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„Forscher, Sammler, Pflanzenjäger – unterwegs mit Humboldt & Co.“ im Botanischen Garten Rombergpark

Stadträtin Birgit Zoerner (sitzend), Andrea Wewer vom Freundeskreis und Dr. Patrick Knopf, Direktor des Botanischen Gartens Rombergpark freuen sich auf die Woche der Botanischen Gärten und die Ausstellung. Foto: Stadt Dortmund

Die Woche der Botanischen Gärten beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Jagd nach dem grünen Gold. Mehr als 30 Botanische Gärten in Deutschland und Österreich beleuchten mit Themenführungen, Vorträgen und vor allem der Ausstellung „Forscher, Sammler, Pflanzenjäger – unterwegs mit Humboldt & Co.“ die Schicksale der Männer und Frauen, die als Pflanzensammler und Pflanzensammlerinnen in entlegenste Winkel der Erde vordrangen.

Ausstellung ist vom 9. Juni bis Ende September im Botanischen Garten zu sehen

Alexander von Humboldt wäre in diesem Jahr 250 Jahre alt geworden. Foto: Wikipedia/gemeinfrei

Dabei setzten sie nicht selten ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel: Ihre Geschichten erzählen von haarsträubenden Erlebnissen, moralisch fragwürdigen Methoden, tragischen Schicksalen. Alexander von Humboldt ist anlässlich seines 250. Geburtstages der Pate der Ausstellung. 

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Obgleich der wissenschaftliche Rahmen seiner Studien ungleich breiter gesteckt war, erforschte und sammelte Humboldt mit seinem Begleiter Aimé Bonpland unzählige Pflanzen.

Im Botanischen Garten Rombergpark ist die Ausstellung ab dem kommenden Sonntag, 9. Juni, bis Ende September zu sehen.

Die Ausstellung beleuchtet auf 15 großformatigen thematischen Tafeln neben den Akteuren der unterschiedlichen Epochen auch deren Motive für die Pflanzenjagd.

Macht, Geld und wissenschaftliche Neugier waren die Haupttriebfedern – und sind es zum Teil noch heute. Monarchen schmückten sich mit exotischen Pflanzen, Kolonialmächte kämpften um Monopole auf profitable Nutzpflanzen, Orchideenjäger suchten die spektakulärsten Arten und Forscher die Erkenntnis.

In der von Männern dominierten Sammlerszene konnten sich auch Frauen behaupten

Dr. Patrick Knopf, Direktor Botanischer Garten Rombergpark, zeigt David, den Dortmunder Titanwurz im letzten Jahr.

In der männlich geprägten Sammler-Szene behaupteten sich auch immer wieder außergewöhnliche Frauen, denen eine eigene Tafel gewidmet ist. Über 30 kleinere Ausstellungstafeln in Form von Steckbriefen sind zudem einzelnen Pflanzenjägerinnen und -jägern sowie ihren grünen Schätzen gewidmet. Individuelle Landkarten zeigen ihre Reiserouten und Sammelgebiete.

Neben international bedeutsamen Persönlichkeiten beleuchtet die Ausstellung vor allem das Leben von Sammlerinnen und Sammlern aus dem deutschsprachigen Raum. Zum vertieften Nachlesen ist in den teilnehmenden Gärten eine Broschüre erhältlich, die auf über 80 Seiten die Inhalte der Ausstellung sowie drei zusätzliche Essays zum Thema präsentiert.

Die Ausstellungstafeln werden im Botanischen Garten Rombergpark in der Rosenachse beim Pappelrondell und im Tasmanienhaus gezeigt. In den Pflanzenschauhäusern werden zusätzlich Forschercamps aus dem Wilden Westen, im brasilianischen Regenwald und im viktorianischen Zeitalter nachgebildet. Die Besucherinnen und Besucher können quasi direkt in die damaligen Lebens- und Arbeitsumstände eintauchen.

Öffentliche Führungen zu verschiedenen Themen runden das Angebot ab

Die Entdecker-Steckbriefe finden die Besucherinnen und Besucher verteilt in der Parkfläche. Am Sonntag, 16. Juli, ebenfalls um 15 Uhr, geht es „Auf die Spuren der Familie Hooker“.

Die Teilnahme an der Führung kostet zwei Euro (für Kinder unter 14 Jahren gratis). Der Besuch der Pflanzenschauhäuser kostet 2,50 Euro pro Person. Die Kleingruppen 1 und 2 mit jeweils vier minderjährigen Kindern kosten fünf Euro bzw. 7,50 Euro.

Weitere Informationen:

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