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Eine Stadt für Toleranz – Ausstellung für Fassadengestaltung in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Steinwache

Sechs Wochen lang sind die Fassadenmotive in der Steinwache zu sehen. Foto: Stadt

Für das Kulturrucksackprojekt „Eine Stadt für Toleranz“ haben sich die Dortmunder Künstlerin und Designerin Susanne Lilienfeldt, Dr. Stefan Mühlhofer und Markus Günnewig vom Stadtarchiv und der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Dortmund zusammengetan, um sich mit Dortmunder Schülern mit dem Thema Intoleranz und Fremdenhass und der wichtigen Bedeutung von Toleranz zu beschäftigen.

Zeichen gegen Fremdenhass

Das Projekt wurde bisher mit Schülern der Anne Frank Gesamtschule, begleitet von der Teach First Fellow Verena Wagner und der Gustav Heinemann Gesamtschule, begleitet von der Teach First Fellow Nadja Wallraff durchgeführt. Dem Fremdenhass in Dortmund soll etwas entgegensetzt werden. Anhand von Zitaten bedeutender Persönlichkeiten zum Thema Toleranz sollen mit Methoden der Streetart, Botschaften in der Stadt hinterlassen werden. Viele unterschiedliche Menschen sollen im Vorübergehen an die wichtige Bedeutung von Toleranz im Umgang miteinander erinnert und zum Nachdenken angeregt werden.

Besuch in der Steinwache zu Beginn des Projekts

Zu Beginn des Projekts konnten die Schüler bei einem Besuch der Steinwache etwas über das Schicksal von einigen dort inhaftierten Dortmunder Opfern des Naziregimes erfahren. Anhand ausgesuchter Zitate wurde über die wichtige Bedeutung von Toleranz in der heutigen Zeit und im direkten Umfeld der Schüler gesprochen. Schließlich wurden Schablonen der Zitate und Portraits der Zitatgeber geschnitten.

Diese sollen im Umfeld der Schulen und nach und nach in der ganzen Stadt als Botschaften für eine Stadt der Toleranz hinterlassen werden. Ohne die Bereitschaft von Hausbesitzern, die ihre Fassaden zur Verfügung stellen, könnte die Spur der Toleranz nicht hinterlassen werden.

Auftakt des Projekts in der Brunnenstraße

Mit dabei ist unter anderen Herr Gellweiler, Eigentümer von drei (Ackerbürger) Häusern in der Brunnenstrasse. Er hat mit seinen Mietern gemeinsam beschlossen mehrere Botschaften an seinen Häusern anbringen zu lassen. In Huckarde wurde eine Fußgängerunterführung am Busbahnhof mit den Zitaten gestaltet. Alle Projektbeteiligten würden sich wünschen, das Projekt als Fortsetzungsprojekt nach und nach an vielen Dortmunder Schulen anzubieten und so im gesamten Stadtbild von Dortmund die wichtigen und schönen Botschaften zum Thema Toleranz dauerhaft zu etablieren.

Schüler können sich mit einer Ausdrucksform der Jugendkultur mit dem Thema Toleranz beschäftigen und sich aktiv und Bewusstsein schaffend für ein gesellschaftliches und politisches Thema einsetzen. Sie können den negativen Auswirkungen von Rechtsradikalismus und Fremdenhass etwas Positives entgegensetzen und öffentlich zeigen, dass viele Jugendliche sich für Toleranz, Akzeptanz und Anerkennung aussprechen.

Sichtbares Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenhass

Ziel ist es, Dortmund nach außen sichtbar als Stadt zu zeigen, in der sich viele „junge“ Menschen für Toleranz und gegen Fremdenhass aussprechen. Finanziert wurde das Projekt bisher von dem Programm Kulturrucksack NRW.

Eine Ausstellung aller bisher entstandenen Arbeiten des Projekts wird jetzt in der Steinwache Dortmund eröffnet und dort zirka sechs Wochen zu sehen sein.

Interessierte Hausbesitzer können sich in der Steinwache melden.

Kulturrucksack Graffiti-Aktion Brunnenstraße

Im Rahmen des Kulturrucksacks entstanden die Graffiti in der Brunnenstraße. Fotos: Völkel

 

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