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#FREEADIL: Solidaritätsabend in Dortmund für den angeklagten deutsch-türkischen Journalisten Adil Demirci

Der deutsch-türkische Journalist Adil Demirci wurde im April 2018 in Istanbul verhaftet. Foto: privat

Einen Solidaritätsabend mit Podiumsdiskussion für den in der Türkei inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Adil Demirci gibt es am morgigen Mittwoch (24. April 2019) um 19 Uhr in der Auslandsgesellschaft in Dortmund.

Vorwurf: Verdacht auf Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Terrorpropaganda

Der deutsch-türkische Journalist Adil Demirci, der als Sozialwissenschaftler in Köln lebt und arbeitet und darüber hinaus für die regierungskritische Nachrichtenagentur Etha tätig ist, wurde im April 2018 in Istanbul verhaftet. Der 33-Jährige begleitete seine an Krebs erkrankte Mutter, die sich gewünscht hatte, ihre Familie in der Türkei zu sehen.

Mitten in der Nacht wurde Adil Demirci von einem Spezialkommando festgenommen. Der Vorwurf: Verdacht auf Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Terrorpropaganda. Länger als zehn Monate war Adil Demirci im Hochsicherheitsgefängnis in der Türkei inhaftiert.

Mitte Februar 2019 wurde er mit Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Istanbul darf er nicht verlassen. Am 30. April 2019 wird für ihm dort zum dritten Mal der Prozess gemacht.

Sein Bruder berichtet über die Situation und die Unterstützungsaktionen

„Freiheit für Adil Demirci“ unter diesem Motto lädt der Solidaritätskreis zu einem gemeinsamen Solidaritätsabend ein. Adil Demirci ist einer von vielen Journalisten, die für ihre Berichterstattung und regierungskritische Meinung bestraft werden.

Die Gäste können mit Tamer Demirci über die Situation seines Bruders vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen in der Türkei diskutieren. Tamer organisiert seit mehr als zehn Monaten Mahnwachen für seinen Bruder Adil auf dem Kölner Wallraffplatz. Er steht regelmäßig mit Adil Demirci und dem Auswärtigen Amt in Kontakt.

Zu der Veranstaltung mit dem Solidaritätskreis „Freiheit für Adil Demirci“ laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, die  Auslandsgesellschaft.de und die Alevitische Gemeinde Dortmund ein. Sie findet am 24. April um 19 Uhr in der Auslandsgesellschaft (Großer Saal, 3. Ebene), Steinstraße 48,  in der Nordstadt statt.

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