Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern. Diesmal beinhaltet sie Beiträge aus dem sozialen Bereich.
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18 Jugendliche aus Dortmund-Scharnhorst haben im Rahmen des Sozialen Seminars der Kommende Dortmund eine einwöchige Bildungs- und Begegnungsreise nach Polen unternommen. Gemeinsam mit jungen Menschen aus Radomsko setzten sie sich unter dem Titel „Rassismus und Toleranz in Europa“ mit deutsch-polnischer Geschichte und aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinander. Nach einem Gegenbesuch der polnischen Gruppe in Dortmund im Oktober 2025 führte die Reise zunächst nach Zakopane, wo sich die Teilnehmenden mit der jüdischen Geschichte sowie der Geschichte des Zweiten Weltkriegs beschäftigten. In Krakau standen Besuche des ehemaligen Konzentrationslagers Płaszów, des früheren Ghetto-Geländes, des Weltkriegsmuseums in der Schindlerfabrik sowie des jüdischen Stadtviertels Kazimierz mit der Remuh-Synagoge auf dem Programm. Im polnischen Radomsko wurden die historischen Inhalte durch Workshops zu aktuellen Themen ergänzt, etwa zu der Frage, wie junge Menschen in Europa für Toleranz eintreten können und wie sie Rassismus und Antisemitismus in ihrem Alltag erleben und gemeinsam dagegen handeln können. Neben dem Bildungsprogramm gab es auch kulturellen Austausch durch gemeinsame Aktivitäten wie Gesangssessions, eine Selfie-Challenge sowie den Besuch von Unterricht im Partnerland. Die entstandenen Kontakte sollen über den Austausch hinaus bestehen bleiben und auch zukünftige Besuche ermöglichen. Die Partnerschaft soll im kommenden Schuljahr fortgeführt werden. Der Austausch wurde durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk im Programm „Wege zur Erinnerung“ sowie durch das Land NRW im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans ermöglicht.
Der Landesverband der Aidshilfe NRW hat Frank Przibylla mit dem Ehrenamtspreis „merk-würdig“ ausgezeichnet und würdigt damit sein fast 40-jähriges ehrenamtliches Engagement in Dortmund und auf Landesebene. Im Fokus stehen sein Einsatz für queere Belange sowie für die HIV-Prävention. Die Laudatio hielt Arndt Klocke, Mitglied des Landtags, beim Jahresempfang in Düsseldorf vor rund 200 Gästen und hob insbesondere Przibyllas Haltung hervor, die sich in dem Grundsatz ausdrückt, einem Menschen in Not zu helfen statt ihn zu verurteilen. Frank Przibylla engagiert sich seit den 1980er-Jahren im KCR, wo er 35 Jahre lang als Kassierer tätig war und für seine verbindende Art geschätzt wurde. In dieser Zeit entwickelte sich im Umfeld des KCR auch die Telefonberatung der Rosa Hilfe, aus der später im Zusammenhang mit dem Thema HIV die Gründung der Aidshilfe Dortmund hervorging, an deren Aufbau sein damaliger Mitstreiter beteiligt war. Przibylla blieb dem KCR verbunden und engagierte sich zudem im SLADO sowie auf Landesebene im Queeren Netzwerk NRW und bei der Gründung der ARCUS Stiftung. Die Zusammenarbeit zwischen KCR und Aidshilfe Dortmund wurde im Laufe der Jahre enger, sodass er 2009 in den Vorstand der Aidshilfe eintrat und den Verein über viele Jahre prägte. Seit der Umstrukturierung im Oktober 2024 ist er im Aufsichtsrat tätig und bleibt der Organisation weiterhin mit Weitblick und ruhiger Art verbunden.
Mit dem neuen Trainee-Programm „Dortmunder Weg“ setzen die Caritas Altenhilfe Dortmund GmbH und der Canisius Campus Dortmund einen Impuls zur Professionalisierung und Nachwuchsförderung in der Altenpflege. Das bundesweit bislang einzigartige Programm richtet sich an junge Pflegefachkräfte aus den Abschlussjahrgängen 2024 und 2025 und wurde auf Initiative von Prof. Dr. Angelika Zegelin konzipiert. Ziel ist es, den Berufseinstieg zu begleiten, Sicherheit zu vermitteln und die Altenpflege als zukunftsweisendes Berufsfeld zu stärken. Das einjährige Programm umfasst elf Modultage und verbindet Fachwissen mit praxisnahen Übungen sowie intensivem Austausch. Inhalte sind unter anderem Mobilitätsförderung, der Umgang mit Demenz und die palliative Begleitung. Es reagiert auf die generalistische Pflegeausbildung, die Grundlagen vermittelt, während spezifische Anforderungen der Altenpflege oft erst im Berufsalltag vertieft werden. Der „Dortmunder Weg“ setzt genau hier an und unterstützt den Übergang in die Praxis. Laut Beteiligten bringt das Programm erfahrene Dozierende und junge Pflegefachkräfte zusammen und bietet damit neue Impulse für die Praxis. Auch die Förderung der aktiven Mitgestaltung der Langzeitpflege steht im Fokus. Fachlich begleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Angelika Zegelin, die einzelne Module ehrenamtlich übernimmt. Teilnehmende berichten, dass das Programm mehr Sicherheit im Umgang mit Verantwortung vermittelt und neue Perspektiven auf Gestaltungsmöglichkeiten im Pflegeberuf eröffnet.
Die Dortmunder SPD-Landtagsabgeordnete Anja Butschkau hat die Werkstatt Solidarität in Bövinghausen besucht, um sich über deren Arbeit in der Jugendhilfe zu informieren. Der Träger begleitet seit den 1980er-Jahren besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche mit schwierigen Lebensbiografien, darunter Schulverweigernde, obdachlose Jugendliche und junge Menschen mit traumatischen Erfahrungen. Im Mittelpunkt steht eine langfristige, verlässliche Betreuung mit dem Ziel der Verselbstständigung. Vorgestellt wurden unter anderem stationäre Angebote, bei denen Jugendliche in eigenen Wohnungen leben und pädagogisch begleitet werden, sowie alltagsnahe Unterstützungsformen mit kontinuierlichen Beziehungsangeboten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Straßenschule, die sich an junge Menschen richtet, die im regulären Schulsystem nicht mehr erreicht werden und ihnen einen geschützten Zugang zu Bildung ermöglicht. Die Werkstatt Solidarität arbeitet lebensweltorientiert und stellt individuelle Lebenslagen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen in den Mittelpunkt, um Stabilität und Perspektiven zu schaffen und Wohnungslosigkeit zu verhindern. Gleichzeitig wird auf Herausforderungen bei der Suche nach Wohnraum sowie Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten hingewiesen. Anja Butschkau betonte, dass die Einrichtung einen unverzichtbaren Beitrag für junge Menschen leiste, die häufig durch alle Raster fallen, und ihnen mit Engagement und individuellen Ansätzen Halt und Perspektiven gebe.
