Die ZuschauerInnen treffen auf viele „Heimliche Helden“: Schauspiel bietet die „Anatomie eines Großraumbüros“

Frank Genser in der „Anatomie eines Großraumbüros“. Fotos: Beate Hupfeld/ TheaterDO
Frank Genser in der „Anatomie eines Großraumbüros“. Fotos: Beate Hupfeld/ TheaterDO

Von Joachim vom Brocke

Auf einen Besuch in irgendeine Behörde nimmt das Schauspiel Dortmund seine Besucher mit. Sie treffen an diesem Abend auf viele unterschiedliche Menschen. „Heimliche Helden“ ist der Titel. Premiere ist am Freitag, 21. Oktober, um 21 Uhr im Megastore in Hörde.

Zuschauerinnen und Zuschauer platzen hinein in einen Tag der offenen Tür

Ekkehard Freye und Thorsten Bihegue spielen in „Heimliche Helden“.
Ekkehard Freye und Thorsten Bihegue.

In dieser „Anatomie eines Großraumbüros“, der ersten Regiearbeit des Dortmunder Ensemble-Mitglieds Julia Schubert (34), setzt sich ein groteskes und tragikomisches Panorama in Gang.

Es wird ein begehbarer Abend über die grauen Helden unserer Arbeitswelt: „Die Zuschauer müssen zunächst eine Nummer ziehen, danach gibt es für sie den Fahrplan“, schildern Julia Schubert und Dramaturg Matthias Seier (23) das Opening.

Dabei platzen sie – zwischen Formularen, leeren Kaffeetassen, Urlaubsfotos auf dem Schreibtisch – hinein in einen Tag der Offenen Tür einer Steuerbehörde, das mit einem späteren Betriebsfest endet.

Tiefgründige Gespräche bis zu platten Fragen – collagenartig zusammengefasst

Dazwischen gibt es Erzählungen, grotesk und humorvoll. Oder aber auch mal Stille. „Erlebt werden bei einer Art Rundgang tiefgründige Gespräche bis hin zu ganz platten Fragen“, schildert Matthias Seier das Geschehen. Erst nach und nach beginnen die Beamten zu erzählen. Über ihre privaten Ängste, über die alltäglichen Überlebenstaktiken im Büro.

Bettina Lieder Caroline Hanke spielen in „Heimliche Helden“.
Bettina Lieder und  Caroline Hanke.

Zugrunde liegen eigenentwickelte und fremde Texte, Textfetzen aus Gesprächen, aus Stücken, aus Zitaten. Alles collagenartig zusammengefasst. Songtexte wird es geben und mit Liedern gearbeitet, verraten Julia Schubert und Matthias Seier.

Es wird eine wuchtige Inszenierung. Zehn Schauspieler stehen knapp zwei Stunden auf der Bühne, hinzu kommen zwölf Mitglieder des Dortmunder Sprechchores.

Dennoch werden die Zuschauer „einen komplett unterschiedlichen Abend haben“, meint Dramaturg Seier: „Man kann nicht alles auf einmal sehen, hören und erleben“.

Obwohl alles nah am Publikum spielt, werden die Zuschauer nicht mit in das Geschehen auf der Bühne einbezogen.

Mehr Informationen:

  • Die Premiere und die weitere Vorstellung am 22. Oktober sind bereits ausverkauft.
  • Karten gibt es noch für den 1. und 27. November.
  • www.theaterdo.de
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