„Es brennt!“ setzt Zeichen für Klimaschutz, soziale Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt

200 Menschen beteiligten sich in Dortmund an einer Menschenkette

Bild zeigt: Sylvia Jost unterstützt xr und führt das Banner an
Bis zu 200 Personen haben sich an einer Menschenkette in Dortmund beteiligt. Helmut Sommer | Nordstadtblogger

Mehr als 200 Menschen haben in Dortmund an einer bundesweiten Aktion für den Erhalt der Lebensgrundlagen beteiligt. Unter dem Motto „es brennt!“ zogen die Teilnehmer:innen am Samstag (3. Oktober 2026) vom Hansaplatz auf den Westenhellweg und bildeten dort eine Menschenkette. Mit der Aktion wollten die Veranstalter:innen auf die Folgen des Klimawandels, soziale Ungleichheit und die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts aufmerksam machen. Im Anschluss sammelten die Beteiligten eigene Ideen und Wünsche, die an das Bundeskanzleramt geschickt werden sollen.

Menschenkette zieht durch die Dortmunder Innenstadt

Mit Plakaten und einer Trommelgruppe machten sie auf ihre Anliegen aufmerksam. Anschließend zog die Gruppe vom Hansaplatz  in Richtung Westenhellweg, wo sich die Menschen zu einer langen Kette aufstellten.

Bild zeigt: Handhalten in der Menschenkette
Teilnehmer:innen der Menschenkette auf dem Westenhellweg. Helmut Sommer | Nordstadtblogger

Die Teilnehmer hielten weiße Zettel in die Höhe und verharrten anschließend zehn Minuten in Schweigen. Währenddessen gingen zahlreiche Passant an der Aktion vorbei. Einige blieben stehen und beobachteten das Geschehen, andere setzten ihren Weg durch die Innenstadt fort.

Nach den zehn Schweigeminuten kamen die Beteiligten miteinander ins Gespräch. Sie schrieben ihre Ideen und Wünsche für die Zukunft auf. Die gesammelten Vorschläge sollen anschließend gebündelt und an das Bundeskanzleramt geschickt werden.

Edington: „Es ist ein Aufruf an die Regierung, es besser zu machen“

Die Aktion wurde bundesweit in zahlreichen Städten durchgeführt. Symbolisch sollte eine Menschenkette vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bis zum Bundeskanzleramt in Berlin entstehen. Unterstützt wird die Aktion von einem breiten Bündnis aus mehr als 100 Organisationen und Vereinen.

Bild zeigt: Susanne Edington hat für esbrennt.com zur Versammlung aufgerufen.
Susanne Edington hat für „esbrennt.com“ zur Versammlung aufgerufen. Helmut Sommer | Nordstadtblogger

Auch Extinction Rebellion Dortmund beteiligte sich an der Menschenkette. Aktivistin Susanne Edington erklärt, dass es vor allem darum gehe, Menschen mit ihren Sorgen zusammenzubringen. „Wir sind eigentlich viele“, betont sie. Wenn diese Menschen zusammenhielten, könnten sie leichter Veränderungen vorantreiben.

Edington verweist dabei auf das Grundgesetz. Der Staat müsse die Lebensgrundlagen seiner Bürger schützen, dieser Aufgabe werde die Politik aus ihrer Sicht derzeit jedoch nicht ausreichend gerecht. Die Menschenkette sei deshalb „ein Aufruf an die Regierung, es besser zu machen“.

Klimaschutz und soziale Sicherheit zusammen denken

Für Edington lassen sich Klimaschutz, soziale Sicherheit und der Aufstieg des Rechtsextremismus nicht getrennt voneinander betrachten. Statt weiterer Kürzungen brauche es bessere Lebensbedingungen für alle Menschen. Dazu gehörten aus ihrer Sicht sowohl wirksamer Klimaschutz als auch ein ausreichendes Angebot an Kitaplätzen.

Bild zeigt: Angelika Temiszewski von der Tierschutzpartei unterstützt die Veranstaltung
Angelika Remiszewski von der Tierschutzpartei unterstützt die Veranstaltung. Helmut Sommer | Nordstadtblogger

Auch Angelika Remiszewski, Ratsfrau der Tierschutzpartei in Dortmund, sieht im Klimawandel eines der wichtigsten Themen der Gegenwart. Seine Folgen bedrohten nicht nur die Umwelt, sondern auch die wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen der Gesellschaft.

Dortmund verfüge zwar bereits über ein Klimaschutzprogramm. Bei der Umsetzung müsse es aus ihrer Sicht jedoch schneller vorangehen. Dafür setze sich ihre Partei auch in den zuständigen Fachausschüssen ein. Veranstaltungen wie die Menschenkette seien deshalb wichtig, auch wenn das Thema aus ihrer Sicht noch deutlich mehr Aufmerksamkeit benötige.


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