Im Sport- und Bildungszentrum des TSC Eintracht Dortmund wurden erstmals zwei Nachwuchssportler mit dem Lions Gold Sportstipendium ausgezeichnet. Der Lions Club Dortmund Tremonia setzt damit ein Zeichen, dass Talent, Leistungsbereitschaft und Entwicklungspotenzial nicht an finanziellen Hürden scheitern sollen, insbesondere wenn steigende Kosten für Training, Ausrüstung oder Wettkämpfe die sportliche Entwicklung bremsen. Das jeweils mit 4.000 Euro dotierte Stipendium für 2025 erhielten die Säbelfechterin Jana Breer und der Mittelstreckenläufer Lenny Riebe, die durch ein vereinsinternes Gremium ausgewählt wurden. Jana Breer gewann unter anderem die Nordrhein-Westfalen-Meisterschaft, belegte den 14. Platz bei den Deutschen Meisterschaften und nahm aufgrund ihrer Ranglistenplatzierung an vier Weltcups in Tunis, Heraklion, Kairo und Orléans teil. Lenny Riebe war Teilnehmer der Europameisterschaft im Crosslauf in Portugal, erreichte Platz fünf bei den Deutschen U20-Cross-Meisterschaften und Platz sechs über 5000 Meter bei den Deutschen U20-Meisterschaften sowie gemeinsam mit seinem Team den ersten Platz im Crosslauf und den zweiten Platz über zehn Kilometer. Die Stipendien wurden von Lions-Präsident Tim Kohlhaas und Dr. Björn Lübben überreicht und sollen künftig jährlich vergeben werden.
Das Bild zeigt von links nach rechts: Dirk Schiffmann (Vorsitzender Präsidium TSC Eintracht), David Ringel (Vorstand TSC Eintracht), Tim Kohlhaas (Präsident Lions Club Tremonia), Lenny Riebe, Jana Breer, Dr. Björn Lübben (Lions Club Tremonia), Dr. Alexander Kiel (Vorstandsvorsitzender TSC Eintracht).
Die BVB-Gründerkirche bietet 2026 ein Sommerprogramm mit Veranstaltungen rund um den schwarzgelben Lieblingsverein, das Genuss, Begegnung und Bewegung verbindet. Den Auftakt bildet am 29. Mai 2026 ein Biertasting unter dem Motto „Alles neu macht der Mai“ um 19.09 Uhr im Welcome-Zelt der BVB-Gründerkirche. In Zusammenarbeit mit der Bieragentur Dortmund werden verschiedene Bierspezialitäten verkostet, ergänzt durch die Möglichkeit zum Grillen, wobei Teilnehmende ihr eigenes Grillgut mitbringen. Der Teilnahmebeitrag beträgt 40 Euro. Am 10. Juli 2026 folgt um 19 Uhr die Veranstaltung „Holiday on Ice“, ein Sommerabend mit Cocktails, Fingerfood und Urlaubsgeschichten, bei dem das Kennenlernen und der Austausch im Mittelpunkt stehen. Der Eintritt kostet 49 Euro. Sportlich wird es am 25. Juli 2026 mit der Fahrradtour „Fahr mit Franz“, die in Kooperation mit dem ADFC und meineHeimat.ruhr stattfindet und unter dem Motto „schwarzgelbe Orte entdecken“ steht. Das Programm beginnt um 10.09 Uhr mit einer etwa 32 Kilometer langen Tour, gefolgt von einem Spaziergang rund um den Borsigplatz um 14.09 Uhr und einem gemeinsamen Ausklang ab 16.09 Uhr mit Speisen und Getränken. Die Teilnahme an der Fahrradtour ist kostenlos.
Bei der elften Auflage von cleanupDO haben sich rund 18.000 Dortmunder:innen an einer stadtweiten Müllsammelaktion beteiligt und damit einen neuen Teilnahmerekord erreicht. Aufgerufen hatten das Umweltamt der Stadt Dortmund und die EDG. Insgesamt wurden etwa 300 Sammelaktionen angemeldet, bei denen die Teilnehmenden einzeln oder in Gruppen achtlos entsorgten Abfall im öffentlichen Raum einsammelten. Die EDG stellte Materialien wie Handschuhe, Greifzangen und Müllsäcke bereit und entsorgte anschließend den gesammelten Müll. Auch eine Gruppe der Nordmarkt-Grundschule nahm gemeinsam mit dem Verein Querwaldein e.V. Dortmund im Projekt „Lernen neu denken“ im Evinger Süggelwald teil und setzte sich dabei mit Umweltbildung auseinander, unter anderem mit der Zersetzungsdauer verschiedener Materialien und dem richtigen Umgang mit Abfällen in der Natur. Unter allen teilnehmenden Einrichtungen, Vereinen und Einzelpersonen wurden Preise verlost. Je 500 Euro erhielten das Familienzentrum „Zum guten Hirten“ im Bezirk Hörde, die Gutenberg-Grundschule im Bezirk Innenstadt-West sowie der Genuss- und Kulturverein TS Bombus im Bezirk Innenstadt-Ost. Jutta Menke aus dem Bezirk Innenstadt-West gewann als Einzelteilnehmerin einen 150-Euro-Wertgutschein für die Westfalenhallen. Die Gewinne wurden bei einer Abschlussveranstaltung in der Dortmunder Innenstadt von Oberbürgermeister Alexander Kalouti, Umweltdezernent Stefan Szuggat sowie der EDG-Geschäftsführung übergeben, die das große Engagement der Teilnehmenden würdigten und die Bedeutung für Stadtbild, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft betonten. Die nächste Aktion ist für den Zeitraum vom 6. bis 21. März 2027 geplant.
