
Einen neuen Standort haben rund 600 Bäume bekommen, die Architektur-Studierende der Fachhochschule Dortmund in den vergangenen Jahren zum Auftakt ihres Studiums gepflanzt hatten. Gemeinsam mit dem Grünflächenamt der Stadt gelang dem Fachbereich Architektur eine perfekt organisierte Umzugsaktion.
Händischer Umzug auf die andere Seite der Dorstfelder Allee

Baum für Baum behutsam ausgegraben, auf die andere Seite der Dorstfelder Allee transportiert und – in frischem Mutterboden gut angegossen – wieder fachgerecht eingepflanzt: Dank der Initiative des Projektteams und der tatkräftigen Unterstützung von Architektur-Studierenden sowie Mitarbeitenden des Grünflächenamtes war der Transfer bereits nach zwei Tagen gelungen und das Wäldchen aus Hainbuchen, Vogelbeeren und Esskastanien erfolgreich umgezogen.
Zunächst hatte die Stadt der Fachhochschule eine rund 3.500 Quadratmeter große Fläche in der Nähe des Campus Emil-Figge-Straße zur Verfügung gestellt. Im Bebauungsplan war das Areal an der renaturierten Emscher zwischen Dorstfelder Allee und Emscherpfad zwar als mögliche Erweiterungsfläche für eine Kleingartenanlage festgesetzt.
Umzug auf das benachbarte Gelände am Friedhof Dorstfeld

Doch erst die Corona-Pandemie ließ dann tatsächlich Bedarf an einer entsprechenden neuen Nutzung aufkommen. Denn viele Menschen entdeckten, wie schön es ist, in der Natur zu sein, sich zum Teil selbst mit Gemüse und Obst zu versorgen, Pflanzen aufwachsen zu sehen und als Familie in der Gemeinschaft Zeit mit anderen im Garten zu verbringen.
Da die „ErstTrees“, die seit dem Wintersemester 2020 für einen grünen Start ins Studium jährlich gepflanzt wurden, noch jung sind, ließen sie sich jetzt aus gärtnerischer Sicht problemlos auf das benachbarte Gelände am Friedhof Dorstfeld umsetzen, wo sie künftig zu einem Stadtwald heranwachsen.
Hintergrund:
- Das Projekt „ErstTrees“ soll schon den Erstsemestern des Fachbereichs Architektur bewusst machen, welche nachhaltigen Ressourcen sie bei der Planung von Gebäuden vorsehen und wie sich Materialien wie Holz wiederverwenden lassen.
- Die Bäume, um deren Pflege sich die Studierenden im weiteren Studienverlauf kümmern, schaffen auch symbolisch einen greifbaren Bezug zum Thema Nachhaltigkeit, das die Fachhochschule Dortmund auf mehreren Ebenen berücksichtigt.
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„Studium Oecologicum“: Studierende starten Seminarreihe zum Thema Nachhaltigkeit


Reaktionen
Der 1000. „ErstTree“ schlägt Wurzeln: FH Dortmund erinnert zum Studienstart an Nachhaltigkeit (PM)
„ErstTrees“ nennt die FH Dortmund die Setzlinge, die Architekturstudierende zu Beginn ihres Studiums an der Dorstfelder Allee einpflanzen. Mit dem 1000. ErstTree, in die Erde gesetzt von FH-Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel und Grünflächenamtsleiter Heiko Just, erreicht der Hain nun einen Meilenstein auf dem Weg zum künftigen Stadtwald.
120 Hainbuchen, Vogelbeeren und Esskastanien hat der Fachbereich Architektur für die diesjährige Aktion besorgt, einen für jeden der 120 Erstsemester-Studierenden, und diese aufgerufen, jeweils einen Baum einzupflanzen. Seit Beginn des Projekts zum Start des Wintersemesters 2020/21 pflanzten die neuen Studierenden jedes Jahrgangs 100 bis 200 Bäume, so dass ihre Anzahl dieses Mal vierstellig wurde.
Wichtiger Baustoff
Für die Initiator*innen Laura Wiederhold und Guido Kollert vom Fachbereich Architektur symbolisieren die Bäume den Baustoff Holz, einen der wichtigsten Rohstoffe für die Architektur. In ihren Augen erfüllt die Aktion mehrere Zwecke: Beim Einpflanzen erleben die Erstis die ErstTrees nicht als Baumaterial, sondern als lebendigen Teil der Welt, den es zu schützen und nachhaltig zu bewahren gilt.
Darüber hinaus wächst mit den Bäumen auch die Verbindung zur FH Dortmund heran. „Der Gedanke ist“, sagt Guido Kollert zu den Studierenden, „dass ihr hier etwas Bleibendes hinterlasst.“
„Die Bauminseln passen einfach“
Die Bäume besorgt der Fachbereich, die Fläche stellt das Grünflächenamt der Stadt Dortmund. Dessen Leiter Heiko Just unterstützt die FH-Aktion aus Überzeugung. Der Standort in Nachbarschaft zum Dorstfelder Friedhof ist aus seiner Sicht ideal, weil er „zum einen in der Nähe der FH liegt und zum anderen, weil das eine Fläche ist, die schon im Vorfeld eine relativ extensive Grünfläche war und die Bauminseln hier einfach sehr gut hineinpassen. Wir freuen uns, das mit der FH jedes Jahr machen zu können.“