Nordstadtblogger

Grußworte zum Ramadan: „…, denn Dortmund ist die Stadt der Nachbarn und der Islam gehört zu unserer Stadt!“

Interreligiöser Dialog beim ersten gemeinsamen Fastenbrechen im DKH. Fotos: Alex Völkel

Veranstaltungen wie das gemeinsame Fastenbrechen beim Interreligiösen Dialog im DKH sind erneut unmöglich.

Im Jahr 2021 findet der Fastenmonat der Muslime vom 13. April bis zum 12. Mai statt. Wie bereits im vergangenen Jahr können die mit ihm verbundenen Feierlichkeiten und Veranstaltungen wie das gemeinsame Fastenbrechen pandemiebedingt nicht wie gewohnt stattfinden. Ein Grund mehr für den Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund, den Muslim*innen Mut und Zuversicht zuzusprechen und sie auf den Ramadan einzustimmen. Auch die christlichen Dortmunder Kirchen und Dortmunds Oberbürgermeister senden den Fastenden ihre Grüße.

Grußwort von Ahmed Aweimer zum Ramadan 2021 – Gesegneter Ramadan, Ramadan Mubarak

Liebe Imame und Vorstände der Moscheegemeinden, Liebe Muslime in Dortmund. 

Assalam Alaykum wa Rahmatu Allah wa Barakatuh 

Der Ramadan ist als ein Segensmonat zu uns gekommen, in dem Gott sich uns nähert, Er lässt die Barmherzigkeit zu uns herabkommen, Unsere Sünden werden reduziert und das Gebet darin wird mit seiner Erlaubnis angenommen. Und Allah, der Allmächtige, schaut auf unsere guten Taten und sieht sie prachtvoller als die Taten der Engel. Sehet also, dass Gott der Allmächtige durch unsere Aufrichtigkeit uns die Barmherzigkeit schenkt.

O Allah! Lass sie (die Mondsichel) auf uns allen mit Sicherheit, Unversehrtheit, Frieden und Glauben scheinen. So hat unser geliebter Prophet Mohammad (S.) bei der Sicht der Mondsichel gebetet. 

Ahmed Aweimer gab den Teilnehmenden Einblicke beim Mittagsgebet.

Ahmed Aweimer ist Sprecher des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund. Archivfotos: Alex Völkel

Wir werden auch dieses Jahr leider wieder in auf viel Gewohntes im Ramadan verzichten müssen. Gemeinschaftliche Iftare (Fastenbrechen) im großen Kreis und viele Gebete bzw. Koranarbeit oder Rezitationen werden wir vermissen. Möge Allah unsere Geduld erhalten und stärken.

Liebe Geschwister, die Pandemie hat sich zu einer harten Welle entwickelt. Wir sind – Allhamdulillah – mit der Einhaltung der uns bereits vertrauten Hygieneregeln seit Mai 2020 erfolgreich. Der RMGD bittet euch durchzuhalten und weiter absolut diese Regeln umzusetzen. Bitte achtet darauf, dass die Besucher der Ishaa- und Traweehgebete vor unserer Moschee keine Ansammlungen bei Eintritt oder Verlassen der Moscheen bilden. Wenn es sein muss, betet zu Hause und lässt eure Wohnungen zur eigenen Moschee werden.

Möge Allah (SwT) die Kranken gesunden. Möge Allah (SwT) uns behüten und beschützen.
Möge Allah uns, unsere Stadt, unser Land und die ganze Welt von dieser Pandemie befreien.
Allah (SwT) nehme euer Fasten, Gebete, Spenden und alle guten Taten an.
Ramadan Mubarak wa Assalam Alaykum wa Rahmatu Allah wa Barakatuh 


OB Thomas Westphal wünscht eine friedliche Fastenzeit und ein schönes Fest zum Ende des Ramadan

Dortmunds OB Thomas Westphal

Liebe muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Am 13. April 2021 beginnt weltweit der Fastenmonat Ramadan und selbstverständlich spielt dieser Monat auch für die vielen muslimischen Menschen in unserer Stadt eine wichtige religiöse Rolle.

