder Neu Gold“ und die Hochschuletage. Die Veranstaltungen auf allen Etagen fallen aus.

    Die Zentralbibliothek hat voraussichtlich ebenfalls geschlossen, Leihfristen werden automatisch um einen Tag verlängert. Die Veranstaltung für Senioren „… und das haben wir für Sie gelesen“ im Studio B fällt aus.
    Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) ist voraussichtlich geöffnet.

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