Der Dortmunder Weltacker ist bei strahlendem Sonnenschein eröffnet worden und stieß bereits am ersten Tag auf großes Interesse von knapp 200 Besucher:innen. Der neue Bildungsort auf 2000 m² zeigt, wie die globale Ackerfläche pro Mensch genutzt wird und liegt auf dem Gelände des Schultenhofs Dortmund. Zur Eröffnung gab es zahlreiche Mitmachaktionen wie ein Saatgut-Quiz, das Pflanzen von Sojabohnen, ein Weltacker-Quiz, gemeinsames Aussäen und eine Perspektivwechsel-Aktion. Bei Führungen über die Fläche wurden rund 45 Kulturen und deren Anteile vorgestellt. Ergänzt wurde das Programm durch Präsentationen der Erfahrungen der Gesamtschule Brünninghausen sowie eine Ausstellung zu Themen wie Biodiversität, Lebensmittelverschwendung, Landnutzung, Klima und globaler Gerechtigkeit. Die Projektkoordination hob hervor, dass der Weltacker sichtbar mache, wie eng der Alltag mit globalen Ressourcenfragen verbunden sei und wie groß das Interesse an nachhaltiger Ernährung und globalen Zusammenhängen sei. Das Programm wurde vom Ernährungsrat Dortmund und Region e.V. gemeinsam mit mehreren Partnern koordiniert, darunter Querwaldein Dortmund e.V., der Lernbauernhof Schulte-Tigges, die Gesamtschule Brünninghausen, der Schultenhof, das Welthaus Dortmund und die Technische Universität Dortmund. Der Dortmunder Weltacker bietet ab sofort ein kostenlos buchbares Bildungsprogramm für Kitas, Schulen und außerschulische Lernorte mit Gemeinschaftsverpflegung. Geplant sind zudem Feste, Kochaktionen und Führungen. Am 05.05. findet außerdem eine Fahrradtour mit Führung und Kochaktion unter dem Titel „DEPOT ON TOUR: MIT RÜCKENWIND ZUR ERNÄHRUNGSWENDE“ statt. Kooperationsanfragen für Workshops, Vorträge und Führungen sind willkommen.
Auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule Fredenbaum haben Schüler:innen der Paul-Dohrmann-Schule an einem Fahrsicherheitstraining der E-Scooter-Academy teilgenommen. Das Angebot wurde von der Landesverkehrswacht NRW, dem Anbieter Lime und der Stadt Dortmund organisiert und soll jungen Menschen den sicheren Umgang mit E-Scootern im Straßenverkehr vermitteln. Dabei geht es um Fragen wie korrektes Bremsen, die Nutzung von Wegen und richtiges Parken. Die Initiative der Landesverkehrswacht NRW richtet sich auch an Lehrkräfte, die an Schulen als Multiplikator:innen für Verkehrssicherheit ausgebildet werden. Das Training verbindet Theorie und Praxis, vermittelt Verkehrsregeln sowie Vorschriften zu Alkohol und Drogen und beinhaltet praktische Übungen wie Bremsmanöver, kontrolliertes Anfahren und defensives Fahren. Zudem wurde verdeutlicht, dass E-Scooter nur einzeln genutzt werden dürfen. Hintergrund der Initiative sind steigende Unfallzahlen: Im Jahr 2025 wurden laut Polizei 4.281 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert, rund 48 Prozent mehr als im Vorjahr. Ziel der E-Scooter-Academy ist es, insbesondere junge Fahrer:innen frühzeitig für verantwortungsbewusstes Verhalten zu sensibilisieren. Auch die Stadt Dortmund unterstützt das Projekt, da es zu mehr Sicherheit und Rücksicht im Straßenverkehr beitragen soll. Der Anbieter Lime betont ebenfalls die Verantwortung für ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer:innen. Weitere Trainings sind in den kommenden Monaten in Düsseldorf und Köln geplant.
Im Deutsches Fußballmuseum fand der 21-Talk „Die 4. Halbzeit“ unter der Fragestellung „Kennst Du deine Rechte?“ vor rund 150 Schüler:innen statt. Die Veranstaltung wurde von Gregor Schnittker moderiert und drehte sich um Kinderrechte, Fußball und Kinderrechte im Fußball. Zu Gast waren Amy Kirchhoff, Maximilian Kögel und Sherif Rizkallah. Die Schüler:innen beteiligten sich aktiv an der Diskussion und brachten eigene Meinungen ein, nachdem die Gäste das Thema verständlich und nahbar vermittelt hatten.
Die Expert:innen ermutigten die Teilnehmenden, ihre Rechte selbstbewusst zu vertreten, mutig zu sein, ihre Meinung zu äußern und sich Verbündete zu suchen. Amy Kirchhoff betonte, dass man sich im positiven Sinne „Banden“ bilden solle, um gemeinsam stärker aufzutreten. Maximilian Kögel sprach über Leistungsdruck im Nachwuchsfußball und hob hervor, dass das Wohlbefinden der Spieler:innen regelmäßig abgefragt und ernst genommen werden müsse. Sherif Rizkallah arbeitete mit konkreten Fallbeispielen und leitete Abstimmungen sowie Diskussionen mit den Schüler:innen an, die sich rege beteiligten. Am Ende der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Kinder und Jugendlichen sehr engagiert diskutierten und viele Fragen stellten, wodurch die Bedeutung des Zuhörens durch Erwachsene betont wurde.
Rund 100 Besucher:innen haben am Kommende-Forum in der Kommende Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, teilgenommen. Dort stand die veröffentlichte Studie „Missbrauch im Erzbistum Paderborn“ im Mittelpunkt. Thematisiert wurden die Ergebnisse der ersten Forschungsphase zu den Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt bis 2002 sowie die Konsequenzen für Kirche und Gesellschaft. Kommendedirektor Detlef Herbers zitierte aus einem Oster-Impuls von Udo Markus Bentz, der betonte, dass das Leid sichtbar bleiben müsse. Die Studie zeige laut Bentz jahrzehntelange Gewalt, das Versagen von Verantwortungsträger:innen und Strukturen, in denen Selbstschutz wichtiger gewesen sei als Hilfe für Betroffene.
