„Chizuru“: Das Manga- und Animetreffen im Fritz-Henßler-Haus lockt Gäste mit Workshops und Wettbewerben

Bis zu 1000 Besucherinnen und Besucher kommen jeden Monat zur „Chizuru“ im FHH.
Bis zu 1000 Besucherinnen und Besucher kommen jeden Monat zur „Chizuru“ im FHH.

Von Leonie Krzistetzko

„Mir persönlich geht es darum, dass unsere Besucher sich wohlfühlen und an unserem Programm Spaß haben“, sagte Saskia Jansen. Sie ist die Hauptorganisatorin der monatlichen Manga- und Animeconvention „Chizuru“ im Fritz-Henßler-Haus. Unterstützt wird sie hierbei von einem Team von ca. 50 Personen.

Monatliche Treffen der Manga- und Anime-Fans im Dortmunder Haus der Jugend

Sehenswert sind die Cosplay-Wettbewerbe der „Chizuru“.
Sehenswert sind die Cosplay-Wettbewerbe der „Chizuru“.

Die „Chizuru“ gibt es seit Anfang 2015 monatlich im Fritz-Henßler-Haus Dortmund. Hier können Manga- und Animeliebhaber jeden Alters ein abwechslungsreiches Programm von Karaoke, über Videospiel- oder Cosplay Wettbewerben bis hin zu Zeichenworkshops genießen.

Das Durchschnittsalter der Besucherinnen und Besucher – sie kommen nicht nur aus Dortmund – liegt etwa bei 18 Jahren.

Das Programm fand auf zwei Bühnen statt, wobei sich das Programm der „Funbühne“ vor allem auf Ratespiele zu Animes konzentrierte und die Hauptbühne weniger auf Interaktion mit dem Publikum, dafür aber auf Unterhaltung abzielte.

Vor und im Gebäude standen Menschen in den Kostümen berühmter Anime- und Mangacharaktere und bereiteten sich auf ihren Auftritt für den Cosplay-Wettbewerb vor, der alle zwei Monate auf der „Chizuru“ stattfindet und auch das Highlight der Veranstaltung darstellt.

Der Cosplay-Wettbewerb ist das Highlight der Dortmunder Veranstaltung

Cosplay bezeichnet die Darstellung eines Manga- oder Animecharakters durch Verhaltensanpassungen und die dazugehörige Kostümierung.

Sehenswert sind die Cosplay-Wettbewerbe der „Chizuru“.
Sehenswert sind die Cosplay-Wettbewerbe der „Chizuru“.

Bei einem Cosplay-Wettbewerb geht es allerdings nicht nur um das Kostüm: Auch die Inszenierung muss hochwertig sein. So kommt es dazu, dass die Cosplayer auf der Hauptbühne der Convention während des Wettbewerbs eigene kleine Theaterstücke aufführten, tanzten oder Szenen aus Mangas und Animes nachspielten.

Zu den Regeln gehört allerdings, dass das Kostüm der Teilnehmer weder zu freizügig noch gefährlich sein darf. So müsse spitze Nieten und Ketten abgestumpft sein.

„In den Monaten ohne Cosplay Wettbewerbe werden J-Fashion Wettbewerbe veranstaltet“, erklärt Saskia Jansen. Bei J-Fashion handelt es sich um japanische Modestile, zu denen auch der bekannte „Lolita-Stil“ mit Petticoats und Schleifen zählt.

Jansen war schon länger im Organisationsteam der „DoJaKu“ tätig, die auch eine monatliche Manga- und Animeconvention ist, bevor sie schließlich selber zur Organisatorin der „Chizuru“ wurde.

Beeinflusst haben sie in ihrer Kindheit vor allem Anime-Serien wie „Sailor Moon“ oder „Naruto“, weshalb sich ihre Leidenschaft für die Anime- und Mangaszene schon früh entwickelte.

Der Charme der familiären Conventions: Der Organisatorin geht es um Vertrautheit und Zugehörigkeit

Saskia Jansen organisiert die Convention - ihr zur Seite stehen 50 Helfer.
Saskia Jansen organisiert die Convention – ihr zur Seite stehen 50 Helfer.

Den Reiz der Szene mache vor allem die familiäre Vertrautheit zwischen den einzelnen Mitgliedern aus, bei der es um Zugehörigkeit und gemeinsames Interesse gehe.

Zudem sei die Szene sehr vielfältig, was verschiedene Vorlieben und Kleidungsstile betreffe. All dieses seien Charakteristika, die vor allem auf Conventions deutlich werden.

Doch auch Conventions seien immer unterschiedlich. Ihr seien vor allem die kleinen Conventions, wie die „Chizuru“ wichtig, da es dort sehr familiär zugehe.

„Auf großen Conventions ist man oft selber sehr annonym. Dabei geht es ja vor allem darum sich mit seinen Mitmenschen austauschen zu können und Kontakte zu knüpfen.“

Der „DokiDoki“-Post dient als Offline-Kontaktmedium für Convention-Gäste

Die Siegerehrung der Juli-Convention im Fritz-Henßler-Haus.
Die Siegerehrung der Juli-Convention im Fritz-Henßler-Haus. Fotos: Leonie Krzistetzko

Dieses Ziel wurde auch mit der erstmaligen Einführung der „DokiDoki-Post“ verfolgt. Hierbei handelt es sich um ein Nachrichtensystem, mit dem die Besucher des Treffens Kontakt zueinander aufnehmen können.

Das System ist einer richtigen Post ähnlich, nur dass den Besuchern individuelle Nummern zugeteilt werden und man den Nummern dann neben der Hauptbühne Nachrichten hinterlassen kann.

Als die Sieger des Wettbewerbs gekürt wurden, war der Höhepunkt des Treffens erreicht. Hiernach konnten die Besucher noch zum Aftershow-Programm auf beiden Bühnen feiern.

Die Besucherzahlen seien seit dem Beginn stetig von ein paar hundert auf mittlerweile 1000 Besucherinnen und Besucher gestiegen. Finanziell sei die „Chizuru“ vor allem auf Spenden angewiesen. Da den Besuchern allerdings immer ein ähnliches Programm geboten werde, könne man die Kosten auf das Wesentliche reduzieren.

HINWEIS:

  • Die nächste „Chizuru“ findet am 16.08.2015 von 11.30 – 18 Uhr statt. Auf neue Besucher freut sich die Organisatorin sehr.

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