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Call for Pictures: Die „image trackers“ aus Dortmund bieten FotografInnen nahezu kostenlos Ausstellungsflächen

Bei der Vernissage zur ersten Ausstellung der „image trackers“ nutzten die BesucherInnen die Gelegenheit, mit den KünstlerInnen über ihre Arbeiten ins Gespräch zu kommen. Fotos (2): Martin Steinhoff

Gute Neuigkeiten für FotografInnen in Dortmund. Das Projekt „image trackers“ bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Werke aus der Unendlichkeit des Digitalen zu befreien und sie den BetrachterInnen wieder haptisch erfahrbar zu machen – weg vom Bildschirm, zurück auf’s Papier. Mit dem Konzept sogenannter Pop Up-Galerien werden vor allem KünstlerInnen angesprochen, die sich nicht die teuren Mieten großer Ausstellungshäuser leisten können. Eine erste Ausstellung ist noch bis zum 15. Juni im Maienweg 2 bis 4 in Dortmund-Brechten zu sehen.

Bespielung temporär ungenutzter Immobilien bringt Vorteile für alle Beteiligten

Hier präsentieren fünf KünstlerInnen unter dem Titel „Malerei und Fotografie“um die 70 Aufnahmen aus den Bereichen Street-Fotografie, People und Ruhrgebietslandschaften. Eine zweite befindet sich aktuell in der Planungsphase. Durch das verfolgte Konzept wird die Location eine völlig andere sein.

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Die Lokalität im Maienweg in Dortmund-Brechten bietet große Ausstellungsflächen. Fotos (2): Frank Heldt

Denn eine Pop-Up-Galerie ist eine temporäre Ausstellungsfläche im öffentlichen Raum, die für eine begrenzte Zeit ihre Objekte dem Publikum zugänglich macht. Die Ausstellungsflächen können Teil bestehender Präsentationsräume sein oder in temporär ungenutzten Immobilien wie Lagerhallen, Ladenlokalen oder Büros für eine begrenzte Zeit installiert werden. 

Die „Bespielung“ temporär ungenutzter Immobilien bringt für alle Beteiligten Vorteile: Den EigentümerInnen und VermieterInnen insofern, dass die Räumlichkeiten in einer Nutzung bleiben, die dazu noch die leer stehende Immobilie werbewirksam öffentlich präsentiert. Den KünstlerInnen, dass sie mit diesen Flächen Ausstellungsraum erhalten, um ihre Kunstwerke öffentlich zu präsentieren. Eine klassische und weitgehend risikolose Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Die „image tracker“ suchen und organisieren mietfrei temporär ungenutzte Räumlichkeiten im Großraum Dortmund, in denen sie Pop-Up-Galerien für Fotografie einrichten. Im Idealfall gelingt es, mehrere Pop-Up-Galerien im Laufe eines Jahres nacheinander zu organisieren. So könnten beispielsweise vier Ausstellungen im Jahr (pro Quartal eine) an unterschiedlichen Standorten bespielt werden. Für die ausstellenden FotografInnen und KünstlerInnen entstehen lediglich die Kosten für ihre Bilder, Ausstellungs-Fotos, Rahmung und anteilig die Versicherungskosten.

Für die zweite Ausstellung können noch bis zum 25. Mai Bewerbungen eingereicht werden

Blick in die Ausstellung „Malerei und Fotografie“.

Die Art der Präsentation und das Layout der Pop-Up-Galerien sollen dabei genauso variabel bleiben wie auch die Größe der Räumlichkeiten. Die Ausstellungen werden so konzipiert, dass keine substanziellen Ein- oder Umbauarbeiten notwendig sind, lediglich Strom und Wasser muss vorhanden sein. Je nach Location werden zusätzliche Attraktivitäten wie Musik, Lesungen oder auch ein Fotostudio die Ausstellungen werbewirksam unterstützen.

Bei der Vernissage zur ersten Ausstellung feierten zahlreiche Gäste mit den Künstlern und InitiatorInnen den gelungenen Start. Die BesucherInnen nutzten die Anwesenheit der ausstellenden Künstler zu intensiven Gesprächen über die präsentierten Bilder und Fotografien von Martin Steinhoff, Phillip Grider, Frank Heldt, Christian Thiele und dem Maler Günter Rückert.

Der gelungene Start der ersten Ausstellung ist zugleich der Beginn zur Organisations- und Planungsphase der zweiten Ausstellung zum Thema „Farbe und Fotografie“. Der Start für die zweite Ausstellung ist für den 21. Juni geplant. Die begleitende Künstlerin aus dem Bereich Malerei wird Beate Wolf aus Dortmund sein.

Ab sofort steht auch das „image trackers“-Pop-Up-Fotostudio zur Verfügung

Blick in die Ausstellung „Malerei und Fotografie“.

Wer bei der nächsten Ausstellung als FotografIn ausstellen möchte, meldet sich bitte mit seinen Vorschlägen bis zum 25. Mai unter: info@image-trackers.de. Gesucht werden Fotoarbeiten, die sich mit Farbe/Buntheit realistisch oder auch abstrakt auseinandersetzen.

Wenn möglich sollte eine Bilderstrecke von maximal 20 Aufnahmen im jpg-Format mit den Bildmaßen von 1500 x 1000 Pixeln eingereicht werden. Außerdem steht ab sofort das „image trackers“ eigene Pop-Up-Fotostudio zur Verfügung.

Gegen eine geringe Gebühr kann dieses halb- oder ganztags gebucht werden. Außerdem werden hier ab Juni diverse themenbezogene Workshops angeboten. Die Workshops finden jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr statt. Am 1. Juni startet die Einführung in die Studiofotografie mit maximal acht TeilnehmerInnen.

Am 8. Juni wird das Thema Produktfotografie wiederum mit maximal acht TeilnehmerInnen bearbeitet und am 18. Juni dreht sich alles um das Model-Shooting, diesmal mit maximal sechs TeilnehmerInnen. Weitere Termine werden folgen. Anmeldungen können unter oben genannter e-mail Adresse vorgenommen werden.

Weitere Informationen:

Die aktuelle Ausstellung „Malerei und Fotografie“ kann im Maienweg 2 bis 4 in Dortmund-Brechten bis zum 15. Juni freitags in der Zeit von 15 bis 20 Uhr und samstags in der Zeit von 11 bis 20 Uhr besucht werden. Für die sonntäglichen Öffnungszeiten bitten die „image trackers“, Hinweise auf ihrer Homepage zu berücksichtigen.

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Ein Gedanke zu “Call for Pictures: Die „image trackers“ aus Dortmund bieten FotografInnen nahezu kostenlos Ausstellungsflächen

  1. „image-trackers“ (Pressemitteilung) Beitrags Autor

    „image-trackers“ laden zum Fotogespräch

    Da wir mit unserer Pop-Up-Foto-Galerie mehr als nur Ausstellungen bieten wollen, werden wir dort ab Juni 2019 Workshops, Seminare und Gespräche rund um das Thema Fotografie anbieten.

    Einladung zum „Fotogespräch“!
    Wann: am Freitag den 07. Juni 2019 ab 18 Uhr
    Wo: Maienweg 2 – 4, 44339 Dortmund

    Starten wollen wir mit einer Diskussion, die sich mit der Frage beschäftigt: „wo steht die Fotografie heute, und wohin entwickelt sie sich in Zukunft“?

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