Studienleiterin Nicole Priesching stellte zentrale Ergebnisse vor. Für den Zeitraum von 1941 bis 2002 dokumentiert die Untersuchung 210 Beschuldigte und 489 Betroffene. Sie sprach von einer „Vertuschungsspirale“ innerhalb von Gemeinden und Kirchenleitung und erklärte, Missbrauch sei häufig als Fehlverhalten betrachtet worden, während Unterstützung für Betroffene kaum eine Rolle gespielt habe. Reinhold Harnisch schilderte seine persönlichen Erfahrungen und berichtete, erst durch die Studie erfahren zu haben, dass die Taten dem Erzbistum bereits bekannt gewesen seien. Er bezeichnete die Studie und das Mahnmal am Paderborner Dom als wichtige Schritte und appellierte daran, Betroffenen zuzuhören und ihnen zu glauben. In der Diskussion wurde zudem die wissenschaftliche Unabhängigkeit der Untersuchung hervorgehoben.
Auf dem Ostfriedhof Dortmund fand ein Frauenrundgang der Arbeiterwohlfahrt Dortmund statt, an dem 11 Teilnehmer:innen teilnahmen. Zu Beginn begrüßte Anja Butschkau die Anwesenden und betonte die Bedeutung solcher Führungen, um die Beiträge von Frauen zur Dortmunder Stadtgeschichte sichtbarer zu machen. Die Referentinnen Heike Wulf und Susanne Meyer führten anschließend über den geschichtsträchtigen Friedhof, der Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde und zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft beherbergt.
Im Mittelpunkt standen Frauen, deren Wirken zu Lebzeiten oft wenig Beachtung fand. Vorgestellt wurden Lebensgeschichten von sozial engagierten Bürgerinnen, Künstlerinnen und Frauen, die in schwierigen Zeiten Verantwortung übernommen und das gesellschaftliche Leben mitgeprägt haben. Dabei wurde deutlich, wie eng ihre persönlichen Schicksale mit der Entwicklung Dortmunds verbunden sind. Der Rundgang bot neben historischen Einblicken auch Raum für Austausch und Reflexion über die Rolle von Frauen in Vergangenheit und Gegenwart. Die Teilnehmenden nahmen die Veranstaltung als bereichernd und inspirierend wahr. Zudem wurde hervorgehoben, dass Friedhöfe nicht nur Orte der Erinnerung, sondern auch kulturelle Lernorte sind, an denen Geschichte greifbar wird.
Die Hauptschule Scharnhorst hat erstmals einen regionalen zdi-Roboterwettbewerb ausgerichtet und dabei direkt den dritten Platz erreicht. Unter dem Motto „Space Adventures“ traten insgesamt zwölf Teams von zehn Schulen aus Dortmund, Schwerte und Arnsberg gegeneinander an. Den Sieg holte ein Team der Gesamtschule Gänsewinkel, während sich zusätzlich ein Team des Franz-Stock-Gymnasium für das Finale in Mülheim im Juli qualifizierte. Im Mittelpunkt standen selbst konstruierte und programmierte LEGO-Roboter, die in drei jeweils zweieinhalbminütigen Runden verschiedene Aufgaben lösen mussten. Dazu gehörten unter anderem der Transport einer Rakete durch einen Parcours oder das Beseitigen von Trümmerteilen. Alle Aufgaben waren thematisch an Raumfahrt angelehnt. Viele Schüler:innen hatten sich über Wochen gemeinsam mit ihren Lehrkräften in Arbeitsgemeinschaften auf den Wettbewerb vorbereitet, Programme getestet und Lösungen entwickelt. Dennis Neumann betonte die Bedeutung praxisnaher MINT-Angebote und hob besonders das Engagement der Lehrkräfte hervor, die Lernräume für aktives und anwendungsbezogenes Lernen schaffen. Organisiert wurde der Wettbewerb von der Hauptschule Scharnhorst gemeinsam mit dem zdi-Netzwerk Dortmund macht MINT, dem Regionalen Bildungsbüro und dem Medienzentrum der Stadt Dortmund. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von der WILO-Foundation und der Digitalwerkstatt. Ziel des zdi-Roboterwettbewerbs ist es, jungen Menschen einen spielerischen Zugang zu Informatik, Robotik und Programmierung zu ermöglichen.
Die Deutsche Kinderhospiz Dienste haben Marco Schwenke als neuen Netzwerkbotschafter vorgestellt. In dieser ehrenamtlichen Rolle bringt er seine Erfahrungen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Hochschullehre ein, um die Kinder- und Jugendhospizarbeit sichtbarer zu machen und neue Unterstützer:innen zu gewinnen.
Als Hochschuldozent, Verkaufstrainer und Unternehmensberater erreicht Schwenke verschiedene Zielgruppen, darunter Studierende, Nachwuchsführungskräfte und Entscheidungsträger:innen. Künftig möchte er diese Plattformen nutzen, um über die Arbeit der Deutschen Kinderhospiz Dienste zu informieren, gesellschaftliches Engagement zu fördern und Menschen zur Unterstützung betroffener Familien zu motivieren. In Vorlesungen, Trainings und Vorträgen will er aufzeigen, wie gesellschaftliche Verantwortung durch Ehrenamt, Unternehmensförderung oder direkte Unterstützung gelebt werden kann.
Darüber hinaus soll Schwenke Kontakte zu Unternehmen, Veranstaltungen und weiteren Ansprechpartner:innen herstellen, um neue Kooperationen zu ermöglichen und die Reichweite der Organisation zu vergrößern. Ziel ist es, langfristig mehr Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern begleiten zu können. Schwenke betonte, Kinderhospizarbeit verdiene mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung und müsse stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken.
