
Mit grün gefärbtem Brunnenwasser haben Aktivist*innen von Extinction Rebellion Deutschland am Morgen in Dortmund und weiteren Städten gegen die Gaspolitik der Bundesregierung protestiert. Nach Angaben der Gruppe fanden die Aktionen neben Dortmund unter anderem auch in Berlin, Hamburg und insgesamt 17 Städten statt.
Konzernfreundliche Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin in der Kritik
Die Aktivist:innen kritisieren insbesondere die aus ihrer Sicht konzernfreundliche Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Mit der Kunstaktion wolle man auf die Folgen steigender CO2-Emissionen und die Klimakrise aufmerksam machen. Unterstützt wird die Aktion von der Initiative „Ende Gelände“.

Für die Färbung des Wassers nutzten die Aktivistinnen den Farbstoff Uranin. Dieser gilt laut der Gruppe als ungiftig und wird unter anderem zur Dichtheitsprüfung oder in Badesalzen verwendet.
Die grün-gelbe Färbung verschwinde je nach Intensität nach einigen Stunden oder Tagen wieder. Nach Angaben der Organisatorinnen seien nur geringe Mengen eingesetzt worden.
Warnung vor wachsender Abhängigkeit Deutschlands von den USA
Manon Gerhardt, Pressesprecherin von Extinction Rebellion Deutschland, kritisiert die Rolle von Gas als Energieträger. „Sich auf Gas als Energieträger zu versteigen ist nicht nur schlecht für die Umwelt, Katherina Reiche sorgt damit auf lange Sicht für steigende Energiepreise für Verbrauchende“, erklärt sie. Windkraft und Solarenergie würden bereits heute sichere und preiswerte Energie liefern und gleichzeitig die Energie-Unabhängigkeit Deutschlands stärken.

Außerdem warnt die Bewegung vor einer wachsenden Abhängigkeit Deutschlands von den USA. „Mit der Gaspolitik von Katherina Reiche wird Deutschlands Energie abhängiger von den USA, die unter Trump kein verlässlicher Partner mehr sind“, sagt Gerhardt. Die Aktivist*innen werfen der Bundesregierung vor, den Ausbau nachhaltiger Energien zugunsten großer Gaskonzerne auszubremsen.
Extinction Rebellion versteht sich als internationale Klimagerechtigkeitsbewegung. Seit 2019 macht die Gruppe mit Protestaktionen auf die Klimakrise und das Artensterben aufmerksam. Sie fordert unter anderem einen schnelleren politischen Wandel im Umgang mit fossilen Energieträgern.
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