Film- und Medienstiftung NRW vergibt eine Million Euro an 74 Kinos

Die Dortmunder Kinos „sweetSixteen“ und Schauburg bekommen Kinoprogrammpreise

In den mehr als zwei Jahren der Corona-Pandemie haben die Kino massiv gelitten
In den mehr als zwei Jahren der Corona-Pandemie haben die Kino massiv gelitten – deshalb gibt es höhere Förderpreise. Foto: Hojabr Riahi für die Film- und Medienstiftung NRW

Zum 32. Mal wurde der NRW-Kinoprogrammpreis der Film- und Medienstiftung NRW verliehen. Im Rahmen eines festlichen Dinners ehrte die Filmstiftung in der Kölner Wolkenburg nordrhein-westfälische Kinobetreiber:innen, die sich in besonderer Weise mit einem vielfältigen Programm um den deutschen und europäischen Film wie auch den Kinder- und Jugendfilm verdient gemacht haben.

17.000 Euro für sweetSixteen – 14.000 Euro für Schauburg

Peter Fotheringham und Suse Solbach freuen sich über eine Förderung von 17.000 Euro.
Peter Fotheringham und Suse Solbach freuen sich über eine Förderung von 17.000 Euro für das sweetSixteen – und damit auch für das Roxy-Kino. Foto: Hojabr Riahi für die Film- und Medienstiftung NRW

Wie bereits im Vorjahr wurde eine Spitzensumme von insgesamt 1 Mio. Euro an die Kinos vergeben. Davon wurden 960.000 Euro als Kinoprogrammprämien vergeben, 40.000 Euro wurden in diesem Jahr für den Sonderpreis Grünes Kino ausgelobt. Aus Dortmund gibt es – nach der Schließung des eigenständigen Roxy-Kinos und Übernahme durch das sweetSixteen – nur noch zwei Preisträger.

Das Lichtspiel- und Kunsttheater Schauburg kann sich über 14.000 Euro freuen. Für das Programm gab es 7000 Euro, für das Kinder- und Jugendprogramm 1000 Euro und 500 Euro Sonderprämie „Grünes Kino“. Dazu gab es 5000 Euro Sockelförderung.

Das sweetSixteen-Kino im Depot kann sich sogar über 17.000 Euro freuen. Neben dem Sockelbetrag von 5000 Euro gab es 7000 Euro Programmprämie, 1000 Euro fürs „Grüne Kino“ sowie 1000 Euro für das Kinder- und Jugendprogramm.

Kinos sehen langsam Licht am Ende des Tunnels

Erwin Rajkovcanin und Lars Kersting bringen 14.000 Euro für die Schauburg mit.
Erwin Rajkovcanin und Lars Kersting bringen 14.000 Euro für die Schauburg mit. Foto: Hojabr Riahi für die Film- und Medienstiftung NRW

„Mit den Kinoprogrammpreisen wollen wir die Kinobetreiber:innen aus ganz NRW ehren, die auch in 2021 erneut mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen hatten und dennoch mit überzeugenden Programmen erfolgreich waren. Diese Hartnäckigkeit zahlt sich aus, denn gerade in den vergangenen Tagen sehen wir Licht am Ende des Tunnels“, sagt Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW.

„Die Besucherzahlen steigen langsam, das macht Hoffnung. Aber wir wissen auch, dass es noch ein Weg zu gehen ist. Und so vergeben wir zum zweiten Mal die Spitzensumme von 1 Mio. Euro“,  „Mit dem Sonderpreis für Grünes Kino unterstützen wir erstmalig auch Investitionen in die nachhaltige Zukunft der Kinos, und damit nicht zuletzt in unser aller Zukunft“, so Müller.

 Erstmals wurde der Sonderpreis für „Grünes Kino“ vergeben

Das Roxy-Kino gehört jetzt zu „sweetSixteen“.
Das Roxy-Kino gehört jetzt zu „sweetSixteen“. Foto: Hojabr Riahi für die Film- und Medienstiftung NRW

Der in diesem Jahr verliehene Sonderpreis Grünes Kino in einer Gesamthöhe von 40.000 Euro ging an 20 Kinos.

Die Ehrung übernahm Schauspieler und Regisseur Denis Moschitto („Schock“, „Rheingold“). Mit der Prämie werden besondere Initiativen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Kino ausgezeichnet.

Das Lichtspiel- und Kunsttheater Schauburg in der Brückstraße.
Das Lichtspiel- und Kunsttheater Schauburg in der Brückstraße. Foto: Hojabr Riahi für die Film- und Medienstiftung NRW

Bei der Prämierung wurden Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Concessions sowie Abfallvermeidung berücksichtigt. Die Auswahl der Preisträger erfolgte unter Beratung von Green Consultant Mareike Pielot.

Katty Salié („Aspekte“) moderierte das Bühnenprogramm, bei dem die Kinobetreiber:innen von prominenten Filmschaffenden wie Christoph Maria Herbst („Der Nachname“, „C’est la vie“ (AT)), Roxana Samadi („Die Mucklas“, „Para – Wir sind King“), Lutz Heineking („Der Pfau“, „Andere Eltern“) und Sahin Eryilmaz („C’est la vie“ (AT), „Oray“) geehrt wurden, die darüber hinaus aktuelle Filmproduktionen vorstellten, die in Kürze ins Kino kommen.

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