
Die Arbeitslosigkeit in Dortmund ist im Oktober weiter zurückgegangen. 40.190 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 668 oder 1,6 Prozent weniger als im September. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 12,1 Prozent. Sie liegt damit aber weiterhin über dem Wert vom Oktober 2025 (11,9 Prozent). Gleichzeitig ist der Stellenmarkt schwächer als vor einem Jahr: Die Agentur für Arbeit zählt 699 offene Stellen weniger als im Oktober 2025.
Zahlen im Überblick: Wo die Arbeitslosigkeit gesunken ist
Von den 40.190 Arbeitslosen werden 9.583 von der Arbeitsagentur und 30.337 vom Jobcenter Dortmund betreut. Die spezifische Quote der Agentur sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent, die des Jobcenters ebenfalls um 0,1 Punkte auf 9,1 Prozent. Der Rückgang war nach Angaben der Agentur etwas stärker als im Landesdurchschnitt, vor allem bei den Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur.
Mehr Abgänge als Zugänge: 6.329 Menschen meldeten sich im Oktober erstmals oder erneut arbeitslos, 1.659 von ihnen kamen aus einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt, 105 weniger als im Vormonat. 6.991 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, darunter 1.570 durch die Aufnahme einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt, 228 weniger als im September.
Die Unterbeschäftigung, bei der auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mitgezählt werden, sank um 397 auf 48.962.
Jugendarbeitslosigkeit: Weniger als im September, mehr als vor einem Jahr
3.712 junge Menschen unter 25 Jahren waren arbeitslos gemeldet, 29 oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat, aber 222 oder 6,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Jugendarbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 10,7 Prozent.
Dem Arbeitgeber-Service der Agentur wurden im Oktober 724 neue Stellen gemeldet, 34 weniger als im September und 424 weniger als im Oktober 2025. Im Bestand befinden sich 3.707 offene Stellen, 86 weniger als im Vormonat und 699 weniger als vor einem Jahr.
Die meisten offenen Stellen entfallen auf die Berufsgruppen Verkauf, Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege sowie Fahrzeugführung im Straßenverkehr.
Agentur-Chefin sieht Zurückhaltung der Unternehmen

Heike Bettermann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Dortmund, spricht von einer „frischen Brise“ am Arbeitsmarkt, die im Oktober noch leicht an Kraft gewonnen habe. Sorgen bereite der Agentur jedoch die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Meldung offener Stellen.
Schwierige ökonomische Rahmenbedingungen belasteten die Bilanzen, fehlende Planungssicherheit sorge für wenig Schwung bei Neueinstellungen. Bettermann lädt Personalverantwortliche und Arbeitsuchende ein, sich bei der Agentur zu Unterstützungsangeboten zu informieren.
Jobcenter: Mehr als die Hälfte seit mindestens einem Jahr arbeitslos
Stephanie Krömer, Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund, wertet den zweiten Rückgang in Folge als erfreulich, sagt aber: „Eine sinkende Arbeitslosenzahl allein bedeutet aber noch nicht, dass der Einstieg in Arbeit leichter geworden ist.“

891 Menschen, die das Jobcenter betreut, beendeten im Oktober ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme, rund neun Prozent weniger als vor einem Jahr. Mehr als die Hälfte der betreuten Arbeitslosen ist bereits seit mindestens einem Jahr ohne Arbeit.
Für sie brauche es häufig zusätzliche Unterstützung beim Wiedereinstieg. Gemeinsam mit den Betrieben wolle das Jobcenter deshalb auch dort Einstellungen ermöglichen, wo berufliche Kenntnisse fehlen oder eine längere Einarbeitung nötig ist.
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