Zahlreiche Teilnehmende nahmen an der StadtPilgerTour rund um die Stadtkirche St. Petri teil und erlebten einen gemeinschaftlichen Tag mit Bewegung, Austausch und spirituellen Impulsen. Die Route führte bei angenehmem Wetter zu verschiedenen Stationen im Umfeld der Kirche, die Raum für Ruhe, Gespräche und Reflexion boten. An mehreren Punkten luden kurze Texte und Denkanstöße zum Innehalten ein. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Abstand vom Alltag zu gewinnen, neue Perspektiven zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Teilnehmerin beschrieb besonders die Verbindung aus Gemeinschaft und geistlichen Impulsen als berührend. Das Ev. Bildungswerk Dortmund und das Seniorenbüro Innenstadt-West zogen ein positives Fazit und betonten das große Bedürfnis nach Begegnung und gemeinsamem Lernen. Eine Fortsetzung der Pilgertour ist bereits geplant.
Anlässlich des Weltadipositastages am 21. Mai lädt das Adipositaszentrum im JoHo zu einer Informationsveranstaltung rund um Übergewicht, Gesundheit und Lebensqualität ein. Ziel ist es, über Adipositas aufzuklären, Betroffene zu unterstützen und Möglichkeiten für mehr Gesundheit und Lebensqualität aufzuzeigen. Besucher:innen erwartet ein vielfältiges Informations- und Mitmachangebot mit BMI-Messungen, Informationen zur Körperzusammensetzung, einer Waage zur Gewichtsanalyse, Produktproben zur speziellen Ernährung sowie Flyer- und Informationsmaterialien. Zudem gibt es einen Beispielteller zur Veranschaulichung von Portionsgrößen, persönliche Beratungsgespräche, verschiedene Bücher zur Ansicht und Smoothieproben im Waffelbecher. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte, die mehr über Ernährung, Gesundheit und moderne Unterstützungsmöglichkeiten erfahren möchten. Neben den Informationsangeboten besteht auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. Mai, von 11 bis 14 Uhr in der Eingangshalle des St. Johannes Hospitals Dortmund statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Stellvertretend für alle Tageseinrichtungen, Tagespflegen und Offenen Ganztagsschulen hat Anja Butschkau (MdL), Vorsitzende der AWO Dortmund, die Kita Am Bruchheck in Dortmund-Hörde besucht. Wie in jedem Jahr nutzte sie den Aktionstag, um den vielen Beschäftigten der Kinderbetreuungsangebote persönlich zu danken und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
„Alle Menschen, die unseren Jüngsten täglich Sicherheit, Geborgenheit und individuelle Förderung ermöglichen, verdienen unseren größten Respekt und ein größtmögliches danke für den unersetzbar wichtigen Einsatz. Sie bringen täglich ihre hohe fachliche Kompetenz, ihre Energie und ihr Herz ein, um der jungen Generation einen bestmöglichen Start zu ermöglichen,“ so Butschkau. Sie ergänzt: „Ganz nebenbei halten sie damit auch den Rücken vieler Eltern frei, die ihre Kinder in guten Händen wissen und dadurch Familie und Beruf vereinbaren können. Der Tag heute ist ihnen gewidmet.“
Die Freie evangelische Gemeinde Dortmund hat seit dem 1. Mai 2026 mit Dr. Simon Haug einen neuen Pastor. Er ergänzt das Pastoren-Team der Gemeinde. Simon Haug wurde 1994 geboren und wuchs in Lindau am Bodensee auf. Er studierte von 2013 bis 2020 Evangelische Theologie in Ewersbach und Heidelberg und lernte die FeG Dortmund bereits 2017 während eines Praktikums kennen. Anschließend promovierte er an der Universität Heidelberg im Fach Systematische Theologie. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit dem Zusammenhang von Glauben und Verstehen. Gefördert wurde die Promotion durch ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. Während dieser Zeit engagierte sich Haug ehrenamtlich in der FeG Mannheim. Besonders wichtig sind ihm lebensnahe Gottesdienste für alle Generationen, fundierte Verkündigung, die Unterstützung von Familien sowie die Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter:innen. Zudem liegt ihm die ökumenische Zusammenarbeit am Herzen. Der verheiratete Vater von zwei Kindern arbeitet zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Pastor Lucas Haug in Dortmund.
Mit dem Wettbewerb „Dortmunds schöne Höfe“ sollen Innenhöfe in Dortmund grüner, lebendiger und attraktiver gestaltet werden. Ende April kamen dazu Anwohnende beim Blumenmarkt an der Heiligegartenstraße 6–12 in der Nordstadt zusammen. Der Hof hatte bereits bei der vergangenen Ausgabe des Wettbewerbs mit seinem Konzept gewonnen und Fördergeld für die Umgestaltung erhalten. Gemeinsam sammelten die Teilnehmenden Ideen für die Fläche zwischen Heiligegartenstraße und Nordstraße. Gewünscht wurden unter anderem mehr Sitzgelegenheiten, Spielgeräte, Fußballtore, eine Tischtennisplatte sowie zusätzliche Pflanzen und Beete zum gemeinsamen Gärtnern. Auch bessere Beleuchtung, mehr Mülleimer und kreative Wandgestaltung wurden vorgeschlagen. Organisiert wurde die Aktion von dem Wohnungsunternehmen Vonovia gemeinsam mit der Koordinierungsstelle „nordwärts“. Laut Vonovia sollen die Menschen vor Ort ihre Ideen einbringen und die Gestaltung an ihren Bedürfnissen ausgerichtet werden. Der Blumenmarkt diente außerdem als Treffpunkt für die Nachbarschaft. Vor Ort informierten auch der Bezirksdienst der Polizei und ein Beratungsteam der EDG. Wer eigene Ideen einbrachte, erhielt Blumen für Balkon oder Fensterbank. Der Wettbewerb richtet sich stadtweit an Hausgemeinschaften, Eigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen und engagierte Nachbarschaften. Ziel ist es, bislang wenig genutzte Innenhöfe aufzuwerten und neue Orte für Begegnungen zu schaffen.
Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) eröffnet im Sommer 2026 an der Kleybredde seine erste Kindertagesstätte in Dortmund. Der zweigeschossige Neubau ist bereits fertiggestellt und befindet sich auf einem Grundstück zwischen Kleybredde und Borussiastraße. Aktuell werden die Außenanlagen mit Spielgelände, Bolzplatz und Spielgeräten aus recyceltem Kunststoff fertiggestellt. Für die Energieversorgung nutzt die Einrichtung eine Photovoltaikanlage sowie eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Die Kita bietet Platz für bis zu 76 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt, die in fünf Gruppen betreut werden. Familien können zwischen 25, 35 oder 45 Betreuungsstunden wählen. Zudem ist eine Betreuung von 7 bis 17 Uhr vorgesehen. Das Frühstück bringen die Kinder von zu Hause mit, das Mittagessen liefert die CJD-Küche nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Snacks sowie Mineralwasser, Tee und Milch werden von der Kita bereitgestellt. Laut Klaus-Peter Brell, Leiter des Fachbereichs Elementarpädagogik und Familienbildung im CJD Verbund NRW Nord, basiert die pädagogische Arbeit auf einem christlich geprägten Menschenbild, das jedes Kind als einzigartig und wertvoll betrachtet. Die Kita soll ein Ort für Gemeinschaft, Vielfalt und Geborgenheit sein. Die neue Einrichtung ist die 18. Kita des Verbunds und die erste des CJD in Dortmund. Anmeldungen sind ab sofort über das Kita-Portal der Stadt Dortmund möglich.
Mit dem Projekt „MobileDigits“ bringt die Digitalwerkstatt der GrünBau gGmbH digitale Bildung direkt in Dortmunder Kitas und Schulen. An der Lessing-Grundschule am Hafen setzten die GrünBau gGmbH, die Dortmund-Stiftung und die Dr. Ausbüttel GmbH & Co. KG das Angebot gemeinsam um. Ziel des Projekts ist es, Kindern und Jugendlichen in der Nordstadt einen einfachen Zugang zu digitalen Kompetenzen zu ermöglichen. Beim Projekttag bauten Schüler:innen gemeinsam mit Gästen in Zweierteams Lego-Mini-Roboter. Unter Anleitung von Nina Neuhaus von der GrünBau gGmbH entstanden mithilfe digitaler Anleitungen auf iPads zunächst standardisierte Modelle, die anschließend programmiert und gesteuert wurden. Danach entwickelten die Teams ihre Roboter kreativ weiter, bevor die Modelle in einem spielerischen Wettbewerb gegeneinander antraten. Vor Ort begleiteten auch Mitarbeitende der Dr. Ausbüttel GmbH & Co. KG sowie Vertreter:innen verschiedener Einrichtungen und Förderpartner die Veranstaltung. Ralf Herberg von der Dortmund-Stiftung zeigte sich beeindruckt von der Kreativität und dem Teamwork der Kinder. Auch Schulleiter Jens Rosenstock und Projektleiter Daniel Woltemate betonten die Bedeutung der Unterstützung durch die Förderpartner für praxisnahe Bildungsangebote. Zum Abschluss hoben die Beteiligten hervor, dass Projekte wie „MobileDigits“ wichtige Zukunftsperspektiven für Kinder schaffen und einen Beitrag zur Förderung digitaler Bildung leisten.
Oberbürgermeister Alexander Kalouti hat die FABIDO-Kita Burgweg offiziell eröffnet. Mit der Einrichtung nahm zugleich die 100. FABIDO-Kita ihren Betrieb auf. Die Kita arbeitet bereits seit dem 1. Oktober 2025 und startete damals mit 43 Kindern. Inzwischen sind alle 200 Plätze vergeben. Insgesamt werden die Kinder in zehn Gruppen betreut. Rund 60 Beschäftigte arbeiten in der Einrichtung, ab August kommen fünf Auszubildende hinzu. Die Kita umfasst 3348 Quadratmeter und bietet neben den Gruppenräumen zusätzliche Differenzierungsräume, große Spielflure, zwei Bewegungsräume, Therapieräume sowie zwei Kinder-Restaurants. Die Speisen stammen aus der hauseigenen Wirtschaftsküche, die überwiegend regionale Lebensmittel in Bio-Qualität verwendet. Pädagogische Schwerpunkte der Kita sind Ökologie und Naturwissenschaften. Zudem strebt die Einrichtung Zertifizierungen als Familienzentrum und Faire Kita an. Das Gebäude wurde als Passivhaus gebaut und nutzt unter anderem eine Wärmepumpe sowie eine besonders gute Dämmung, um den Energieverbrauch gering zu halten. Auch bei den Baumaterialien wurde auf klimaschonende Lösungen geachtet. Die Planung begann im Februar 2023, die Bauzeit für das 18,6 Millionen Euro teure Gebäude betrug zwölf Monate.
Beim mediTALK im Klinikum Dortmund sprach Dr. Markus Winkler, Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, über die Behandlung von Aortenaneurysmen. Ein Aneurysma ist eine Erweiterung der Hauptschlagader und kann lebensbedrohlich werden. Winkler erläuterte die Entwicklung der Behandlungsmethoden und berichtete, dass früher teils experimentelle und erfolglose Verfahren angewendet wurden. Heute stehen zwei Operationsverfahren zur Verfügung, die im Hybrid-OP des Klinikums Dortmund durchgeführt werden. Bei der offenen Operation wird der betroffene Abschnitt der Aorta durch eine Kunststoffprothese ersetzt. Bei der schonenderen endovaskulären Therapie wird über die Leiste ein Stentgraft eingesetzt, der das Aneurysma von innen abdichtet. Welche Methode gewählt wird, hängt von Lage, Größe und Form des Aneurysmas sowie vom Gesundheitszustand der Patient:innen ab. Laut Winkler müsse nicht jedes Aortenaneurysma operiert werden. Kleinere Veränderungen würden regelmäßig kontrolliert, bei drohender Ruptur sei eine Operation notwendig. Das Sterblichkeitsrisiko bei einem rupturierten Aneurysma liege bei bis zu 40 Prozent. Jährlich erkranken etwa 40 von 100.000 Einwohner:innen an einem Aortenaneurysma, Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Als Risikofaktoren nannte Winkler unter anderem Alter, genetische Faktoren, erhöhten Cholesterinspiegel und insbesondere Rauchen. Im Anschluss beantwortete der Gefäßchirurg Fragen der Zuhörer:innen.