Der Fastenmonat Ramadan bietet Musliminnen und Muslimen die Möglichkeit, beim gemeinsamen Fastenbrechen zusammenzukommen, innezuhalten und ihre Religion und Gebete auszuleben. Gleichzeitig bietet dieser besondere Monat immer auch Begegnung und Austausch mit Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit.

Dieser interreligiöse Dialog und der gesellschaftliche Zusammenhalt sind Normalität in unserer Stadt. Es sind wesentliche Elemente und Ziele unseres gemeinsamen Handels mit den hier aktiven Religionsgemeinschaften, denn Dortmund ist die Stadt der Nachbarn und der Islam gehört zu unserer Stadt!

„…, denn Dortmund ist die Stadt der Nachbarn und der Islam gehört zu unserer Stadt!“

Alle Menschen – ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit und ihres Glaubens – haben in den letzten Monaten auf Grund der pandemischen Situation viele Einschränkungen hinnehmen müssen. Dennoch ist es vielen Gemeinden gelungen, unter Einhaltung aller Regeln für ihre Mitglieder da zu sein und sie in dieser Lage nicht alleine zu lassen. Für diese Solidarität und Umsicht möchten wir uns bei den Verantwortlichen herzlich bedanken.

Einblicke in den Moscheealltag bekamen die Teilnehmenden beim Mittagsgebet.

Der Islam gehört zu Dortmund, macht Thomas Westphal unmissverständlich klar.

Doch leider zeigt das aktuelle Infektionsgeschehen, dass die Zeit eines unbeschwerten Zusammenseins noch nicht gekommen ist. Das Einhalten der Abstandsregeln und die Reduzierung von Kontakten sind zur Bekämpfung der Pandemie weiter von großer Bedeutung. Wir bitten darum, auch in der vor uns liegenden Zeit wie in den letzten Wochen und Monaten verantwortungsvoll und vorsichtig zu sein und die Gesundheit aller zu schützen. Dann ist es wirklich möglich, dass es der letzte Ramadan mit Corona ist.

Gerne möchten wir Sie bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam machen, dass sich alle Bürger*innen der Stadt Dortmund kostenfrei in den dafür vorgesehenen Teststellen auf den Corona-Virus testen lassen können. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage www.corona.dortmund.de unter dem Link „Corona-Schnelltest“. Dort finden Sie auch eine Übersicht der Teststellen im Stadtgebiet. Bitte nutzen Sie dieses Angebot für sich und Ihre Familien- und Vereinsmitglieder!

Wir hoffen und freuen uns darauf, dass wir im Zuge der verschiedenen Maßnahmen und Bemühungen wieder in unseren gewohnten Alltag finden. Daran arbeiten wir alle in Dortmund gemeinsam.

Allen Musliminnen und Muslimen in unserer Stadt wünschen wir von Herzen eine friedliche Fastenzeit und ein schönes Fest zum Ende des Ramadan!


Interreligiöser Dialog: Dortmunder Kirchen grüßen zum Fastenmonat Ramadan

Gute Wünsche für Glück und Gottes Segen sandten die beiden christlichen Kirchen an die muslimischen Gemeinden der Stadt. In einem gemeinsamen Brief brachten die Katholische Stadtkirche Dortmund und der Evangelische Kirchenkreis Dortmund ihre Verbundenheit mit den muslimischen Freundinnen und Freunden zum Ausdruck. 

Die Stadt Dortmund und die großen Religionsgemeinschaften haben gemeinsam die Kampagne „Wir ALLE sind Dortmund“ gestartet.

Die Stadt Dortmund und die großen Religionsgemeinschaften haben gemeinsam die Kampagne „Wir ALLE sind Dortmund“ ins Leben gerufen. (Archivbild)

Der Ramadan, der am Dienstag beginnt, sei eine „für Sie besondere Zeit, geprägt durch die Erfahrungen des Verzichts und der Fülle, der intensiven Hinwendung zu Gott und der gemeinschaftlichen Verbundenheit in Glauben und Leben.

Wir wünschen Ihnen zum Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens reiche Glaubenserfahrungen“, heißt es in dem Schreiben, das die evangelische Superintendentin Heike Proske, der katholische Propst Andreas Coersmeier und die Islambeauftragten der beiden Kirchen, der evangelische Pfarrer Friedrich Stiller und der katholische Pfarrer Ansgar Schocke unterschrieben haben.

