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DKP nominiert Gewerkschafter als OB-Kandidaten: Dave Varghese soll für Transparenz und soziale Gerechtigkeit stehen

Seit Jahren ist Dave Varghese (l.) aktives ver.di-Mitglied und setzt sich für mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und Tarifbindung im Gesundheitswesen ein. Im September tritt er für die DKP als OB Kandidat an.

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) wird mit einem eigenen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl am 13. September in Dortmund antreten. Sie wählte den 42-jährigen aktiven Gewerkschafter und Betriebsrat Dave Varghese zu ihrem Kandidaten. Er ist langjähriges Mitglied der Gewerkschaft ver.di und der jüngste Bewerber für das Amt.

Durch Tätigkeit im Krankenhaus viel Erfahrung im Gesundheitswesen gesammelt

Dave Varghese ist gelernter Dipl.-Sozialarbeiter und arbeitet seit vielen Jahren in einem Dortmunder Krankenhaus. Er ist dort ver.di-Vertrauensmann und Sprecher der Vertrauensleute. 2018 wurde er von seinen Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsrat gewählt. Für ver.di ist er in ehrenamtlichen Gremien tätig, so in Tarifrunden für höhere Löhne und für mehr Personal im Krankenhaus.

In der Stadtverwaltung und den städtischen Tochtergesellschaften hat die Arbeitsbelastung weiter zugenommen. Deshalb würde er sich für die Einführung von verbindlich einzuhaltenden Personalschlüsseln gemeinsam mit den Pesonalvertretungen und den Beschäftigten einsetzen. Ein wirksamer Überlastungsschutz sei nötig, um die Gesundheit der Beschäftigen zu schützen und zu erhalten. 

Notwendig sei es auch, die Tochtergesellschaft des Klinikums Dortmund Service DO gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes einzugliedern. Bisher werden die 500 Beschäftigten nicht nach Tarifvertrag bezahlt. Das sei ein Skandal.

Familienmensch mit Umweltbewusstsein und sozialen Ambitionen

Der gelernte Diplom-Sozialarbeiter arbeitet seit Jahren in einem Dortmunder Krankenhaus. Fotos: privat

Um Dortmund nach eigener Aussage „zu einer wahrhaft sozialen Stadt zu machen“, würde Dave Varghese denjenigen den Rücken stärken, die am meisten unter der neoliberalen Umverteilungspolitik zu leiden hätten. Seiner Ansicht nach sind das die Kinder und Jugendlichen, Erwerbslosen, Alten, Frauen und Zugewanderten. Er würde sich für einen Stopp von Stromsperren durch die Dortmunder Stadtwerke einsetzen, denn der Entzug von Energie gefährde die Existenz der Betroffenen.

Notwendig ist für ihn zudem der Rückbau des subventionierten Flughafens zugunsten eines kostenlosen ÖPNV für alle Bürgerinnen und Bürger. Der Verkehr müsse insbesondere für Fußgänger und Fahrradfahrer sicherer werden – beide Personengruppen und der ÖPNV müssten bei der Verkehrsplanung Vorrang erhalten. Im Falle einer Wahl würde er zum Schutze der Umwelt die heutige OB-Dienstlimousine gegen ein OB-Dienstfahrrad eintauschen. 

Zur Person: Dave Varghese ist verheiratet und hat zwei Kinder im Kindergarten- und Schulalter. Seine Freizeit verbringt er gerne mit seiner Familie, den beiden Hunden, sowie seiner Hobbybienenhaltung. Die Umweltbewegung politisierte Dave Varghese bereits als Jugendlichen, seit 1995 ist er Mitglied der DKP.

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