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Doppelausstellung im Baukunstarchiv: Arbeiten aus Papier von Peter Dahmen und Stahlskulpturen von Sebastian Wien

Die Ausstellung „Entfaltung“ zeigt Papierarbeiten von Peter Dahmen (l.) und Stahlskulpturen von Sebastian Wien (r).

Die Ausstellung „Entfaltung“ zeigt Papierarbeiten von Peter Dahmen (l.) und Stahlskulpturen von Sebastian Wien (r).

Nach dem Umbau des Alten Museums am Ostwall zum Baukunstarchiv NRW präsentiert der Verein „Ostwall 7 bleibt“ Ende Februar seine erste Ausstellung im Lichthof des ehemaligen Museums am Ostwall. Unter dem Titel „Entfaltung“ werden skulpturale Arbeiten der beiden Dortmunder Künstler Peter Dahmen und Sebastian Wien gezeigt. Zu sehen sind die Pop-Up-Arbeiten aus Papier (Dahmen) und Stahlskulpturen (Wien) vom 28. Februar bis zum 27. März. Die Vernissage ist am Donnerstag, 28. Februar, die Finissage am Mittwoch, den 27. März , jeweils um 19 Uhr im Lichthof des Baukunstarchivs NRW.

Erste Ausstellung des Vereins „Ostwall 7 bleibt“ im Lichthof des ehemaligen Museums

Im ehemaligen Museum am Ostwall soll das Baukunstarchiv entstehen. Foto: Podehl Fotodesign

Im ehemaligen Museum am Ostwall ist heute das Baukunstarchiv NRW beheimatet. Foto: Podehl Fotodesign

„Mit dem wunderschönen Lichthof haben wir einen besonderen, aber auch sehr anspruchsvollen Raum, in den sich die Skulpturen von Sebastian Wien und Peter Dahmen hervorragend einfügen“, erklärt Sabine Schwalbert für den Vorstand des Vereins „Ostwall 7 bleibt“.

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So unterschiedlich die Materialien sind, so ähnlich ist ihre Thematik, die Künstler haben deshalb schnell den Titel „Entfaltung“ für die Doppelausstellung gefunden. „Dass wir mit unserer ersten Ausstellung einen solchen Spannungsbogen zeigen können, freut uns besonders“, so Schwalbert.

Sebastian Wien beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Material Stahl als Grundlage für seine Skulpturen und Objekte. Die Transformation ist das beherrschende Thema Wiens. Er lässt Bleche unterschiedlicher Stahlsorten in Spezialbetrieben zu Kugelsegmenten oder schalenförmigen Elementen umformen.

Seit 30 Jahren beschäftigt sich Sebastian Wien künstlerisch mit dem Material Stahl

VariationVIII/2 aus dem Portofolio von Sebastian Wien. Foto: Sebastian Wien

VariationVIII/2 aus dem Portofolio von Sebastian Wien. Foto: Sebastian Wien

Diese Elemente zerschneidet Wien, um sie zu völlig neuen plastischen Formen zusammenzusetzen. Aus der ursprünglichen Kugelform entsteht so ein kleines Universum eigenständiger Figuren.

Allen gemeinsam ist eine schon fast spielerische Leichtigkeit, oft ein Balancieren auf minimalen Flächen, die die mit dem Material Stahl assoziierte Schwere vergessen lässt. Durch ihre reduzierte Formsprache strahlen die Figuren eine große Ruhe aus und beherrschen dennoch den sie umgebenden Raum. 

Ein wichtiger Aspekt sind die Oberflächen der Figuren. Zuerst blank geschliffen und zum Teil mit Einschnitten und Einfräsungen versehen, werden sie mit verschiedenen Säuren und Wasser behandelt.

Durch den Oxidationsprozess entstehen aus dem Stahl selbst neue Farben, Braun- und Ockertöne, die eher an organisches Material erinnern und zum Teil auch malerische Qualitäten haben, da die Art des Auftragens, mit Pinsel oder Schwamm, auch nach Beendigung der Oxidation sichtbar bleibt.

Peter Dahmen entwirft faszinierende Klappobjekte aus Papier und Karton

Ein Klappmodell aus Papier von Peter Dahmen. Foto: Ostwall 7 bleibt

Ein Klappmodell aus Papier von Peter Dahmen. Foto: Ostwall 7 bleibt

Peter Dahmen studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Dortmund. Seit dem Studium entwirft der heute freiberuflich tätige Designer leidenschaftlich dreidimensionale Klappobjekte aus Papier und Karton. Auch seine Werke thematisieren den Prozess der Transformation. 

Die beweglichen Skulpturen, so genannte Pop-Ups, verwandeln sich von flachen Formen in räumliche Objekte. Unter anderem arbeitet er mit abstrakten Formen, die oft einen deutlichen Bezug zu architektonischen Strukturen haben. 

Die räumlichen, geometrischen Formen spielen mit Volumen und dem Wechsel zwischen Material und Zwischenraum. Das wird besonders deutlich beim Öffnen und Schließen der Pop-Up-Skulpturen. Viele seiner Arbeiten haben eine, zum Teil nur scheinbare Symmetrie- oder Spiegelachse oder sie sind in einem ganz bestimmten Rhythmus gestaltet, der auch für die BetrachterInnen nachvollziehbar wird.

Dahmens bewegliche Papierskulpturen wurden bereits bei verschiedenen internationalen Ausstellungen präsentiert, zum Beispiel in der internationalen Ausstellung „World Pop Up Art“ in Seoul 2013 und Changwon 2014 in Korea. Seit 2015 entwirft er exklusive Pop-Up-Karten für den MoMA Design Store, den Shop des New Yorker Museum of Modern Art. 

Weitere Informationen:

Ausstellung „Entfaltung“
Donnerstag, 28. Februar 2019 bis Mittwoch, 27. März 2019

Baukunstarchiv NRW
Ostwall 7, 44137 Dortmund

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr, Sa, So: 14 bis 17 Uhr

Do: 14 bis 20 Uhr, montags geschlossen

Vernissage: Donnerstag, 28. Februar, 19 Uhr
Finissage: Mittwoch, 27. März, 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

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