Wie überall sei auch das Leben in den muslimischen Gemeinden noch immer geprägt von der Coronavirus-Pandemie. Die Frage des persönlichen Kontaktes und des gegenseitigen Trostes spiele neben der Sorge um die Gesundheit geliebter Menschen dort sicher eine genauso große Rolle wie in den christlichen Gemeinden der Stadt, heißt es in dem Brief. „Das Virus kennt keine Grenzen – unsere Gebete auch nicht.“ Die christlichen Geistlichen erinnerten an das Motto der gemeinsamen Gebetsaktion aus dem Vorjahr. 

„Das Virus kennt keine Grenzen – unsere Gebete auch nicht.“

In der Zentralmoschee kamen während des Ramadan jeden Abend hunderte Gläubige zum Beten und Fastenbrechen.

In der Zentralmoschee kommen während des Ramadan normalerweise hunderte Gläubige zum Beten und Fastenbrechen zusammen – das geht in diesem Jahr nicht.

Damit hatte der Dortmunder Dialogkreis der Abrahamsreligionen seine Verbundenheit in der Pandemie zum Ausdruck gebracht. Das gemeinsame Gebet von Juden, Muslimen und Christen für die Sorgen und Nöte so vieler Menschen sei weiterhin aktuell.

Man freue sich auf die Zeit, in der man sich wieder persönlich begegnen könne, schrieben Proske, Coersmeier, Stiller und Schocke. „Christen, Juden und Muslime pflegen in Dortmund seit vielen Jahren den Interreligiösen Dialog als einen wichtigen Beitrag für das friedliche Zusammenleben der Menschen in dieser Stadt“, heißt es in dem Brief. „Lassen Sie uns die gute Nachbarschaft, die zwischen uns besteht, fortsetzen und weiter gemeinsam Zeichen setzen für ein friedliches, faires und respektvolles Miteinander.“

Die Dortmunder Geistlichen überreichten auch ein Grußwort der Evangelischen und Katholischen Kirchen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die den Muslim*innen ebenfalls „Ramadan Mubarak“ – einen segensreichen Ramadan wünschen.


Videoprojekt des Multikulturellen Forums blickt mit jungen Menschen auf Feiertage verschiedener Religionen

Das Frühlingsfest Newroz, Ostern und Pessach liegen gerade hinter uns, der Ramadan beginnt gerade erst – blickt man auf interreligiöse Kalender wird schnell deutlich: Feiertage prägen das Jahr und auch den Alltag (nicht nur) gläubiger Menschen. Doch was bedeuten ihnen diese Tage? Wie beeinflussen sie ihren Alltag?

Dieses spannende Thema behandelt das Videoprojekt „Rosch Ha Schana, Pfingsten, Newroz & Eid-al-Fitr: Wie feierst du?“ des Multikulturellen Forums. Ausgangspunkt und Grundlage für einen interreligiösen Dialog sollen im Projekt anlässlich des Jubiläumsjahrs „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ die jüdischen Feiertage und damit verbundenen Traditionen bilden.

Die 16-27-jährigen Teilnehmenden werden sich gemeinsam mit den verschiedenen Religionen, Feiertagen und Bräuchen auseinandersetzen und diese medial verarbeiten. Die Ergebnisse sollen dann unter anderem via Social Media Postings auch anderen Jugendlichen zugänglich gemacht werden.

„Wir möchten durch diese Form des Kennenlernens den interreligiösen Austausch fördern, der vor allem von persönlicher Begegnung lebt,“ betonen die Projektleiterinnen Elif Gömleksiz und Larina Kleinitz, und hoffen, dass im Laufe des Jahres auch einige Gruppentreffen in Präsenz stattfinden können. Zur Teilnahme eingeladen sind ausdrücklich alle Jugendlichen unabhängig von ihrem Glauben.

Starten soll das Projekt am 24./25. April mit einem Kick-Off-Workshop – pandemiebedingt via Zoom. Interessierte Jugendliche können sich per E-Mail (goemleksiz@multikulti-forum.de oder telefonisch (0231 / 288607-37) informieren und anmelden. Das Projekt „Wie feierst du?“ findet als Teilprojekt von „Muslime im Dialog“ statt, das im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert wird. Zusätzliche Förderung erhält das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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