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Fotostrecke: Mit Trillerpfeifen und Luftschlangenkanonen forderten rund 8000 Verdi-Beschäftigte mehr Lohn

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt.

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt. Fotos: Leopold Achilles

Von Joachim vom Brocke (Text) und Leopold Achilles (Fotos)

Obwohl das Wetter alles andere als streikfreundlich war, beteiligten sich dennoch insgesamt rund 8000 Verdi-Mitglieder am Warnstreik. Sternförmig waren die TeilnehmerInnen mit Fahnen und „Wir sind es wert“-Westen aus vielen Städten der Umgebung von sechs Sammelpunkten aus zum Friedensplatz zur Abschlusskundgebung gezogen.

Programm wurde der Kundgebung wurde gestrafft – nur drei statt fünf RednerInnen

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt.

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt.

Längst nicht alle Demo-TeilnehmerInnen kamen vor dem Rathaus an. Manche hatten wegen des kühlen Wetters bereits unmittelbar danach den Heimweg angetreten oder besuchten wärmende Cafés in der Umgebung.

Das wenig freundliche Frühlingswetter sorgte für eine Straffung des vorgesehenen  Programmablaufs. Nur drei statt der geplanten fünf Redner sprachen von einer großen Bühne vor dem Rathaus zu den TeilnehmerInnen.

Einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde (Donnerstag in Potsdam) machten die Beschäftigten von Bund und Kommunen ihre Forderungen deutlich: Sechs Prozent mehr Geld und für die Auszubildenden 100 Euro monatlich mehr sowie die Durchsetzung der unbefristeten Übernahme.

Arbeitgeber zur Nachbesserung aufgefordert: „Wir wollen uns nicht abspeisen lassen“

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt.

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt.

„Wir reagieren auf das provozierend niedrige Angebot der Arbeitgeber“, machte Michael Bürger, Verdi-Geschäftsführer, die Richtung deutlich: „Wenn hier nicht erheblich nachgebessert wird, kann es keine Einigung am Verhandlungstisch geben“. Mit lauten Trillerpfeifen und viel Beifall unterstützten die Streikenden diese Forderungen.

Zu einem Umdenken bei den Arbeitgebern solle dieser Streik führen, sagte Christine Behle vom Verdi-Bundesvorstand: „Wir haben mit betrieblichen Aktionen begonnen und uns allmählich gesteigert.

Ziel ist es, jetzt in der dritten Runde ein gutes Ergebnis zu erreichen“ und bekräftigte: „Die Arbeitgeber haben es Donnerstag in der Hand – wir sind fest entschlossen, uns nicht abspeisen zu lassen“.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kann auf engagierten Nachwuchs stolz sein

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt.

Tausende Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch gestreikt.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“. Auf den engagierten Nachwuchs kann die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi stolz sein.

Sarah Maiwald vom Klinikum Dortmund und Mitglied der Verhandlungskommission Donnerstag in Potsdam: „Wir sind sind nicht gierig, aber gerne unbequem für sechs Prozent mehr Gehalt und 100 Euro mehr für die Auszubildenden“.

Junge Menschen, die sich auf die Beine des Lebens stellen möchten, benötigten eine Perspektive. „Als breite Masse haben wir die Macht, deshalb lasst uns gemeinsam unerhört sein“, so Maiwald. Nebelschwaden und Luftschlangenkanonen boten optische Reize auf dem Friedensplatz.

Als eine „Provokation“ bezeichnete Jutta Reiter vom DGB Dortmund-Hellweg das 3-Preozent-Angebot für der Verdi-Beschäftigten und das 0,9-Prozent-Angebot der Metall-Arbeitgeber: „Wir fordern gute Löhne für gute Arbeit“, meinte Reiter und wünschte den Verdi-Warnstreikenden einen „guten Erfolg“.

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