Am Klinikum Dortmund bekommen Mütter nach der Geburt seit Kurzem ein sogenanntes Bondingtop geschenkt. Es unterstützt den unmittelbaren Hautkontakt zwischen Mutter und Neugeborenem und so den gemeinsamen Start ins Leben
„Als Frauenklinik ist uns Nähe zu unseren Patientinnen sehr wichtig. Für die Bindung zwischen Mutter und Kind ist sie aber noch entscheidender. Diese möchten wir mit unserem kleinen Geschenk erleichtern“, sagt Dr. Barbara Kipp, Direktorin der Frauenklinik (r.). Die Leitende Hebamme Margot Lefarth ergänzt: „Gerade in den ersten Momenten zählt Nähe. Das Bondingtop macht sie ganz einfach möglich. Bonding reduziert Stress sowohl beim Kind als auch bei der Mutter. Außerdem verläuft der Stillbeginn häufig unkomplizierter.“
Das Bild zeigt die frischgebackene Mutter Celine Tölle, mit der leitenden Hebamme Margot Lefarth und Dr. Barbara Kipp, Direktorin der Frauenklinik (v.l.n.r.).
Der Stefan-Engel-Platz an der Beurhausstraße ist mit neuen Spiel- und Sitzmöglichkeiten umgestaltet worden. Ziel der Maßnahmen war es, die Aufenthaltsqualität der Fläche vor dem Zugang zur Kinderchirurgie und -urologie des Klinikums Dortmund zu verbessern. Finanziert wurde die Aufwertung durch die Bezirksvertretung Innenstadt-West, umgesetzt vom Grünflächenamt. Neu hinzugekommen sind ein himmelblaues Spielgerät in Form eines Windsurfers sowie eine kleine Slackline für Kinder. Außerdem wurden bepflanzte Sitzgelegenheiten installiert und bunte „Konfettisteine“ auf dem Platz verlegt. Die neue Bepflanzung mit Kupfer-Felsenbirne und blühenden Stauden soll den Platz optisch aufwerten und im Sommer für kühlere Temperaturen sorgen. Die Gestaltung der bepflanzten Möbel orientiert sich an der vorhandenen Möblierung in der Innenstadt. Mit der Umgestaltung sollten unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden, unter anderem von Kindern, Senior:innen sowie Patient:innen und Besucher:innen des Klinikums Dortmund. Bezirksbürgermeisterin Astrid Cramer betonte, dass bereits kleine Veränderungen eine große Wirkung entfalten und den Platz für Menschen im Quartier attraktiver machen können.
Der Festausschuss Dortmunder Karneval hat gemeinsam mit der Brinkhoff’s Brauerei das Prinzenpaar der Session 2026/2027 vorgestellt. Dirk Daniels wird als Dirk IV. und Juliane Zöll als Juliane I. die Regentschaft übernehmen. Dirk Daniels wurde 1969 in Dortmund geboren und ist Unternehmer in den Bereichen Demoskopie, Immobilien sowie Baumaschinenhandel. Gemeinsam mit Juliane Zöll gründete er zudem eine IT-Firma. Außerdem engagiert er sich seit vielen Jahren ehrenamtlich, unter anderem im Verband der Familienunternehmer und im Lions Club Dortmund-Tremonia. Juliane Zöll stammt ursprünglich aus Reutlingen und zog 2004 nach Dortmund. Sie arbeitet als Geschäftsführerin einer IT-Firma und beschäftigt sich unter anderem mit Webdesign, Grafik und Künstlicher Intelligenz. Als Paginnen begleiten Antje Bothe und Angela Stache die Prinzessin während der Session. Prinzenführer wird erneut Uwe Wilschewski, der bereits Erfahrung als ehemaliger Karnevalsprinz und langjähriger Prinzenführer mitbringt. Die Aufgaben als Standartenträger und Fahrer übernimmt Benjamin Ben Jeddou. Alle Beteiligten sind Mitglieder der Dortmunder Prinzengarde 2022 e. V. Die Proklamation des neuen Prinzenpaares findet am 13. November 2026 im Goldsaal der Westfalenhallen statt. Dort übernehmen Dirk IV. und Juliane I. Zepter und Krone vom amtierenden Prinzenpaar Jens I. und Nadine I.
Auf dem Foto von Links nach Rechts: Pagin Antje Bothe, Pagin Angela Stache, Prinzessin Juliane Zöll, Prinz Dirk Daniels, Brinkhoff’s Brauerei Jörg Seelig, Prinzenführer Uwe Wilschewski, Standartenträger Benjamin Ben Jeddou, Festausschuss Präsident Walter Buchholz.
Die Karnevalsjugend Dortmund hat das Kinderprinzenpaar der Session 2026/2027 vorgestellt. Max Hilbig wird als Prinz Max II. und Romy Schäfer als Prinzessin Romy I. den Dortmunder Kinderkarneval in der kommenden Session repräsentieren. Beide sind 10 Jahre alt und werden gemeinsam mit ihrem Hofstaat auftreten. Max Hilbig besucht die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, schwimmt gerne und möchte später Schauspieler werden. Sein großer Wunsch ist es, einmal Bungee zu springen. Romy Schäfer besucht das Immanuel-Kant-Gymnasium, tanzt gerne und hat den Berufswunsch Moderatorin. Sie wünscht sich für die Session vor allem Gesundheit und eine unvergessliche Zeit. Zum Hofstaat gehören Standartenträger Florian Hilbig, Adjutant Giuseppe Federico sowie die Paginnen Lena Liedtke und Leonie Ortwein. Florian Hilbig interessiert sich für Schwimmen und Technik und möchte später Product Manager für Mobile Devices werden. Giuseppe Federico spielt Fußball und wünscht sich einen eigenen Dackel. Lena Liedtke tanzt, singt im Chor und ist bei den Sportschützen aktiv, ihr Berufsziel ist Kinderärztin. Leonie Ortwein tanzt ebenfalls, möchte Lehrerin werden und wünscht sich Gesundheit für ihre Familie und Freunde sowie das Erlernen eines Flick-Flacks oder Aerials. Alle Kinder sind Mitglieder der KG Rot-Gold Dortmund-Wickede 1967 e. V., die in der kommenden Session ihr 60-jähriges Jubiläum feiert. Unterstützt wird das Kinderprinzenpaar von Roswitha Buchholz und Manuela Borowski. Die Proklamation findet am 14. November 2026 in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses statt, dort übernehmen sie die Nachfolge von Prinz Leon II. und Prinzessin Lia I.
Eva Lausten aus Dortmund-Brechten hat am 14. Mai ihren 100. Geburtstag im Kreis ihrer Familie im Seniorenzentrum Brechtener Heide gefeiert. Bürgermeister Norbert Schilff gratulierte ihr als Ehrengast und überbrachte Blumen sowie die Glückwünsche der Stadt Dortmund. Eva Lausten wurde 1926 in Phillipstal bei Labes in Schlesien geboren und wuchs mit fünf Geschwistern auf. Im Zweiten Weltkrieg verlor sie ihren Vater und einen Bruder, zudem wurde sie selbst angeschossen. Nach Krieg und Vertreibung lebte sie zunächst auf Sylt, wo sie als Näherin arbeitete und ihren späteren Ehemann Karl-Meinert kennenlernte. 1949 heiratete das Paar und bekam zwei Söhne. 1955 zog die Familie nach Dortmund, seit 1960 lebt Eva Lausten in Brechten. Ihr Mann starb 1994. Sie hat vier Enkel und zwei Urenkel. Beruflich arbeitete sie als Kassiererin beim Coop. Außerdem engagierte sie sich über 60 Jahre in der AWO und ist seit mehr als 50 Jahren Mitglied der SPD. Ihre Enkelin beschreibt sie als fürsorglich, da sie unter anderem regelmäßig strickte und für die Familie kochte. Auch eine überstandene Krebserkrankung und schwere Lebensphasen haben sie geprägt, wobei sie stets weitergemacht habe und für ihre Familie ein wichtiger Bezugspunkt geblieben sei.
Mit „Let’s Skate“ bietet die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Dortmund ein offenes Bewegungsangebot in der Eishalle im Revierpark Wischlingen an. In der eisfreien Zeit können sich Kinder und Jugendliche dort auf Rollen bewegen, wo im Winter normalerweise Eislauf stattfindet. Bis zum 6. Oktober ist das Angebot jeden Dienstag von 14 bis 19 Uhr kostenlos nutzbar. Teilnehmende können ihre eigene Ausrüstung mitbringen, es besteht aber auch die Möglichkeit, vor Ort Stuntroller, Skateboards sowie Schutzausrüstung auszuleihen. Das Jugendamt verfolgt mit dem Projekt einen partizipativen Ansatz, bei dem Kinder und Jugendliche das Angebot aktiv mitgestalten und weiterentwickeln können. Vor Ort stehen dafür unter anderem Pylonen für Slalom-Parcours sowie kleinere Rampenelemente zur Verfügung. Ziel ist es, einen bewegungsorientierten Raum zu schaffen, der sich an den Interessen der Nutzer:innen orientiert. Die Halle bietet zudem ausreichend Platz für Bewegung und Begegnung. Das Angebot richtet sich an alle Kinder ab 6 Jahren sowie Jugendliche, unabhängig von Vorerfahrungen oder sportlichem Leistungsniveau.
Am 30. Mai 2026 von 11 – 16 Uhr wird zum zweitem Mal ein Hofflohmarkt im Malerviertel (die Straßen sind nach Malern benannt) in der Gartenstadt-Nord veranstaltet. An diesem Samstag kann man an vielen bunten Ständen vor den Eingangstüren stöbern, nach Schätzen aus Keller und Dachboden.
Im BEND-Sportpark in Dortmund-Nette starten ab dem 1. Juni wieder kostenlose Sport- und Bewegungsangebote. Jeden Montag um 15.45 Uhr lädt der TV 1890 Mengede e. V. gemeinsam mit einer qualifizierten Trainerin zu Bewegung unter freiem Himmel ein. Das Angebot wird erneut durch das Wohnungsunternehmen Vonovia mit einer Spende in Höhe von 700 Euro unterstützt. Was 2025 als Sommerprojekt begann, wird damit zu einem festen Bestandteil im Quartier. Die Kurse finden regelmäßig montags statt und richten sich an alle Sportinteressierten unabhängig vom Fitnesslevel und ohne Leistungsdruck. Der BEND-Sportpark zwischen Erdmannstraße und Brinkmannstraße ist täglich von 7 bis 22 Uhr geöffnet, ein Einstieg ist jederzeit möglich. Ziel des Angebots ist es, Menschen im Quartier zusammenzubringen und die Nachbarschaft zu stärken. Laut Vonovia-Quartiersentwicklerin Nora Woker schafft Sport Begegnungen, stärkt Vertrauen und trägt dazu bei, dass das Quartier lebendiger wird.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Interessierte können sich bei der Geschäftsstelle des TV Mengede anmelden – telefonisch unter 0231 / 33 83 06 oder per E-Mail an geschaeftsstelle@tv-mengede.de. Die Geschäftsstelle ist dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr sowie 17 bis 19 Uhr erreichbar.
Die Volkshochschule Dortmund hat im Wasserschloss Haus Rodenberg in Aplerbeck eine zweite Lehrküche eröffnet. Die neue „vhs-Schlossküche“ soll ab September Kochkurse sowie Raum für Begegnungen und Veranstaltungen bieten. Der Umbau dauerte rund ein Jahr. Die Küche wurde im Landhausstil gestaltet und verbindet moderne Ausstattung mit dem historischen Ambiente des Wasserschlosses. Neben der Lehrküche entstanden im Erdgeschoss ein größerer Allzweckraum für Veranstaltungen, Treffen und Feiern sowie ein kleiner Gewölbekeller für Zusammenkünfte. Die Räume können künftig von Vereinen, Verbänden und weiteren Interessierten gemietet werden. Mit dem neuen Angebot reagiert die VHS auf die hohe Nachfrage nach Kochworkshops und möchte ihre Angebote im Dortmunder Süden ausbauen. Ab September startet ein Kursprogramm mit vegetarischen und veganen Kochkursen, Angeboten zu gesunder Ernährung sowie Workshops zur internationalen Weihnachtsküche. Auch besondere Formate wie „Kochen mit Bier“ sind geplant. Laut der VHS sollen unterschiedliche Ernährungsstile und internationale Küche praxisnah vermittelt werden, zudem spielen Nachhaltigkeit sowie gesunde und saisonale Küche eine wichtige Rolle. Die ersten Kurse der „vhs-Schlossküche“ sind bereits online buchbar.